Prüfstand, Bild: Universität Göttingen

In Hannover zeigt die Universität Göttingen unter anderem den Prüfstand zur Messung des Drucks an den Kontaktflächen zwischen Reifen und Untergrund. Bild: Universität Göttingen

Der Einsatz schwerer Spezialmaschinen im Forst kann Verdichtungsschäden im Boden hervorrufen und zu deutlichen Fahrspuren an der Oberfläche führen. Wie können selbstfahrende Arbeitsmaschinen so betrieben werden, dass solche Bodenschäden vermieden werden? Die Abteilung Arbeitswissenschaft und Verfahrenstechnologie der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie hat den Druck an den Kontaktflächen zwischen Reifen und Untergrund sowie das Traktionsverhalten von Forstmaschinen untersucht. Das Team um Dr. Jörg Hittenbeck präsentiert in Hannover ihre messtechnischen Lösungen und Messverfahren zur Analyse des Zusammenspiels von Fahrwerken und Untergrund. Außerdem wird eine innovative Traktionshilfe für Forstspezialmaschinen in Leichtbauweise gezeigt.

Programmierung von Robotern

Spektrometer, Bild: Universität Göttingen
Spektrometer, mit dem Detektorsignale digital aufgezeichnet und ausgewertet werden können. Bild: Universität Göttingen

Die Programmierung von Anlagen und Robotern für die automatisierte industrielle Produktion ist langwierig und teuer. Deshalb werden kleine Produktserien häufig noch rein manuell gefertigt. Ein internationales Team unter der Koordination von Professor Dr. Florentin Wörgötter vom Bernstein Center for Computational Neuroscience am III. Physikalischen Institut hat eine Anlage entwickelt, die eigentlich für Menschen bestimmte Anweisungen in Programme für Industrieroboter übersetzt und durchführt.

Durch eine Verkettung mehrerer Anweisungen können so komplexere Prozesse erzeugt werden. Die Protokolle sind auch auf andere Maschinen übertragbar. Auf der Messe demonstriert das Physiker-Team dieses System anhand eines Industrieroboters interaktiv mit den Besuchern.

Die Arbeitsgruppe von Professor Dr. Hans Hofsäss am II. Physikalischen Institut entwickelt Apparate für komplexe wissenschaftliche Anlagen, die zum Beispiel am CERN in Genf zum Einsatz kommen. In Hannover zeigt das Team die Steuerung einer solchen Anlage mit einer Softwarelösung, welche die Nutzung eines großen Repertoires an Werkzeugen und Bibliotheken aus der Welt der Web-Entwicklung ermöglicht. Die Anlage lässt sich dadurch wesentlich schneller als bisher an ein dynamisches Forschungsumfeld anpassen. Außerdem präsentiert das Team ein Spektrometer, bei dem Detektorsignale synchron und in Echtzeit vollständig digital aufgezeichnet und ausgewertet werden.

Die Göttinger Wissenschaftler sind am Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen, Halle 2, Stand A08, zu finden.