Logistik, Bild: Pixabay.com

Lean Management verschlankt die Prozesse und sorgt dafür, dass alles reibungslos läuft. Bild: Pixabay.com

An erster Stelle optimieren die Betriebe dabei Prozesse und reduzieren Verschwendungsquellen. Zudem halten sie es für wichtig, die Durchlauf- und Rüstzeiten zu verkürzen. Das zeigen Ergebnisse der Studie „25 Jahre Lean Management“ der Unternehmensberatung Staufen. Rund 1350 Führungskräfte aus deutschen Industrieunternehmen wurden dafür in Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt befragt.

95 Prozent der Unternehmen halten die Optimierung ihrer Prozesse und die Reduzierung der Verschwendung für wichtige oder sogar sehr wichtige Methoden beim Übergang zur Fabrik der Zukunft. Damit stehen diese Werkzeuge in der Gunst der Unternehmen an erster Stelle. „Das Internet der Dinge zieht mit Macht in die Fertigung ein. Es ist davon auszugehen, dass sich die meisten produzierenden Unternehmen in spätestens zehn Jahren zur intelligenten Fabrik gewandelt haben werden“, sagt Wilhelm Goschy, Vorstand bei Staufen. „Der Erfolg einer Smart Factory hängt dabei zu einem großen Teil davon ab, ob das Unternehmen seine Prozesse vorher sauber definiert hat.“

Lean-Tools für die Fabrik 4.0

Grafik Lean-Management-Methoden, Bild: Staufen
Alle Lean-Management-Methoden werden von den Befragten in Hinblick auf die Industrie 4.0 als wichtig eingestuft. Bild: Staufen

Doch auch weitere Lean-Tools ebnen den Weg zur Fabrik 4.0: So messen rund neun von zehn Unternehmen auch der Reduzierung der Durchlauf- und Rüstzeiten eine hohe bis sehr hohe Bedeutung bei, genauso der wertstromorientierten Organisation, dem Varianten- und Komplexitätsmanagement sowie der Verbrauchssteuerung.

Zusätzlich belegt die Studie: Lean Management hilft dabei, dem mit Industrie 4.0 verbundenen Trend zur stärkeren Individualisierung von Produkten (Stichwort: Losgröße 1) gerecht zu werden. Gut drei Viertel der Studienteilnehmer sind davon überzeugt. „Wollen die Betriebe weiterhin in puncto Industrie 4.0 international an der Spitze bleiben, müssen sie die Entwicklung ihrer Fabriken in Richtung intelligente Produktion mindestens genauso stark vorantreiben wie bisher“, mahnt Staufen-Vorstand Goschy. „Der Taktgeber ist dabei Lean Management, also eine schlanke, dezentrale und damit effiziente Aufstellung der gesamten Organisation.“

Über die Studie „25 Jahre Lean Management“

Die Studie wurde von Professor Joachim Metternich vom Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der TU Darmstadt wissenschaftlich begleitet. Ausgangspunkt der Untersuchung war dabei das Buch „The Machine that Changed the World“, das Lean Management vor 25 Jahren international zum Durchbruch verholfen hat.

„Zwar gab es schon lange vor den 90er Jahren vielfache Ansätze, die Arbeit in der Industrie effizienter und effektiver zu gestalten. Doch erst mit dem Klassiker von James P. Womack, Daniel T. Jones und Daniel Roos entstand eine Management-Kultur, die zurecht von sich behaupten kann, die Denkmuster in den Fabrikhallen nachhaltig verändert zu haben“, so Staufen-Vorstand Goschy. „Ich freue mich daher ganz besonders, mit Daniel T. Jones einen der Autoren im Juli auf unserem Lean Kongress ‚BestPractice Day 2016‘ als Redner begrüßen zu dürfen.“

Die Studie „25 Jahre Lean Management“ kann unter folgendem Kontakt angefordert werden: Kathrin Kurz, k.kurz@staufen.ag