Weltkarte mit Bedrohungen, Bild: Avira

Täglich analysiert Avira Gefahren im Netz und die globale Bedrohungslage. Bild: Avira

Egal ob Sie in einem Internet-Café in New York sitzen, in London online auf Ihr Konto zugreifen, in Mailand dem neusten Schuh-Trend nachjagen oder in Berlin Ihren Twitter-Account checken, Bedrohungen lauern überall. Daher ist es besonders wichtig, Zuhause und unterwegs sich mit entsprechenden Programmen abzusichern.

Die größten Bedrohungen im Januar 2017

Auch wenn wir alle das Internet als einen fast grenzenlosen Raum wahrnehmen, gibt es ganz reelle und länderspezifische Malware. Ja, richtig gehört: Abhängig davon wo Sie sich gerade aufhalten, sind Sie unterschiedlichen Gefahren ausgesetzt. Hier die größten Bedrohungen ausgewählter Länder für Januar 2017:

  • In den USA werden Angriffe vor allem durch unerkannte Dateianhänge in E-Mails (W32/Patched.UA sowie ANDROID/TowelExploit.TGH) durchgeführt. Alleine im Januar konnten mehr als eine Million solcher Bedrohungen identifiziert und blockiert werden.
  • In Frankreich waren im Januar am häufigsten mobile Datenträger betroffen, die durch den Wurm WORM/LNK.Verecno.Gen infiziert wurden.
  • In Italien ging die größte Bedrohung vom Diebstahl diverser Passwörter und persönlicher Daten aus. Der Password Stealer DR/PSW.Delf.Cpm wurde von Avira über 400.000 Mal abgewehrt.
  • Im Vereinigten Königreich versuchte eine besonders hartnäckige Toolbar mitsamt zwielichtigem Installer Userdaten auszuspionieren. PUA/Linkury.Gen2 entfernte Avira insgesamt 66.000 Mal.

Top 4 Malware-Attacken im deutschsprachigen Raum

Aber nicht nur in der weiten Welt sind Sie digitalen Gefahren ausgesetzt. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedroht Schadsoftware Ihre Daten und PCs oder Smartphones. Mit welchen Sicherheitstipps Sie sich dagegen aktiv schützen können und welchen Angriffen deutschsprachige Nutzer im Januar ausgesetzt waren, erklärt Avira in vier Punkten:

  • Downloads immer sorgfältig prüfen: Die unrühmliche Nummer 1 unserer Liste führt die Potenziell Unerwünschte Anwendung (PUA) Linkury.Gen an, die über 10 Millionen Mal von Avira abgewehrt wurde. Linkury.Gen wird oft gemeinsam mit seriösen Anwendungen ungewollt heruntergeladen. Dadurch installiert sich eine lästige Toolbar im Internet-Browser, die man nur schwer löschen kann. Anwender sollten daher beim Download von Software immer prüfen, ob noch weitere Programme installiert werden.
  • Immer up-to-date sein: Die mit fast 3,5 Millionen Angriffen zweithäufigste Bedrohung versuchte sich über mit Schadsoftware infizierte Websites einzuschleichen. Die Infizierung ist für den Besucher der Website nicht sichtbar und heimlich lädt sich das sogenannte Exploit Kit HTML/ExpKit.Gen auf den PC. Es nutzt Schwachstellen im Betriebssystem oder Browser aus, um Schäden zu verursachen. Um sicherzugehen, dass Exploit Kits keine Chance haben, sollten Sie daher immer darauf achten, Software-Updates regelmäßig durchzuführen. Ein Software Updater hilft Ihnen dabei.
  • Ungewünschte Werbung einfach blockieren: Werbung auf Websites ist ein gängiges Mittel, um für Nutzer Online-Inhalte kostenlos anbieten zu können. Leider wird diese Praxis aber auch durch Adware, also ungewünschte und penetrante Werbeeinblendungen, missbraucht. Um sich beispielsweise vor ADWARE/DealPly.tejmd, mit 2,4 Millionen Attacken auf Platz 3, zu schützen, empfehlen wir einen Ad Blocker zu nutzen. In individuellen Einstellungen können damit gewünschte Werbungen weiter eingeblendet werden, nervige Adware hat damit aber keine Chance.
  • Auf jeden Klick achten: Ein E-Mail-Anhang, ein Klick und schon ist der Computer gesperrt. Erpressungstrojaner verbreiten sich häufig durch unbekannte Attachements. Einmal geöffnet, infiziert der Trojaner den Computer und verschlüsselt alle Daten. Gegen ein Lösegeld sollen die persönlichen Files wieder freigegeben werden. Mit dieser Masche machte TR/Drop.Agent.42496 im Januar Usern das Leben schwer. Avira zählte 2,25 Millionen Angriffe im Januar. Hier hilft vor allem, ein wachsames Auge zu haben. Verdächtige E-Mails am besten sofort löschen und auf keinen Fall unbekannte Anhänge öffnen. Ein unbedachter Klick könnte Sie sonst teuer zu stehen kommen!

Zuhause und unterwegs gut geschützt

Seien Sie Zuhause aber auch unterwegs immer gut geschützt. Online-Attacken stellen weltweit eine Gefahr dar. Nur ein umfassender Schutz vor PUA, Exploit Kits, Adware und Ransomware sowie ein wachsames Auge helfen, damit es online zu keinen bösen Überraschungen kommt – am Safer Internet Day und auch darüber hinaus. hei