Rotorblattherstellung, Bild: Covestro

Das Rotorblatt wird hergestellt aus einer Halbschale mit Träger (links) und einer zweiten Halbschale (Mitte; deutlich zu sehen ist der dunkle Holmgurt). Das Bild rechts zeigt das fertige Blatt. Bild: Covestro

Covestro hat das erste Windkraft-Rotorblatt aus Polyurethan in Asien hergestellt. Das Blatt mit einer Länge von 37,5 Metern ist für Windturbinen mit einer Leistung von 1,5 Megawatt ausgelegt. Es wurde aus einem speziellen Infusionsharz gefertigt, zusammen mit Glasfasermatten von Chongqing Polycomp International, einem chinesischen Hersteller am Shanghai FRP Research Institute. Um das Rotorblatt zu fertigen, verwendeten sie eine Vakuum-Druck-Infusionsanlage mit kontinuierlicher Entgasung des Prozesstechnik-Anbieters Hübers Verfahrenstechnik.

Kim Klausen, globaler Leiter des Windenergie-Programms bei Covestro, sagt: „Dies ist ein weiterer Nachweis der Leistungsfähigkeit und der Kostenvorteile, die Polyurethane gegenüber Epoxidharzen in der Windenergieerzeugung bieten.“ Das Polyurethanharz habe gute physikalische Eigenschaften, eine hervorragende Fließfähigkeit und benetze die Glasfasern sehr gut. Außerdem werde bei seiner Verarbeitung weniger Wärme freigesetzt als bei Epoxidharzen, so das Unternehmen.

„Die schnellere Aushärtung ermöglicht eine deutlich verbesserte Produktivität“, sagt Kim Klausen. Das Harz wurde in enger Kooperation mit dem Covestro-Windkompetenzzentrum in Dänemark und dem Polymer Research Development Center (PRDC) in Shanghai entwickelt.

Kooperation mit Windkraftpartnern

Auf dem beim „China Summit Forum 2016 for International Wind Power Composite Materials“ in Zhejiang zeigte sich Roland Stoer, Geschäftsführer von Windnovation, einem Hersteller von Rotorblättern, angetan von den Möglichkeiten der Polyurethane: „Wir möchten das Design von Rotorblättern weiter optimieren und dabei die Vorteile von Polyurethanen in vollem Umfang nutzen.“ Das Unternehmen plant, gemeinsam mit Covestro weiter an der Entwicklung von Rotorblättern zu arbeiten. do