Virtuelle Republik, Bild: Zeiss

Laut einer aktuellen Zeiss-Umfrage bei deutschen Unternehmensentscheidern wird die optische Technologie in Zukunft einen großen Einfluss in den Bereichen Kommunikation, Datentransfer und Mobilität haben. Bild: Zeiss

Auch im Bereich Produktion stufen 86 Prozent der Befragten optische Technologien als sehr wichtig oder eher wichtig ein, in den Bereichen Entertainment/Film/Fernsehen/Spiel und Erziehung/Bildung sind es immerhin noch 77 Prozent.

Deutsche Unternehmensentscheider gehen von der Verbreitung von Virtual-Reality-Anwendungen aus, insbesondere in den Bereichen Entertainment und Kommunikation (82 Prozent). 79 Prozent der Befragten gehen vom häufigen Einsatz von VR-Anwendungen in der Mensch-Maschine-Kooperation aus und knapp drei Viertel der Entscheider erwarten einen verstärkten Einsatz dieser Lösungen im Bereich Biomedizin (74 Prozent).

Die virtuelle Welt in der Realität

Einfluss auf Kaufentscheidungen, Bild: Zeiss
Künftig werden viele der Befragten ihre Kaufentscheidungen von VR-Anwendungen abhängig machen. Bild: Zeiss

Dass künftig Kaufentscheidungen auf Basis von VR-Anwendungen getroffen werden, erwarten die Befragten mehrheitlich bei Reisezielen (73 Prozent) und in den Bereichen Mobiliar/Inneneinrichtung. Aber auch beim Kauf von Autos (68 Prozent), Immobilien (66 Prozent), Kleidung (62 Prozent) und Sportgeräten (57 Prozent) kann sich die Mehrheit aller Entscheider vorstellen, Kaufentscheidungen von VR-Anwendungen abhängig zu machen.

„Die optischen Technologien sind Schlüsseltechnologien für unsere Zukunft. Ihre technologischen und wissenschaftlichen Anwendungen werden unser tägliches Leben immer stärker durchdringen“, ist sich Dr. Michael Totzeck aus dem Bereich Forschung und Technologie bei Zeiss sicher. „Die Bereiche Kommunikation, Datentransfer und -austausch, Mobilität und Verkehr, Biomedizin, Produktion sowie Erziehung und Bildung, aber auch Sicherheit oder Energiegewinnung gehören sicherlich zu den Zukunftsbranchen für optische Technologien, dafür ist die Umfrage ein deutlicher Beleg.“

In der Medizintechnik und für Additive Manufacturing wird bei Zeiss immersive Mikroskopie genutzt und dafür gerade neue VR-Szenarien entwickelt. „Aus den Daten und 3-D-Bildern der Röntgenmikroskopie und Computertomographie berechnen wir mit Partnern virtuelle Welten, durch die Ärzte und Herstellungsleiter mit einer VR-Brille ‚fliegen’ können. Dabei handelt es sich genau genommen nicht um VR-Welten, sondern um reale Einsichten ins Innere unseres Körpers oder von verwinkelten Bauteilen“, so Totzeck weiter.

AR-Szenarien im Arbeitsalltag

69 Prozent der deutschen Unternehmensentscheider sehen Augmented-Reality-Szenarien, das ist eine computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung, am ehesten im Bereich der Freizeitaktivitäten, im Arbeitsalltag erwarten immerhin noch 63 Prozent eine Verbreitung. Etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Umfrageteilnehmer geht davon aus, dass sich AR-Szenarien im privaten Umfeld und Alltag durchsetzen werden.

VR- und AR-Potenziale, Bild: Zeiss
Die Potenziale von VR- und AR-Technologie ist aus Sicht der Unternehmen sehr groß. Bild: Zeiss