Dr. Rolf Werner, Bild: Fujitsu
Dr. Rolf Werner, Fujitsu-Geschäftsführer. Bild: Fujitsu

Schwenkt man den Blick einmal auf konkrete Anwendungsmöglichkeiten im Geschäftsalltag, so finden sich vor allem im Bereich ortsbasierender Dienste und intelligenter POS-Lösungen spannende Zukunftsszenarien. Fujitsu-Geschäftsführer Dr. Rolf Werner nannte hier als Projektbeispiel seines Unternehmens die Kundenstromanalyse bei einer Kaufhauskette. Möglich werden solche Modelle der Kundeninteraktion durch die hohe Durchdringung mit Mobilgeräten, sagt Werner: „Ladenbetreiber können mittels Indoor Analytics das Bewegungsverhalten der Kunden analysieren und die Erkenntnisse nutzen, um Waren besser zu platzieren und mit gezielter Werbung Cross-Selling forcieren.“

Michael Gerhards, Bild: Airbus
Michael Gerhards, Geschäftsführer Airbus Cybersecurity Deutschland. Bild: Airbus

Wenn im Zuge der Digitalisierung die Datenmengen stetig wachsen und in der Cloud permanent zwischen weit entfernten Orten bewegt werden, stellen sich zwangsläufig auch immer Sicherheitsfragen. Als eher überraschender Anbieter positioniert sich hier seit einiger Zeit der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus mit seinen Geschäftsbereich Cyber-Security. Geschäftsführer Michael Gerhards erklärte in der Runde, dass insbesondere Industrie 4.0 und das Internet der Dinge neue Gefährdungsszenarien eröffnen: „Indem Unternehmen ihre Fertigungsanlagen immer stärker vernetzen, steigen auch die Risiken für Attacken. Mögliche Folgen sind nicht nur Produktionsausfälle, sondern auch Datendiebstahl durch Spionage.“ Zu den Besonderheiten dieses Umfelds zählen lange Lebenszyklen der Anlagen, aber auch die Integration historischer Anlagen.

Rolle der IT in der Digitalisierung

Dr. Thomas Endres, Bild: Voice
Dr. Thomas Endres, Vorsitzender des Präsidiums von Voice - Bundesverband der IT-Anwender, Bild: Voice

Welche neuen Anforderungen im Zuge der Digitalisierung auf das Geschäfts- und vor allem das IT-Management zukommen, beleuchtete schließlich noch Dr. Thomas Endres, der Vorsitzender des Präsidiums von Voice - Bundesverband der IT-Anwender. Er sieht als vordringlichste Aufgabe, dass Unternehmen den bestehenden Betrieb wie auch die kreative Weiterentwicklung parallel organisieren. „Vom CEO über den Aufsichtsrat bis zum CIO muss Einigkeit bestehen, dass auf der einen Seite der Betrieb und die kontinuierliche Weiterentwicklung sichergestellt sind, aber auf der anderen Seite neue Entwicklungen und radikale Innovation professionell etabliert werden.“

Es gibt noch viele Probleme und Hürden

Auch wenn die Vielzahl der genannten Beispiele ein recht positives Licht auf die Entwicklung der Digitalisierung werfen, so kamen in der Runde doch auch noch viele Hürden und Probleme zur Sprache, die die Umsetzung nach wie vor behindern. Das beginnt beim altbekannten Thema Gesetze und Verordnungen, auf die Schwarzer noch einmal hinwies: „Aktuell kämpfen wir noch mit hunderten von Schrifterfordernissen in den Gesetzen, die uns zu Papier und Bleistift zwingen.“

Karaman wies darauf hin, dass neben der bereits existenten Technologie vor allem das Umdenken in den Köpfen sehr wichtig sei: „Aktuelle Geschäftsmodelle vieler Unternehmen sind von disruptiven neuen Wettbewerbern bedroht, die nicht nur digitale Technologien einsetzen, sondern in ihren Entscheidungsprozessen auch sehr agil sind. Manchmal wird bei uns zu lang diskutiert, zu welcher Kostenstelle ein Digitalisierungsprojekt gehört, statt eine innovative Idee zeitnah umzusetzen.“

Aus Sicht von Werner ist vor allem Multi-Cloud-Management eine aktuelle Herausforderung, die die Anwender gelöst haben wollen: „Die Unternehmen wollen keinen Vendor Lock-In, sondern eine Management-Infrastruktur, die ihnen die Verwaltung unterschiedlichster Cloud-Services über eine Verwaltungskonsole ermöglicht.“

Gerhards sieht bei der Security die Anwender permanent gefordert, die Themen Detection und Prevention auf dem Schirm zu haben. Und beim Blick auf das Datenmanagement fordert Milde einen Bewusstseinswandel bei den Anwendern: „Unternehmen müssen nicht nur die Bedeutung der Daten für zukünftige Geschäftschancen verstehen, sondern auch die Ressourcen entsprechend nutzen, indem sie die Mitarbeiter miteinander verbinden.“ hei

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