Engineering-Disziplinen, Bild: Eplan
Im Syngineer werden alle beteiligten Engineering-Disziplinen transparent dargestellt. Dazu werden sie im Gateway mechatronisch definiert, bestehend aus ihren Anforderungen, Funktionen und Komponenten. Bild: Eplan

Der Syngineer wird pragmatisch eingesetzt, um diese Anforderungen und Funktionsweisen in einer definierten Struktur abzubilden. Er strukturiert und dokumentiert alle mechatronisch relevanten Informationen. So können beispielsweise Kundenanforderungen und deren Umsetzung in Funktionen und Technologien diese Strukturen bilden, die teilweise bis auf die mechatronischen Komponenten detailliert werden. Die Bandbreite reicht von einer einfachen Struktur bis hin zu komplexen Strukturen aus dem Bereich Systems Engineering. Damit sind alle wichtigen Informationen für sämtliche Disziplinen einheitlich dokumentiert. Die eingesetzten Technologien und konkreten Maschinenfunktionen lassen sich logisch herleiten. Schaut man auf die Maschinenstruktur, so wird diese im Gateway kundenspezifisch und somit individuell aufgebaut und abgearbeitet. Es wurden bereits Vorlagen und Konzepte erarbeitet, wie Kundenprodukte in solchen Strukturen abgebildet werden können.

Die Autorensysteme, also die Eplan-Plattform, MCAD- und SPS-Software werden über ein Browser Add-in gekoppelt und so angebunden. Im zweiten Schritt lassen sich auf Basis dieser Informationen die Engineering-Prozesse parallelisieren. Dazu werden die Informationen aus den Autorensystemen über die mechatronische Struktur synchronisiert. Eplan als Hersteller der CAE-Software und Cideon als Spezialist für mechanische Engineering Prozesse und CAD-Software bringen hier ihre Expertise ein. Durch eine erste Kooperation mit Codesys fließt ebenfalls Expertenwissen aus der Softwareentwicklung ein. Der Spezialist im Bereich Automatisierung hat die Synchronisation der Programmbausteine sowie die Steuerungssimulation entwickelt. Natürlich ist das Gateway systemoffen konzipiert und es werden in Zukunft auch weitere Systeme integriert.

Interdisziplinäre Prozesse

Um die Disziplinen effektiv zu vernetzen, bedarf es der Cloud-Technologie. Sie bietet die Option, in Echtzeit und standortübergreifend miteinander zu kommunizieren. Dafür wird ein Gateway-Server in der Cloud installiert, der über einen Browser den Zugang ermöglicht. Änderungen oder neue Anforderungen können direkt den jeweils betroffenen Disziplinen zugewiesen werden. Diese werden dann zeitgleich informiert und können nach Erledigung des Auftrages ihren mechatronischen Erledigungsstatus verändern. Damit werden die Zusammenhänge in CAD, CAE und Software klar strukturiert. Aufgaben lassen sich individuell von jedem Projektbeteiligten zuweisen, aufteilen und erledigen. Automatische Benachrichtigungen über Veränderungen vermeiden Fehler und sichern eine abteilungsübergreifende Kommunikation.

Eine weitere State-of-the-Art Technologie bringt der Syngineer mit: Sind die Autorensysteme miteinander verknüpft, können die Konstrukteure online über eine Chat-Funktion kommunizieren. So können sie Unklarheiten oder Ideen direkt über ihre Engineering Systeme klären – ganz ohne E-Mail-System und Umwege. Mit einem System automatischer Benachrichtigungen werden zudem die Konstrukteure aller beteiligten Engineering-Disziplinen automatisiert über Veränderungen in anderen Bereichen informiert. So erhalten zum Beispiel der Mechanik-Konstrukteur und der Softwareentwickler automatisch eine Benachrichtigung, wenn der Elektrotechniker einen Elektromotor gegen ein anderes Modell austauscht. Sie können dann überprüfen, ob diese Änderung Einfluss auf ihre Arbeit hat.

Mechatronische Stückliste

Entscheidend ist: Das Gateway konkurriert nicht mit einem PDM-System, sondern es ergänzt es. Nach wie vor werden die disziplinspezifischen Prozesse mit dem PDM/PLM-System verwaltet. Durch die Verknüpfung der Komponenten aus den Autorensystemen mit dem Gateway kann hier aus diesen Informationen die „Bauanleitung“ für die mechatronische Stückliste an das PDM/PLM-System übergeben werden. Dadurch müssen die mechanische und die elektrotechnische Stückliste nicht mehr manuell abgeglichen werden, um Dubletten bei der Bestellung zu vermeiden. Voraussetzung für diese Funktion ist natürlich, dass sowohl die mechanische Konstruktion als auch die Elektrokonstruktion eine Schnittstelle zum PDM/PLM-System besitzen.

Der Syngineer (Quelle: Eplan)

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