Griffkappe GPN, Bild: Pöppelmann

Die flexible Griffkappe GPN 211 von Pöppelmann. - Bild: Pöppelmann

Wir fertigen vor allem Kleinserien und sind für Kunden mit hohen Anforderungen sowie einem hohen normativen Aufwand attraktiv“, beschreibt Björn Keller, Geschäftsleitung vom Unternehmen Welte Rohrbiegetechnik, das einbaufertige Rohrleitungen für verschiedene Branchen produziert, die Kernkompetenz des Unternehmens. Dafür betreibt das Unternehmen eine große QS-Abteilung. Die Produkte von Welte sind nach unterschiedlichen Normen zertifiziert. Ein Qualitätskriterium, das für Kunden an Bedeutung zugenommen hat, ist die besondere Reinheit der produzierten Rohre. Denn in ihrem späteren Anwendungsbereich stellen die Rohrleitungen kritische Komponenten dar. Dank der Ausstattung mit modernsten Reinigungssystemen kann der Rohrbiegespezialist seinen Anwendern eine prozesssichere Bauteilsauberkeit gewährleisten. Die Produkte durchlaufen aufwendige Reinigungsprozesse und werden durch einen externen Dienstleister geprüft.

„Mit dem Thermoform-Verfahren sind wir nun noch besser in der Lage, großformatige und gleichzeitig sehr dünnwandige Schutzelemente herzustellen.“

Thomas Rolfes, Area Sales Manager, Pöppelmann Kapsto

Schutz durch Kappen und Stopfen

Um die hohen Anforderungen an die Sauberkeit zu erfüllen, werden die Rohre unter anderem nach der Bearbeitung durch Schutzkappen verschlossen. Dabei setzt der Rohrbiegespezialist auf den langjährigen Partner Pöppelmann Kapsto. Die Division der Pöppelmann-Gruppe aus dem niedersächsischen Lohne entwickelt und produziert Schutzlösungen aus Kunststoff für verschiedene Anwendungen. Die Schutzkappen und -stopfen, Griff- und Schraubkappen sowie individuell für kundenspezifische Anwendungen entwickelte Artikel bieten Außengewinden, Bolzen, Leitungen und mehr einen optimalen Schutz während der Fertigung, der Lagerung und des Transports.

Sie verhindern das Eindringen von Schmutz in sensible und funktionsentscheidende Komponenten. Welches Schutzelement auch immer für die verschiedenen Rohrleitungen verwendet wird – entscheidend ist, dass es sicher am zugewiesenen Ort sitzt. Björn Keller unterstreicht: „Das Verschließen unserer Rohre ist ein sehr sensibler Bereich. Fällt beispielsweise einmal auf dem Transport eine Kappe ab, ist das sofort mit einer Kundenreklamation verbunden – und betrifft dann gleich die gesamte Palette.“ Die Produkte von Pöppelmann Kapsto bewiesen durch Passgenauigkeit und festen Sitz eine besondere Zuverlässigkeit. Und so setzt Welte schon lange ein breites Spektrum unterschiedlichster Kappen und Stopfen aus dem Standardprogramm ein. Sie verschließen gerade Rohrenden, Innen- und Außengewinde, Schneidringe und mehr. Zum Einsatz kommen beispielsweise die flexible Schutzhülse GPN 201, die in verschiedenen Durchmessern erhältlich ist, die flexible Griffkappe GPN 211 mit praktischer Grifflasche oder die Rohrschutzkappe GPN 250, deren dickwandige Ausführung erhöhter Beanspruchung standhält.

Verfahren für großformatige Schutzelemente

Welte Kleinserien, Bild: Welte Rohrbiegetechnik
Welte Rohrbiegetechnik fertigt vor allem Kleinserien für Kunden mit hohen Anforderungen. - Bild: Welte Rohrbiegetechnik

Seit Kurzem verwendet der Rohrbiegespezialist auch thermogeformte Kunststoffkappen und Kunststoffstopfen, um die der Spezialist aus Lohne sein Programm gerade erweitert hat. Thomas Rolfes, Area Sales Manager, erläutert: „Mit dem Thermoform-Verfahren sind wir nun noch besser in der Lage, großformatige und gleichzeitig sehr dünnwandige Schutzelemente herzustellen. Sie lassen sich vor allem dort hervorragend einsetzen, wo zuvor für herkömmliche Spritzgusskappen und -stopfen überproportional dicke Wandstärken gewählt werden mussten, um zu einem stabilen Fertigungsprozess zu gelangen.“ Der Rohrbiegespezialist entschied sich für den ECO-Universalschutz GPN 400, der als Kappe oder Stopfen einsetzbar ist und einen großen Anwendungsbereich abdeckt. Für Durchmesser zwischen 57 und 130 mm bietet das Normprogramm hier eine komplett geschlossene Reihe. Die Artikel werden aus hochwertigem Polystyrol (PS) gefertigt, das sich im Thermoform-Prozess besonders gut verarbeiten lässt, denn das Material ist sehr zäh und widerstandsfähig – ideal zur Herstellung dünnwandiger, bruchfester und formstabiler Schutzkappen und -stopfen. „Wir setzen die Elemente für Ladeluftrohre mit einem Durchmesser von 120 Millimetern und fünf Millimetern Wandstärke ein. Diese Rohre erfordern eine besondere Reinheit. Sie ­werden mechanisch bearbeitet und jedes Rohr kommt ein wenig anders aus dieser Bearbeitung heraus. Die Stopfen müssen dennoch in jedem Fall sicher sitzen.

