Fünf Fragen an Christen Merkle, AHP Merkle

Christen Merkle, Geschäftsführer von AHP Merkle - Bild: AHP Merkle

1. Was war Ihre Motivation, ein firmeneigenes Schulungszentrum einzurichten?

Kurz und knapp: Wir wollen den Kontakt zu unseren Kunden vertiefen. Und das bei uns im Unternehmen in Gottenheim. Weil wir die DNA von AHP Merkle zeigen wollen. Wie wir arbeiten, was hinter der Marke steckt. Dass wir viel Zeit und Geld in die Entwicklung unserer Produkte investieren. Dass wir uns viele Gedanken machen, wie wir im Sinne der Anwender optimieren können. Dazu benötigen wir den Dialog mit dem Kunden.
Dazu kam die Erkenntnis, dass wir uns über Jahre ein breites Know-how rund um das Thema Hydraulikzylinder erarbeitet haben und dies weitergeben können. Als Unterstützung für den Kunden. Um noch besser mit unseren Produkten umgehen und diese optimaler einsetzen zu können.

2. Können nur Ihre Kunden an den Seminaren teilnehmen oder stehen diese allen Interessenten offen?

Unsere Kunden stehen bei diesen Bemühungen natürlich im Fokus. Aber auch andere Interessenten begrüßen wir gerne im AHP Technikum. Wobei wir schon genau hinschauen, an wen wir unser Know-how weitervermitteln. Die Mittbewerber wollen wir nicht schulen, auch wenn die Anfragen durchaus schon da waren.

3. Sie arbeiten auch mit externen Referenten zusammen, welche anderen Kooperationspartner stehen noch zur Verfügung?

Wir haben verschiedene Ansätze. Zum einen bieten wir Veranstaltungen an, die komplett von unserem Team veranstaltet werden. Wir haben eine tolle, erfahrene Truppe, die begeistert ist für das Produkt – und den Anwender. Das spüren die Kunden.

Der zweite Ansatz geht darüber hinaus: Mit Partnern aus verschiedenen Branchen (Werkzeug- und Formenbau sowie Maschinenbau) bieten wir ein breites Spektrum an Schulung zu verschiedenen Themen an. Ziel ist es, den Schulungsteilnehmern den Blick über den Tellerrand zu ermöglichen sowie neue Ansätze und Ideen aufzuzeigen. Die bislang gefundenen Partner/Referenten sind alle sehr gut bewertet worden. Aber klar, da ist noch kein Ende in Sicht. Hier sind wir noch offen für weitere Ideen und Ansätze. Im März werden wir erstmals einen Vertreter des VDWF dabei haben, auch eine neue Form der Zusammenarbeit.

4. Lineare Dämpfung bei Hydraulikzylindern scheint als Thema besonders nachgefragt. Welche anderen Hydraulik-Probleme sind denn für die Teilnehmer noch von Interesse?

Klar ist, dass neue Themen stärker nachgefragt werden und erst einmal die Teilnehmer in die Schulungen locken. Aber es zeigt sich sehr schnell, dass auch die Basis-Informationen, die alle Seminare beinhalten, als sehr interessant bewertet werden. Oftmals sind die Teilnehmer erstaunt, wie viele Dinge es doch zu beachten gibt, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Deshalb sind die Themen sehr vielfältig und praxisnah gewählt.

5. Schulen Sie nur anhand von AHP-Produkten oder bieten Sie firmenübergreifendes Hydraulik-Wissen?

Wir schulen nicht nur die AHP-Produkte, denn unsere Hydraulikzylinder sind ja keine autarken Produkte, die ohne Umgebung funktionieren. Im Gegenteil, je besser die Umgebung für die Hydraulikzylinder gestaltet ist, desto unproblematischer verläuft der Einsatz. So sind die Produkte von sauberem, blasenfreien Öl genauso abhängig wie von der richtigen Einbauweise. Über das alles wird geschult. Das geht deutlich über das eigentliche Produkt hinaus. Auch wenn alles wieder irgendwie zusammen hängt.

Die Fragen stellte Ingrid Fackler, Redaktion