Daihatsu-Cabrio Copen, Bild: Stratasys

Dank 3D-gedruckten Effect Skins können Autobesitzer ihren Daihatsu Copen an Front- und Heckschürzen mit geometrischen Mustern individuell gestalten. Bild: Stratasys

Während der letzten drei Jahre wurde 3D-Druck bei Daihatsu, ansässig in Ikeda (Osaka), erst im Prototyping, danach im Werkzeugbau und schließlich auch in der Produktion von Kleinserien genutzt – immer mit der Vision im Hinterkopf, eines Tages auch bei der individualisierten Massenfertigung im Konsumgüterbereich davon profitieren zu können.

Der Automobilhersteller hat sich deshalb nun mit Stratasys sowie dem Industriedesigner Kota Nezu (Znug Design Inc.) und dem 3D-Spezialisten Sun Junjie zusammengeschlossen, um aus der Vision Realität werden zu lassen. Das Ergebnis sind 15 sogenannte „Effect Skins” für die Front- und Heckschürzen des Modells Copen Roadster mit aufwändigen geometrischen und organischen Mustern in zehn verschiedenen Farben. Durch die individuell anpassbaren Designelemente sind den Gestaltungsmöglichkeiten, die jeden Wagen zu einem Unikat werden lassen, kaum Grenzen gesetzt.

Gedruckt auf Fortus Production

Effect Skins, Bild: Stratasys
Mit den Effect Skins können verschiedene geometrische und organische Muster verwirklicht werden. Bild: Stratasys

Hergestellt werden sie auf Fortus Production 3D-Druckern von Stratasys aus ASA-Thermoplasten, einem Kunststoff, der mechanische Widerstandsfähigkeit mit UV-Beständigkeit und hochwertiger Ästhetik in sich vereint. Die Produktion mit Stratasys sorgt vor allem für schnelle Prozesse: „Was wir früher in zwei bis drei Monaten hergestellt haben, machen wir nun in zwei Wochen”, sagt Osama Fujishita, General Manager, Corporate Planning Department, Brand DNA Office, Daihatsu Motor.

Wer Kosten senken und wirtschaftlich produzieren will, setzt normalerweise auf die Massenproduktion identischer Einzelteile. 3D-Druck ermöglicht jedoch nicht nur eine Herstellung individualisierbarer, sondern auch kostengünstiger On-demand-Produkte mit hochwertigem Design – das verdeutlicht auch das Beispiel Daihatsu. „Dieses Projekt wäre mit traditionellen Herstellungsverfahren und -mitteln nicht möglich gewesen”, so Kota Nezu von Znug Design. „Unserer Meinung nach profitiert die ganze Wertschöpfungskette von der Produktion maßgefertigter Bauteile mit 3D-Druckverfahren”, fügt Osama Fujishita hinzu. „Und es ermöglicht Kunden einen einfachen und schnellen Zugang.“

Das „Effect Skins“-Projekt wird 2016 zunächst in ausgewählten Märkten getestet. Die Vermarktung ist ab Anfang 2017 geplant.

Das neue Design-Konzept im Video (Quelle: Stratasys)