Wirtschaftsingenieur Lars Krüger hat im Jahr 2015 einen EMBA-Studiengang an der Leipzig Graduate School of Management abgeschlossen. Bild: Krüger

Wirtschaftsingenieur Lars Krüger hat im Jahr 2015 einen EMBA-Studiengang an der Leipzig Graduate School of Management abgeschlossen. Bild: Krüger

Herr Krüger, wann und warum haben Sie sich entschieden, einen EMBA zu absolvieren?

Gestartet hat das Programm offiziell Ende 2013. Die Idee, etwas Weitergehendes zu machen, war mir schon etwa ein bis zwei Jahre früher gekommen. Denn der Punkt war: Für meine alltägliche Arbeit hatte mir etwas gefehlt. Die Universitätsausbildung hatte mir diesbezüglich nicht geholfen. Bei meiner Arbeit geht es ja insbesondere um Dinge wie Teamführung, Unternehmensorganisation und Strategie. Das wurde so an der Universität nicht gelehrt und man lernt das auch nicht mal so nebenbei in der beruflichen Praxis.

Hatten Sie damals gezielte Karrierepläne im Blick oder lag der Ansporn mehr in der fachlichen Neugier?

Dass durch den EMBA die Aufstiegschancen nicht schlechter werden, ist richtig. Dies hat mich aber nicht wirklich angetrieben. Meine Motivation lag darin, mein fehlendes Methodik-Wissen zu ergänzen. Zuerst hatte ich überlegt, einen Vollzeit-MBA zu absolvieren. Allerdings war es für mich nicht vorstellbar, ein Jahr oder 1,5 Jahre beruflich auszusetzen und zusätzlich neben dem Lebensunterhalt noch die Gebühren zu bezahlen.

Wo haben Sie den Teilzeit-Studiengang dann gemacht?

Ich war durch Zufall von der Handelshochschule Leipzig darauf aufmerksam gemacht worden, dass es diesen 18-monatigen Executive MBA gibt, der in Leipzig und Barcelona stattfindet. Zusätzlich kann man noch dreimal ins Ausland fahren, wenn man möchte, und in Indien, China und Brasilien unterschiedliche Schulen und Unternehmen besuchen. Die maximal sechs Module pro Jahr, die jeweils als Wochenblöcke von Sonntag bis Freitag stattfanden, konnte ich auch gut mit meinem Jahresurlaub abdecken.

Wie haben Sie für die Module eine Unterkunft gefunden?

Die Leipzig Graduate School of Management hat uns die Unterbringung gestellt. Dass wir die Unterkunft nicht suchen mussten, hat natürlich auch vieles erleichtert.

Kommen wir mal zu den Studiengebühren. Verraten Sie uns, was Sie bezahlt haben?

Die Gebühren beliefen sich auf etwa 40.000 Euro, die ich selbst finanziert habe. Ein bisschen ist mir die Schule dabei entgegengekommen.

Was mussten Sie für den Bewerbungsprozess alles machen?

Im Nachhinein denke ich, dass ich weniger hätte machen müssen als ich gemacht habe. Ich hatte mich vorab schon um die formellen Zugangsvoraussetzungen, also einen Englisch-Test und den GMAT als Zugangstest gekümmert, weil das von den internationalen Schulen immer gefordert wird. Für den Bewerbungsprozess in Leipzig war das natürlich hilfreich, sodass ich relativ aufwandsarm durch den Bewerbungsprozess durchgegangen bin. Allerdings hatten die auch ihre eigenen Testformate für diesen Studiengang und ich musste noch etwas hinschicken. Dann habe ich mich noch persönlich mit dem Programmdirektor getroffen. Und ehe ich mich versah, hieß es: „Dies ist jetzt das Aufnahmegespräch.“ Und dann war ich eigentlich auch schon drin.

Was hat denn Ihr Unternehmen zu den Plänen gesagt? Oder hatten Sie die gar nicht richtig eingeweiht?

Man musste ja eine Bescheinigung vorlegen, dass das Unternehmen einen bei dem EMBA unterstützt. Diese habe ich natürlich auch bekommen. Und es hieß dann noch: „Ist gut, mach mal!“