Hosentasche mit Werkzeugschlüssel, Bild: Pixabay

Dienstleister im Industrieservice-Bereich erwarten durch Digitalisierung und Beratungsleistungen noch mehr Wachstum. Bild: Pixabay

Der Industrieservice-Markt ist in Bewegung. Mit Anlagenbauern, Instandhaltungsgesellschaften von Industrieparkbetreibern sowie mit Allianzen drängen derzeit drei neue Anbietertypen in den Markt. Das Engagement von Private-Equity-Investoren sowie eine zunehmende Aktivität von Beratungsgesellschaften sorgen ebenfalls für zunehmende Dynamik. Parallel hierzu verändert sich die Nachfrage der Auftraggeber. Wachstumspotenziale sehen die Dienstleister in der Anpassung der Instandhaltung für die Industrie 4.0 sowie in Beratungsleistungen, insbesondere zu Instandhaltungskonzepten sowie in den Feldern Logistik und After Sales.

„Das neue Angebot trägt zur Weiterentwicklung des Industrieservice in Deutschland bei. Ob und welche Impulse sich letztendlich durchsetzen, bleibt indes abzuwarten. Mit den Anforderungen der Kunden verändert sich auch das Angebot. So heterogen wie die Anforderungen der Auftraggeber ist auch die Marktstruktur in Deutschland. Ein stärkerer Industrieservice steigert die Flexibilität der deutschen Industrie und ist insbesondere angesichts des demografischen Wandels ein Wettbewerbsvorteil“, kommentiert Lünendonk-Consultant Thomas Ball.

Großes Marktvolumen für Industrieservices

Grafik Beratungsleistung, Bild: Lünendonk
Die Instandhaltungsberatung ist sowohl heute als auch morgen ein Wachstumsfeld. Bild: Lünendonk

Die Beratungsgesellschaft TME Associates aus München schätzt das Marktvolumen für Industrieservice in Deutschland auf über 30 Milliarden Euro pro Jahr – hergeleitet von Service-Umsätzen der Anbieter in Deutschland sowie Instandhaltungsausgaben der Industrieunternehmen und Lebenszykluskosten im Anlagenbetrieb.

Die Berechnung von TME wird ergänzt von der subjektiven Einschätzung der Anbieter, die das Marktvolumen auf rund 20 Milliarden Euro am externen Markt sowie weitere 18 Milliarden Euro captiv taxieren. Der Branchenverband WVIS geht ebenfalls von einem Marktvolumen von über 20 Milliarden Euro aus. hei

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in der Lünendonk-Studie 2017. Die neunte Auflage der Studie zum Industrieservice-Markt in Deutschland enthält wesentliche Marktstrukturdaten zu Umsatz- und Mitarbeiterentwicklungen, Langzeitanalysen, Leistungsspektren, Kundensektoren, Pro-Kopf-Umsätzen und zur EBIT-Lage. Diese werden ergänzt durch die Einschätzungen der führenden Anbieter zu aktuellen Themen und Trends. In einem Sonderkapitel befasst sich die Studie mit der Auswirkung der Digitalisierung auf den Industrieservice-Markt. Bezogen auf das von TME ermittelte Marktvolumen von 30 Milliarden Euro generieren die Studienteilnehmer 7,4 Milliarden Euro in Deutschland oder rund 24 Prozent des gesamten Marktvolumens.