Der Veränderungs- und Anpassungsdruck steigt

Welche Auswirkungen hat die digitale Transformation auf die Gesundheit? Den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens miteinander in Einklang zu bringen, ist eine Herausforderung. In einer Studie der Barmer Krankenkasse sehen Arbeitspsychologen und Arbeitsmediziner von TÜV Rheinland das noch einmal bestätigt: Erwerbstätige spüren den Veränderungs- und den technologischen Anpassungsdruck, sie klagen über Informationsüberlastung. Ständige Erreichbarkeit auf mehreren Kanälen – das kann zu Belastung führen. 23 Prozent der Befragten fühlen sich durch ihre Arbeit emotional erschöpft. Es gibt signifikante Zusammenhänge zwischen Digitalisierung, emotionaler Erschöpfung (Burnout) und Konflikten zwischen Arbeit und Familie. Jeder Vierte gibt an, die heutigen Arbeitsanforderungen beeinträchtigten sein Privat- und Familienleben. Das ist eine Entwicklung, die niemand will.

Selbst-Management-Fähigkeiten schulen

Unternehmen, die ein betriebliches Gesundheitsmanagement etablieren oder es weiter professionalisieren, haben nachweislich geringe Krankenstände, auch Personalfluktuation und Abwanderung von Talenten sind relativ niedrig. Organisationen müssen lernen, Veränderung nicht nur akzeptieren, sondern den Wandel aktiv zu gestalten. Es gilt, Mitarbeitende für Chancen und Gefahren der Digitalisierung zu sensibilisieren und deren Selbst-Management-Fähigkeiten zu schulen. Das kann zum Beispiel der Lernprozess sein, in freien Zeiten digitale Abstinenz von der Arbeit zu üben. Für manch einen Chef kann das schon ein großes Zugeständnis gegenüber dem Mitarbeiter sein. Aber auch Führungskräfte benötigen Unterstützung in Bezug auf Anforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten der Digitalisierung. Sie müssen lernen, Arbeitszeitflexibilität zu schaffen und Home-Office-Möglichkeiten anzubieten und auch auf die Entfernung virtuelle Teams zu führen. Nur flexible Unternehmen können Arbeitsplätze schaffen und besetzen, die durch die Digitalisierung neu entstehen. Unerlässlich ist auch eine Evolution in den Köpfen und eine Fehlerkultur, die Scheitern und Fehler auf dem Weg zum Erfolg mit einkalkuliert und verzeiht.

Lernangebote als modularer und fester Bestandteil der Arbeitsprozesse

In einem Zeitalter, in dem unternehmerische Innovationen und wirtschaftliches Wachstum primär auf Wissen, Kreativität sowie Kommunikations- und sozialen Fähigkeiten basieren, ist Innovationsbereitschaft und -fähigkeit gefragt, aber auch verstärkte Eigenverantwortung und die Offenheit für lebenslanges Lernen. Dies sind die Kerntugenden des digitalen Zeitalters. Ein Weg dorthin können arbeitsintegrierte Lernszenarien anhand motivierender Formate sein. Diese können im besten Fall auch psychologisch entlastend wirken. Das bedeutet, dass Mitarbeiter genau das Wissen und die Kompetenzen zu exakt dem Zeitpunkt erhalten, an dem sie es benötigen, um neue Aufgaben zu bewältigen. Lernangebote sollten modularer und fester Bestandteil der Arbeitsprozesse werden. Sie müssen maßgeschneidert sein und sich den Bedürfnissen von Unternehmen und Mitarbeiter anpassen.

Weiterbildung durch den TÜV Rheinland

Als einer der größten privaten Bildungsanbieter in Deutschland hat TÜV Rheinland eine innovative Lernarchitektur entwickelt, die die Anforderungen des Lernens 4.0 berücksichtigt: Der Wissensstand der Teilnehmer entscheidet, was sie lernen –Stichwort kompetenzbasiertes Lernen – und sie selbst entscheiden, wann, wie lange und wo sie lernen. Die Inhalte werden in verschiedenen Medienformaten vermittelt, vom eLearning über Podcast bis hin zu Gamification sowie Präsenztrainings. Das Weiterbildungsmanagement in Unternehmen erfolgt zentral und plattformbasiert, systematisch, zielgerichtet und lückenlos dokumentiert. Und: Das Wissen und Können wird von unabhängiger Seite zertifiziert. Das ist gut für den Mitarbeiter, aber auch gut fürs Unternehmen - und im Rahmen der Digitalen Transformation für beide Seiten auf jeden Fall ein Wettbewerbsvorteil.

Über den Autor und den TÜV Rheinland

Markus Dohm ist Leiter des Geschäftsbereichs Academy & Life Care bei TÜV Rheinland. Dieser Geschäftsbereich bündelt mit über 70 Standorten die Kompetenzen rund um den Menschen an seinem Arbeitsplatz und in seinem beruflichen Umfeld – nach dem Motto „gesund, motiviert und qualifiziert“. Mit umfassenden Angeboten zur Arbeitssicherheit und Qualifizierung der Menschen leistet TÜV Rheinland einen wichtigen Beitrag dazu, dass der Einzelne ebenso wie Organisationen die digitale Transformation meistern und ihre Chancen nutzen kann.

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