Die zuvor verwendeten Kappen waren recht schwer und die Montage war sehr aufwendig. Mit dem ECO-Universalschutz GPN 400 lassen sich die Rohre jetzt viel leichter und schneller staubdicht verschließen“, so Björn Keller.

Weniger Material, mehr Nachhaltigkeit

Eine Eigenschaft, die Welte an diesen wie auch allen weiteren Schutzelementen des Kunststoffspezialisten aus Lohne schätzt, ist das durchdachte Design: „Hierbei hat Pöppelmann Kapsto großen Wert auf Funktionalität gelegt, zum Beispiel durch Verstärkungen an stark beanspruchten Stellen sowie durch ein vereinfachtes Handling mithilfe von Grifflaschen.“ Die gewählte Signalfarbe Gelb unterstützt eine schnelle, restlose Demontage. Auch logistische Optimierungen wurden bei der Gestaltung berücksichtigt: Die Produkte der neuen Normreihe lassen sich äußerst platzsparend stapeln und reduzieren damit das benötigte Transport- und Lagervolumen um bis zu 75 %. Zum leichten händischen oder auch maschinellen Entstapeln sind sie mit einer Stapelkante ausgestattet. Diese verhindert, dass die einzelnen Artikel miteinander verklemmen.

Ein weiterer Aspekt, der die thermogeformten Schutzelemente auszeichnet, ist ein um bis zu 70 % reduzierter Materialeinsatz im Vergleich zu entsprechenden Spritzguss-Verschlussstopfen. Das passt in das Konzept des Rohrbiege-Spezialisten, für den ein umweltverträgliches Handeln zu den Unternehmenszielen zählt. Der Spezialist ist nach der Umweltschutznorm ISO 14001 zertifiziert und wird regelmäßig auditiert.

Weniger Verpackungsmaterial, wo möglich, wird von dem Unternehmen angestrebt, aber auf die kleinen Kappen und Stopfen aus Kunststoff lässt sich dennoch nicht so einfach verzichten, erläutert der Geschäftsführer: „Für unsere Rohrleitungen sind wir auf widerstandsfähige Schutzelemente angewiesen, die zuverlässigen Staub- und Stoßschutz bieten. Alternativen wie geschrumpfte Folien sind im Handling zu aufwendig und leisten keinen ausreichenden Transportschutz, wenn beispielsweise einmal ein Rohr herunterfällt. Da wir auch mit Ölen arbeiten, funktionieren Schutzelemente aus biologisch abbaubaren Materialien nicht. Mit der Umstellung auf die thermogeformten Schutzelemente, für deren Herstellung weniger Material erforderlich ist, können wir einen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten.“ Björn Keller schildert, wie die neuen Schutzelemente außerdem die internen Optimierungen in Sachen Effizienz und Kosten unterstützen: „Wir haben im Unternehmen ein großes Projekt ins Leben gerufen, bei dem wir vor allem an Schnittstellen Einsparungen vornehmen wollen. Für das laufende Geschäftsjahr steht das Thema Verpackung ganz oben auf der Agenda. Dazu zählen auch die Schutzelemente. Wir überprüfen unter anderem, wieviel Zeit für die Montage der Schutzstopfen erforderlich ist. Zudem geben unsere Kunden eine Rückmeldung, wie lange sie für das Entpacken inklusive der Demontage der Stopfen benötigen. Auch der erforder­liche Lagerplatz spielt bei unseren Überlegungen zu Einsparungen eine wichtige Rolle. In dieses Optimierungskonzept passen die neuen thermogeformten Produkte gut hinein. Sie sind gut stapelbar, benötigen dadurch weniger Platz und schaffen optimale Lagerbedingungen.“

Das passende Schutzelement für jede Leitung

Ein reduzierter Platzbedarf ist neben den anderen vorteilhaften Eigenschaften der Thermoform-Schutzelemente ein echtes Argument für Welte Rohrbiegetechnik, denn das Unternehmen benötigt für die unterschiedlichen Produkte seiner zahlreichen Kunden eine große Bandbreite an Kunststoffkappen und -stopfen. Jede Rohrleitung bekommt das optimal passende Schutzelement genau zugewiesen. Eine mögliche Umstellung auf andere Verschlusselemente kann weitreichende Konsequenzen haben und wird nicht voreilig, sondern erst nach intensiver Prüfung vorgenommen. Dank der positiven Erfahrung mit den thermogeformten Schutzkappen und Verschlussstopfen könnte deren Verwendung nun ausgedehnt werden, erzählt Björn Keller abschließend: „Wir haben für weitere Versuche einen Mustersatz in allen Größen bestellt und probieren nun aus, ob sich diese Artikel auch für die Produkte anderer Kunden eignen.“

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