Zur Einhaltung des D-2-Standards setzen Hersteller von On-Board-Ballastwasser-Aufbereitungssystemen auf zweistufige Verfahren aus mechanischer Separation und chemischer oder physikalischer Desinfektion. Nach einer häufig vorgeschalteten Abscheidung großer Organismen per Hydrozyklon entfernt die folgende Feinfiltration alle Organismen im Größenbereich von zehn bis 50 μm. Eine anschließende chemische Desinfektion erfolgt alternativ durch per Elektrolyse aus dem Meerwasser erzeugtem Chlor, Zugabe von Bioziden wie Peressigsäure oder Wasserstoffperoxid oder durch vor Ort erzeugtes Ozon.

Ballastwasser-Aufbereitungsanlagen arbeiten zur Abscheidung von Organismen und Partikeln >50 μm standardmäßig mit Kerzen- oder Scheibenfiltern mit Porengrößen zwischen zehn und 50 μm. Deren automatisierte Reinigung erfolgt je nach Hersteller durch Rückspülung, gepulste Rückspülung, Abschaben oder Absaugen und setzt deshalb eine dauerhafte mechanische Belastbarkeit des Filtermediums voraus.

Gewebekonstruktion auf Bedarf abstimmen

Gefragt sind Filtermedien, die die notwendige Filterfeinheit mit hohen Durchsatzraten und langen Standzeiten kombinieren, eine geringe Verstopfungsneigung aufweisen und einfach zu reinigen sind. Voraussetzung für die Betriebssicherheit der Systeme ist außerdem ein zuverlässiger Trenngrad. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass nicht alle am Markt erhältlichen Filtermedien diesen vielfältigen Anforderungen gewachsen sind.

Mit den verbesserten Tressen- und PZ-Microdurgeweben bietet GKD eine Lösung, welche diese Vorgaben erfüllt. Je nach Anwenderbedarf setzt das Unternehmen dabei unterschiedliche Gewebekonstruktionen (gelegt, gewickelt oder versintert) und Nahtausführungen (Schweiß-, Falt- oder Klemmfalznaht) ein. Die aggressive Meerwasserumgebung und die jeweilige Desinfektionsart verlangen entsprechende, darauf abgestimmte Werkstoffgüten.

Metall als Filtermedium

Industriegewebe aus Metall haben als Filtermedien in der Ballastwasser-Aufbereitung Vorteile gegenüber anderen Medien. Dazu zählt die hohe Durchsatzleistung bei definierter Porengröße, die von der jeweiligen Gewebekonstruktion abhängt.

Um diesen Vorsprung weiter auszubauen, stehen im Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei GKD die Gewebegeometrie und Filterpaketauslegung. Kontinuierlich analysiert das Unternehmen sowohl einlagige als auch mehrlagige Drahtgewebe, um deren Durchlässigkeit und mechanische Belastbarkeit zu verbessern. Dabei kommen auch experimentelle und rechnerische Simulationsverfahren wie Finite Element Method (FEM) oder Computational Fluid Dynamics (CFD) zum Einsatz.

Fazit: Durch Konstruktion und kundenindividuelle Auslegung sind Tressen- und PZ-Microdurgewebe von GKD ein entscheidender Erfolgsfaktor in der Ballastwasseraufbereitung gemäß den strengen Vorgaben der IMO-Konvention. Verglichen mit anderen Medien am Markt überzeugen sie durch deutlich höheren Durchfluss, präzise Trenngrenzen und zuverlässige Effizienz im mechanisch anspruchsvollen Umfeld. In Scheibenfiltern oder als Kerzenfilter zahlreicher Ballastwasseraufbereitungsanlagen werden sie bereits erfolgreich eingesetzt. fa

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