Energieführungskette, Bild: Tsubaki Kabelschlepp

Für extreme Beanspruchungen: die Energieführungsketten der Steel Line. - Bild: Tsubaki Kabelschlepp

Wer einmal eine Stahlkette im Einsatz hat, wechselt selten auf Modelle aus anderen Materialien. Aus gutem Grund: In vielen Anwendungen gibt es keine Alternative zum Werkstoff Stahl. Selbstverständlich haben die Experten für Energieführungsketten von Tsubaki Kabelschlepp mittlerweile auch ein ausgedehntes Sortiment an Kunststoff- und Hybridketten. Dadurch bietet sich die Möglichkeit, immer den richtigen Werkstoff für praktisch jeden Anwendungsfall zu finden.

Stahl bietet große freitragende Längen

Horizontalbohranlage, Bild: Tsubaki Kabelschlepp
Für eine Horizontalbohranlage konzipierte Tsubaki Kabelschlepp eine kundenspezifische Stahlkette, die seitlich am Bohranlagen-Lafettenmast angebracht ist. - Bild: Tsubaki Kabelschlepp

Bei extrem rauen Umgebungsbedingungen, sehr hohen Temperaturen oder hohen mechanischen Belastungen ist jedoch der Einsatz von Energieführungsketten mit Kettenbändern aus Stahl sinnvoll. Sie können sehr große freitragende Längen bei hohen Zuladungen durch Leitungen gewährleisten. Wegen des höheren Gewichts lassen sich Stahlketten zwar nur bis circa 2 m/s Verfahrgeschwindigkeit einsetzen, allerdings spielt dieser Aspekt bei den klassischen Anwendungsgebieten Schwermaschinenbau, Stahlwerktechnik, Mining oder Tiefbohrtechnik fast immer eine untergeordnete Rolle.

Stahlketten lassen sich im Vergleich zu Kunststoffketten mit gleicher Tragfähigkeit deutlich kompakter bauen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass eine Stahlkette bei gleichen Bauabmessungen und Belastungen eine deutlich höhere freitragende Länge aufweist wie eine Kunststoffkette der gleichen Größe. Der Konstruktionswerkstoff Stahl spielt hier alle Festigkeitsvorteile aus. Zusatzlasten bis mehrere hundert Kilogramm pro Meter sind ausführbar, wenn mehrere Kettenbänder nebeneinander angeordnet werden können.

Die bewährten Energieführungen entwickelt der in Wenden im Sauerland ansässige Hersteller stetig weiter: Neu ist mit der TKSR ein besonders kompaktes Modell, das für den Einsatz in Hubarbeitsbühnen (Aerial Lifts) konzipiert ist.

Über das Unternehmen

  • Im Jahr 1953 erfindet Dr. Gilbert Waninger, Entwicklungsleiter des Unternehmens Waldrich Siegen, die Energieführungskette aus Stahl.

  • Ein Jahr später gründet Dr.-Ing. E. H. Oskar Waldrich das Unternehmen Kabelschlepp und legt damit den Grundstein für eine neue Branche. Die Energieführungskette aus Stahl hält Einzug an Langfräsmaschinen, Krananlagen und vielen weiteren Anwendungen.

  • Rund 50 Jahre später ist die Stahlkette nach wie vor eine der tragenden Säulen des Unternehmens.

Chemikalien- und strahlenbeständig

hohe Robustheit, Bild: Tsubaki Kabelschlepp
Viele Kunden wählen Stahlketten aufgrund ihrer hohen Robustheit. Sie widerstehen rauen Umgebungsbedingungen unter großer mechanischer Belastung.- Bild: Tsubaki Kabelschlepp

