Männer finden oft schneller in die Führungsrolle ihres Projekts als Frauen. Projektmanagerinnen tun sich mitunter schwer damit, diese Rolle für sich zu akzeptieren. Cornelia Zimmer-Reps empfiehlt ihren Kolleginnen, sich bewusst mit ihrem Projektauftrag und ihrer neuen Rolle zu befassen. Eine typische Schwierigkeit: Nach dem Start des Projekts ziehen sich einige Projektmanagerinnen aus ihrer Führungsrolle wieder zurück. Sie neigen dazu, Mitglied des Teams zu werden und nicht länger an dessen Spitze zu stehen. Deshalb empfiehlt Cornelia Zimmer-Reps, immer wieder bewusst als Projektmanagerin aufzutreten, beispielsweise nachdrücklich Entscheidungen zu treffen, von Mitarbeitern zugesagte Arbeitsergebnisse einzufordern und im Team das Einhalten von Regeln durchzusetzen. „Planen Sie Zeitpunkte ein, an denen Sie Ihren Führungsanspruch vor anderen und sich selbst erneuern“, empfiehlt Zimmer-Reps. Als Anlass dafür eignen sich beispielsweise die regelmäßigen Controlling-Besprechungen.

Zweiter Schritt: Das Projekt durchdenken

Männer starten bei Projekten häufig mit schnellen Ergebnisse durch. Auch in diesem Punkt gehen viele Frauen anders vor. Sie fühlen sich sicherer, wenn sie in ihrem Projekt nichts dem Zufall überlassen. Deshalb beschäftigen sie sich zunächst gedanklich mit ihrem Vorhaben. Sie betrachten das Projekt von allen Seiten, durchleuchten es intensiv und machen sich ein stimmiges Bild von der Aufgabe und dem Weg, diese Aufgabe zu lösen. „Dadurch erkennen sie Ungereimtheiten im Auftrag, mögliche Widerstände oder auch geeignete Lösungsstrategien“, erklärt Zimmer-Reps, „in dieser Phase kann Hilfe von außen sehr nützlich sein, etwa von einem Coach oder von erfahrenen Kollegen.“ Denn: Anders als ihre männlichen Kollegen neigen Projektmanagerinnen in der Startphase ihres Projekts zum Einzelkämpfertum – womit sie sich die Chance nehmen, im Gespräch mit anderen alternative Problemlösungen oder Pläne zu erörtern.

Dritter Schritt: Personal klug auswählen

Beim Durchdenken des Wegs zum Projektziel lassen sich Aufgaben ermitteln – und daraus der Bedarf an Spezialisten im Projektteam ermitteln. Also: In welchen Etappen und mit welchen Meilensteinen lässt sich das Projektziel erreichen? Welche Aufgaben muss das Team bearbeiten, um die jeweiligen Meilensteine zu erreichen? Wie kann das Projektteam organisatorisch optimal aufgestellt werden? Was Frauen dabei von Männern lernen können: Männer sind auch bei dieser Aufgabe keine Einzelkämpfer. Sie nutzen ihre Netzwerke. Sie lassen sich beispielsweise von ehemaligen Team-Mitarbeitern beraten, welcher Spezialist für sein Projekt wirklich geeignet ist. Anschließend kämpfen sie in ihrem Unter-nehmen um diese empfohlenen Spezialisten und setzen den Einsatz in ihrem Teams durch.

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