Prüfstand

Die Unterstützung des Unternehmens erfolgt auch durch Funktions- und Haltbarkeitstests auf eigenen Prüfständen im eigenen Technologiezentrum. Bilder: Arno Arnold

Hier bietet Arno Arnold Schutz- und Abdecksysteme für Werkzeugmaschinen an, die mehr können als Staub und Schmierstoffe vom Bediener fernzuhalten.

Die bis zu Beginn der 1970iger-Jahre weit verbreiteten komplett offenen Werkzeugmaschinen, welche nur mit geringen Schutzvorrichtungen auskamen und somit kaum den Flug von Spänen oder das Austreten von Kühlmitteln verhinderten, hat nichts mit den hochautomatisierten Maschinensystemen gemeinsam, die heute in der Industrie arbeiten. Und dies nicht ohne Grund, denn Staub, Kühlschmierstoffe oder möglicherweise vom Herstellprodukt abbrechende Teile stellen bei modernen Maschinensystemen mit sich bewegenden Teilen und hoher Energie eine erhebliche Gefahr dar. Die Konsequenz: Es gibt einen deutlichen Trend zur vollständigen Kapselung der einzelnen Maschinen.

Schutzabdeckungssysteme müssen schlank sein und möglichst keinen Störfaktor bei der Arbeit mit Maschinen darstellen. Einen Trend macht Thomas Kreutzer, Konstruktions- und Entwicklungsleiter bei Arno Arnold, aus: „Man setzt unter anderem auf Abdeckungen, die sich platzsparend ineinander schieben lassen, beispielsweise auf Teleskopbleche. Indem die Bleche gleichmäßig angepresst werden, entsteht eine zum Arbeitsraum vollkommen dichte Verkleidungsoberfläche.“

Weiterer Trend ist die Instandhaltung der Schutzvorrichtungen mittels Industrie 4.0: So habe das Unternehmen bereits vor zehn Jahren auf der EMO ein für einen Kunden speziell entwickeltes Produkt zur Anwendung in Lasermaschinen vorgestellt. Damit konnte man feststellen, wenn der Balg Beschädigung erlitten hat. Weiter arbeite man schon längere Zeit mit Sensorik-Spezialisten zusammen, um zum Thema „welche Druckbelastung erhält man in Schutzabdeckungen unter finaler Belastung“ konkrete Aussagen liefern zu können. Dazu hat Thomas Kreutzer dann noch mehr Ideen auf Lager: „Interessant ist auch die Möglichkeit der Qualitätssicherung. Wir hören oft von Kunden, dass sie mit Billigersatzteilen zu kämpfen haben und wir uns dann die Frage stellen: Wie können wir sicherstellen, dass der Kunde Originalersatzteile verwendet? Die Idee war, dass man das auch mittels Industrie 4.0 lösen könnte.“ So könnte die Kennzeichnung zum Beispiel aus fälschungssicheren Garnen erstellt werden, die man unter UV-Licht erkennt. Oder ein RFID-Chip im Garn könnte in der Produktion mit eindeutigen Nummern beschrieben werden. So kann der Kunde die Maschine mit dem Gegenstück abfragen, ob dieser Chip vorhanden ist