Je nach Ausführung halten Stahlketten Temperaturbelastungen beziehungsweise anwendungsabhängigen Maximalwerten von kurzfristig bis zu 400 °C stand; in Edelstahlausführung kurzeitig sogar bis 1000 °C. Verzinkte Stahlketten sind die erste Wahl in Industrieöfen, in Gießereien sowie der stahlverarbeitenden Industrie. Vergleichsweise hoch sind die Betriebstemperaturen beispielsweise in Walzwerken. Auch Umgebungen mit heißen Spänen können die Funktionalität von Energieführungsketten aus Stahl nicht beeinträchtigen. Sie sind zudem chemikalien- sowie strahlenbeständig und überzeugen in Chemieanlagen an Handling-Robotern und Manipulatoren. Edelstahlketten, die Tsubaki Kabelschlepp in drei verschiedenen Qualitäten anbietet, lassen sich auch im Umfeld von Säurebädern in galvanischen Betrieben, in Kraftwerkanwendungen oder anderen Einsatzbereichen mit radioaktiver Strahlung einsetzen.

Späne oder Funken, Bild: Tsubaki Kabelschlepp
Stahlketten meistern auch Betriebsbedingungen mit heißen Spänen oder Funken. - Bild: Tsubaki Kabelschlepp

Die Steel-Line des Herstellers umfasst zahlreiche Stahlketten in unterschiedlichen Größen und Konfigurationen, passend dazu ist ein umfangreiches Zubehörsortiment verfügbar. Die Ketten werden grundsätzlich aus verzinktem Stahl oder – bei noch höheren Anforderungen – aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Je nach Anwendungsfall sind verschiedene Edelstahlsorten möglich. Abhängig vom jeweiligen Einsatzbereich und den dort auftretenden Belastungen bietet der Hersteller unterschiedliche Stegvarianten aus einer Aluminiumlegierung an. In der Regel sind sie mit Stegen aus Aluminium ausgestattet, die sich in beiden Fällen in einem 1-Millimeter-Breitenraster präzise an die jeweilige Applikation anpassen lassen. Die Stege übernehmen zwei zentrale Aufgaben: Sie bilden die mechanische Verbindung zwischen den Kettenbändern und sind zugleich die unmittelbaren Berührungs- und Reibungspunkte mit den Leitungen, die in den Ketten geführt werden. Ihr Reibungskoeffizient hat damit entscheidenden Einfluss auf die Lebensdauer der Leitungen und die Zuverlässigkeit des gesamten Energieführungssystems.

Werkstoff Stahl, Bild: Tsubaki Kabelschlepp
In vielen Anwendungen gibt es keine Alternative zum Werkstoff Stahl mit seinen besonderen Eigenschaften. - Bild: Tsubaki Kabelschlepp

Kabelschlepp konzipiert die Kettenbänder mit Kettenlaschen in unterschiedlichen Geometrien, darunter ein offenes Anschlagsystem mit selbstreinigendem Effekt, um verschmutzungsbedingten Verschleiß zu minimieren und möglichst lange Standzeiten zu verwirklichen. Dieses Ziel verfolgt auch die Wartungs- und Schmiermittelfreiheit der Stahlketten: Sämtliche Produkte der Steel Line müssen nicht geschmiert werden und sind daher wartungsfrei.

Wartungsfrei und recyclingfähig

Mehrbandanordnung, Bild: Tsubaki Kabelschlepp
Für eine Gantry wurden verschieden große Stahlketten in Mehrbandanordnung in Kombina­tion mit Kunststoffketten angeordnet. - Bild: Tsubaki Kabelschlepp

Ganz unkompliziert können die Stahlketten über viele Jahrzehnte laufen – dem Hersteller sind Fälle bekannt, bei denen die Energieführung schon seit über 50 Jahren im Einsatz ist.

Sobald das Ende der Lebenszeit erreicht ist, brechen die Vorteile einer Stahlkette jedoch nicht ab – denn Energieführungen aus diesem Werkstoff können am Ende ihrer Lebenszeit bis zu 100 % recycelt werden.

Das schont Ressourcen und schützt die Umwelt: Der Einsatz einer Tonne Stahl im Recycling spart CO2-Emissionen in gleicher Höhe und vermeidet den Abbau von 1,5 t Eisenerz – ein Grund mehr, dem Werkstoff Stahl treu zu bleiben.

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