Weihnachtsmannfigur im Schnee, Bild: Pixabay

Diebische Trolle haben die Kekse, Kuchen und Leckereien aus der Weihnachtsmannfabrik geklaut - und das kurz vor Weihnachten. Kann der Weihnachtsmann das Fest retten? Bild: Pixabay

Die Weihnachtselfen am Nordpol sind schockiert: Alle Kekse, Kuchen und Weihnachtsleckereien sind verschwunden! Nur einige Krümel sind noch zu finden. Schnell ist klar: die diebischen Trolle aus dem Nachbarland sind die Täter. Doch was nun? In drei Tagen steht Weihnachten vor der Tür! Wie sollen die Elfen die vielen Weihnachtsleckereien jetzt noch rechtzeitig fertig kriegen? Das Fest droht zu platzen. Schnell machen sich die Elfen an die Neuproduktion.

Der Weihnachtsmann hat die rettende Idee. Beruhigend spricht er den Elfen Mut zu, dass alles bis Weihnachten zu schaffen sei. Er öffnet mit einem breiten Siegerlächeln das Tor und herein gerollt kommen 30 goldene Roboter. Der Ober-Elf fragt voller Erstaunen und mit gerunzelter Stirn, was denn das bedeuten solle. Fröhlich erklärt der Weihnachtsmann, er habe gleich von Unterwegs die neueste Generation lernfähiger Roboter mitgebracht, um die Produktion zu beschleunigen.

Neue Roboterkollegen am Nordpol

Ein allgemeines Gemurmel wird laut. Der Weihnachtsmann erklärt, dass Robi-1 bis Robi-30 die neuen Kollegen seien. Die Roboter müssten nun von den Weihnachtselfen umgehend mit der Herstellung der verschiedenen Kekse, Kuchen und Leckereien vertraut gemacht werden. Dafür seien alle angeforderten Daten zu liefern. So sei die Rettung der Weihnachtsproduktion ein Kinderspiel. Der Ober-Elf hat seine Zweifel. Trotzdem macht er sich an die Arbeit und erklärt den Elfen, was zu tun sei. Die Stimmung ist gedrückt, doch alle Elfen fügen sich. Denn schließlich will jeder das Weihnachtsfest retten.

Doch statt der erhofften Rettung, bahnt sich eine Katastrophe an: elf Roboter sind kaputt, weil sie von den Förderbändern weggeschubst werden mussten. Anstatt Zucker in den Kuchenteig zu schütten, hatten sie wiederholt Salz dazugegeben. Andere Elfen berichten von ähnlichen Fällen falscher Zutaten. Ein weiterer Elf moniert empört, dass die Verzierung viel zu lieblos sei.

Frust und Ärger der Elfen

Zu dieser hitzigen Versammlung stößt der Weihnachtsmann. "Was ist denn hier los?", fragt er väterlich. Alle rufen durcheinander und machen ihrem Frust und Ärger Luft. "Ruhe!", schreit der Weihnachtsmann. Es wird augenblicklich still. Der Ober-Elf tritt einen Schritt vor, atmet tief durch und berichtet: "Mit den neuen Robotern gibt es nur Pannen. Weder Kekse noch Kuchen sind genießbar. So können und wollen wir nicht arbeiten."

Der Weihnachtsmann ist erstaunt. Das hatte er nicht erwartet. Schließlich sollten die Roboter das Weihnachtsfest retten. Er blickt sich um: blinkende Roboterarme arbeiten unkontrolliert am Band. Es dampft und piept überall. Elfen rennen umher und versuchen der Lage Herr zu werden. Die Produktion ist ein einziges Chaos. Langsam dämmert es dem Weihnachtsmann, dass er sich die Zusammenarbeit von Elfen und Robotern vielleicht zu einfach vorgestellt hatte. Es gäbe offensichtlich mehr Probleme als gedacht. Allerdings seien diverse Pannen wohl auf eine mangelnde Organisation in den Teams zurückzuführen. Wenn Salz und Zucker verwechselt würden, herrsche wahrscheinlich die altbekannte kreative Unordnung vor. "Die Elfen sind außerdem immer schon sehr konservativ gewesen", denkt sich der Weihnachtsmann. "Für einen so radikalen Umbruch in der Produktion fehlt es ihnen an Kooperationsbereitschaft."

Das Jammern eines Elfs reißt den Weihnachtsmann aus seinen Gedanken: "Bei dieser Art der Produktion geht das Wichtigste und Wesentlichste der weihnachtlichen Produktion vollkommen verloren: die liebevolle Zubereitung der weihnachtlichen Leckereien. Mit den Robotern bleibt der Geschmack sowie die liebevolle Verzierung und Verpackung auf der Strecke". Und die Elfen seien zu tempogetriebenen Hilfskräften degradiert worden. Sie hätten die Freude, zu Weihnachten ganz besondere Kekse, Kuchen und Leckereien herzustellen und sich dann mit den Beschenkten zu freuen, komplett verloren. Aus der Elfen-Gruppe ertönt laute Zustimmung.

Roboter und Elfen retten das Weihnachtsfest

Der Weihnachtsmann erkennt, dass er in der Hektik der verlorenen Produktion, nur den Einsatz der neuen Roboter-Kollegen bedacht hat. Nachdenklich erklärt er: "In der ganzen Eile habe ich die Einzigartigkeit und Liebe, mit der ihr Elfen die weihnachtlichen Kekse, Kuchen und Leckereien herstellt und verschönert habt, völlig aus den Augen verloren. Das tut mir sehr leid." Das wichtigste sei nun, die gute Qualität der Weihnachtsleckereien wieder herzustellen und vor allem, dass die Elfen wieder Spaß an der Arbeit hätten. "Das ist mein größter Wunsch zu Weihnachten", sagt der Weihnachtsmann.

Nach einer kurzen Denkpause fährt er fort, dass er nach wie vor den Einsatz der Roboter-Kollegen als notwendig und sinnvoll ansähe, insbesondere aufgrund der aktuellen Notlage. Dafür sollten die organisatorischen Mängel für eine bessere Zusammenarbeit von Robotern und Elfen beseitigt werden."Die Elfen sollen wieder die kreativen Tätigkeiten durchführen, während die Roboter lediglich die Herstellung beschleunigen sollen", schlägt er vor.

Ein Jubel bricht aus. Die Weihnachtselfen eilen eifrig zusammen, um die neue Produktion mithilfe der Roboter zu organisieren. Das Weihnachtsfest ist gerettet! "Ich wünsche uns allen eine schöne, fröhliche und gesegnete Weihnachtszeit", sagt der Weihnachtsmann und lächelt zufrieden. hei