Global Workforce Happiness Index, Bild: Universum

Deutschland schafft es im Global Workforce Happiness Index gerade einmal auf Platz 11. Bild: Universum

In die Bewertung für den Index flossen sowohl die Zufriedenheit mit dem aktuellen Job als auch die Bereitschaft, den Arbeitgeber weiterzuempfehlen, sowie das Interesse an einem Jobwechsel ein. Universum befragte hierfür weltweit über 200.000 „Young Professionals“: berufstätige Akademiker bis 40 Jahre, die über maximal acht Jahre Arbeitserfahrung verfügen.

„Die allgemeine Jobzufriedenheit ist ein wesentlicher Aspekt, wenn es darum geht, Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden. Allerdings sind hohe Zufriedenheitswerte keine Garantie dafür, dass die Top-Talente dem Unternehmen treu bleiben oder es weiterempfehlen. Erst der Blick in die Details unserer Studien macht es möglich, gezielte datenbasierte Strategien zu entwickeln“, sagt Stefan Lake, Country Manager Germany von Universum.

Westeuropäische Länder schneiden beim Global Workforce Happiness Index besonders gut ab. Deutschland erreicht bei der Jobzufriedenheit 7 und bei der Bereitschaft, den Arbeitgeber weiterzuempfehlen 6,5 von maximal 10 Punkten. Fast 62 Prozent der Befragten wollen den Arbeitgeber in den nächsten zwei Jahren wechseln. Am zufriedensten sind die deutschen Angestellten in der Automobilindustrie. Auf Platz 2 folgen die pharmazeutische und biotechnische Industrie und auf Platz 3 der Öffentliche Dienst.

Interessant ist vor allem die Betrachtung je nach Branche, Geschlecht und fachlichem Hintergrund: So sind beispielsweise Young Professionals in der Automobilbranche, die Wirtschaftswissenschaften studiert haben, am wenigsten wechselwillig und würden ihren aktuellen Arbeitgeber am ehesten weiterempfehlen – bei der Zufriedenheit mit dem aktuellen Job liegen sie jedoch nicht an erster Stelle. Angestellte im pharmazeutischen und biotechnischen Bereich mit einem Studienabschluss in einem der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind sehr zufrieden mit ihrem aktuellen Arbeitgeber und würden ihn auch weiterempfehlen. Doch fast zwei Drittel von ihnen planen, den Arbeitgeber in den nächsten zwei Jahren zu wechseln. jl