Zahnräder, Bild: Pixabay.com

Technologie wird in den nächsten fünf Jahren zu einem der wichtigsten Wettbewerbsvorteile. CEOs und Top-Entscheider sind sich sich, dass diese zusammen mit der Digitalisierung aber nur mit entsprechenden Mitarbeitern richtig angewandt werden kann. Bild: Pixabay.com

Die Befragten einer aktuellen Untersuchung der Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry haben die Fähigkeit, durch technologischen Fortschritt Veränderung in der eigenen Organisation zu gestalten, auf Platz eins der wichtigsten Kompetenzen gewählt. Gefolgt von grundsätzlichem Know-how um Technologie, Innovationsfähigkeit und Technikvermögen.

Führungskompetenzen stehen hinten an

Führungskompetenzen wie Personal- und Kulturkompetenz finden sich erst auf Rang acht. Schon heute verwenden die befragten Manager 40 bis 60 Prozent ihrer Zeit in strategischen, finanziellen und Führungsthemen auf technologische Fragestellungen.

CEOs und Top-Manager von heute haben vor allem eine Priorität: Ihr Unternehmen fit für das anstehende digitale und technologische Zeitalter zu machen“, sagt Douglas.

„Es geht darum die Geschäftsmodelle und Produkte der Zukunft zu finden, mit denen auch tradierte Unternehmen weiterhin im Wettbewerb bestehen und Arbeitsplätze sichern können. Viele bauen ihre Digital- und Technologiekompetenz an der Spitze gerade erst auf. Das bindet sie zeitlich heute deutlich stärker ein als noch vor fünf Jahren.“

Technologie, Innovation und F&E an der Spitze

Gefragt nach den wichtigsten Vermögenswerten der heutigen Zeit, findet sich Technologie auf dem ersten Platz wieder – in fünf Jahren ändert sich dies nach eigener Aussage der Befragten nicht.

Dagegen werden Innovation sowie Forschung & Entwicklung in fünf Jahren noch wichtiger sein. Sehen die Manager dies heute gerade auf dem fünften Platz, wird es aus ihrer Sicht zukünftig das zweitwichtigste Asset von Unternehmen sein. Dem folgen auf Platz drei und vier Produkt und Marke, die Top fünf schließt mit dem Asset Grundbesitz und Immobilien. Überraschend: Wird Kultur heute noch als sehr wichtig angesehen (Platz drei), kommt es in der künftigen Top fünf nicht mehr vor.

„Technologie wird von Menschen gemacht. Darum werden Menschen auch künftig maßgeblicher Werttreiber und Wettbewerbsvorteil von Unternehmen sein“, sagt Hubertus Graf Douglas. Davon sind auch 56 Prozent der befragten Top-Manager überzeugt. „Entscheidendes Asset von Unternehmen wird sein, ihre Mitarbeiter so zu entwickeln, dass sie den neuen Rollen- und Kompetenzprofilen digitalisierter Unternehmen gerecht werden. Wer das heute verschläft, schafft schwerwiegende Risiken.“

HR erhält eine neue Bedeutung

Aufgrund der immer knapperen zeitlichen Ressourcen vor allem von CEOs, kommt damit der HR-Funktion eine neue Bedeutung zu.

Hubertus Graf Douglas sagt: „Die Situation, dass sich der CEO vor allem auf Innovationsfindung und Technologie konzentriert, ist für HR-Chefs eine große Chance. Ihre Aufgabe wird es sein, die Menschen in den Organisationen auf die kommenden Herausforderungen der digitalen Transformation vorzubereiten und gezielt digital zu schulen und zu entwickeln. Selbstverständlich mit hundertprozentiger Rückendeckung ihres CEOs. Auf Augenhöhe – als Bestandteil des Top-Managements. Und nicht in der zweiten oder dritten Führungsebene.“ hei

Die Umfrage im Überblick

Die wichtigsten Kompetenzen künftiger Führungskräfte

  1. Fähigkeit, organisationale Veränderung durch Technologie ermöglichen
  2. Technologisches Know-how
  3. Innovationsfähigkeit
  4. Technikvermögen
  5. Finanzkompetenz
  6. Vertriebs- und Wachstumsexpertise
  7. Kundenverständnis
  8. Personal- und Kulturkompetenz

Die wichtigsten Assets von Unternehmen in fünf Jahren

  1. Technologie
  2. Forschung & Entwicklung / Innovation
  3. Produkte & Services
  4. Marke
  5. Grundbesitz & Immobilien

Korn Ferry hat 800 Top-Manager, darunter CEOs, Chief Commercial Officers und Chief Strategy Officers, weltweit dazu befragt, was sie als die künftig wichtigsten Kompetenzen von Führungskräften und Assets/Vermögenswerte ihrer Unternehmen sehen. Die Befragten kommen aus den Sektoren Industrie, Pharma- und Gesundheitswirtschaft, Finanzindustrie, Dienstleistungen und Konsumgüter.