Bearbeitungszentrum, Bild: Hema

Sicherheitsscheiben schützen vor herumfliegenden Spänen und Werkzeugteilen und bieten gleichzeitig eine gute Sicht auf den Fertigungsprozess. Sie kommen in den Bearbeitungszentren von Pittler zum Einsatz. Diese können ein Werkstück in einer Aufspannung drehen, fräsen, entgraten und bohren. Bild: Hema

Sicherheitsscheiben, Bild: Hema
Sicherheitsscheiben, Bild: Hema

Seit mehr als 125 Jahren fertigt Pittler T&S fortschrittliche Drehmaschinensysteme. Firmengründer Wilhelm von Pittler meldete das Wälzschälverfahren bereits 1910 zum Patent an. Mit seiner Erfindung war er seiner Zeit jedoch weit voraus, denn aufgrund der unzureichenden Dynamik der Maschinen und der hohen Ansprüche an die Schneidwerkzeuge war an einen Einsatz des Verfahrens in der Industrie erst einmal nicht zu denken. Das änderte sich erst mit dem Aufkommen moderner CAD/CAM-Systeme und CNC-Steuerungen Anfang der 1980er Jahre: Sie schufen die Voraussetzung für die Anwendung des Wälzschälverfahrens in großem Stil.

Alles in einem Arbeitsgang

Sicherheitsscheiben, Bild: Hema
Hema bietet seine Sicherheitsscheiben in drei Varianten an: Die neueste Entwicklung ist eine vollflächig vergossene Scheibe, die bei einer Beschädigung kaum zersplittert. Bild: Hema

Bei Pittler ist der Wälzschälprozess in die Komplettbearbeitung integriert. Das hat große Vorteile, denn im Anschluss an das Verzahnen kann der Kunde das Werkstück in derselben Aufspannung auch drehen, fräsen, entgraten oder bohren. Auf diese Weise reduziert sich nicht nur das Investitionsvolumen, auch die Betriebskosten und Durchlaufzeiten sinken. Darüber hinaus verringern sich die Taktzeiten gegenüber dem Verzahnungsstoßen um bis zu 60 Prozent – bei identischer Fertigungsqualität. Dass Anwender bei der Integration des Wälzschälens in die Komplettbearbeitung keine Kompromisse machen müssen, zeigen die hohen Verzahnungsqualitäten bis IT6 und die standardmäßige Fertigung von Werkstücken ohne Vorschubmarkierungen oder Riefen.

Das automatische Werkzeugwechselsystem der Pittler-Maschinen ermöglicht es, bei den Schruppvorgängen Schälräder mit Wendeschneidplatten zu verwenden und so die Werkzeugkosten niedrig zu halten. Die Schneidgeometrie ist dabei entsprechend der Verzahnungsgeometrie ausgelegt. Die hochwertigeren Schlichtwerkzeuge werden erst zur eigentlichen Feinbearbeitung eingewechselt, um sie so wenig wie möglich zu beanspruchen.

Sie sind aus beschichtetem PM-Werkstoff gefertigt und lassen sich nach dem Standzeitende entschichten, nachschleifen und wieder beschichten. Die Ausführung des Schälrades, die Anzahl der Schneiden, die Zahnform, die Eingriffsparameter sowie die jeweilige Einstellung der Schnittdaten und die Wahl des Achskreuzwinkels bilden die technologischen Grundvoraussetzungen für das Wälzschälen mit Bearbeitungszentren der PV-Serie von Pittler.

Sicherheitsscheiben bieten Schutz bei bester Sicht

Hochmoderne spanabhebende Verfahren sorgen in den Pittler-Maschinen für sehr gute Bearbeitungsergebnisse, verursachen aber gleichzeitig auch Späneflug. Um die Bediener der Maschinen vor Kleinteilen und Kühlschmiermitteln zu schützen, setzen Pittler und die gesamte DVS Gruppe seit 2010 auf die Sicherheitsscheiben der Hema Maschinen- und Apparateschutz.

Die Maschinenschutzscheiben aus einer Polycarbonat- und einer Sicherheitsglasscheibe bieten sehr viel mehr Schutz als die einfachen Polycarbonatscheiben (PC). Diese wiederum werden in vielen Werkzeugmaschinen verwendet. Das Problem bei der Verwendung mit Polycarbonatscheiben ist, dass sie schnell brüchig werden können, wenn sie ständig der Benetzung mit Kühlschmiermitteln ausgesetzt werden. Die Folgen sind eine verringerte Duktilität der Scheiben und ein entsprechend reduzierter Schutz für die Bediener.

PC-Maschinensicherheitsscheiben von Hema sind dagegen nicht nur abriebfest beschichtet, sondern auch arbeitsraumseitig mit einer Scheibe aus Sicherheitsglas kombiniert. Dank einer Kapselung und Versiegelung ist dieser Sicherheitsscheibenverbund gegen äußere Einflussfaktoren dauerhaft und wirksam geschützt. Das drückt sich auch in guten Testergebnissen aus: So liegt der Durchdringungswiderstand der bei Pittler verwendeten zwölf Millimeter starken PC-Scheiben bei einer Aufprallprüfung nach DIN EN 12415 mit einem 100 Gramm Projektil bei beachtlichen 1.125 Nm.