Big Data auf Tablet,

Homogene Speicherlandschaften gehören der Vergangenheit an. Der digitale Fortschritt benötigt neue Speicherkonzepte. (Bild: © mhristov - Fotolia.com)

Bis vor wenigen Jahren waren die Speichernetze in den meisten Unternehmen noch in Direct-Attached-Storage (DAS), Network-Attached-Storage (NAS) oder Storage-Area-Networks (SAN) unterteilt. Deren Leistungsfähigkeit hing von der Anzahl und Performance des einzelnen Mediums ab.

Solid-State-Disks in Verbindung mit Software-Defined-Storage und Scale-Out-Architektur haben diese homogene Ordnung aufgebrochen. Die digitale Transformation beschleunigt mit datenzentrierten Geschäftsmodellen die Entwicklung der Speichertechnologien weiter.

transtec hat fünf Trends ausgemacht, die die aktuellen Marktentwicklungen bei den Speichertechnologien widerspiegeln.

Full-Flash erzielt höchste Leistung

Bei transaktionslastigen Anwendungen, wie komplexen Datenbanken, Data Analytics in Echtzeit oder sozialen Netzwerken, gelangen Festplatten-basierte Systeme schnell an ihre Grenzen. Prädestiniert für solche Aufgaben sind so genannte Full-Flash- oder All-Flash-Arrays, die ausschließlich mit Flash-Speichern bestückt sind sowie hohe I/Os und niedrige Latenzen aufweisen.

Der Fortschritt bei der Flash-Technologie ermöglicht steigende Kapazitäten bei gleichzeitig geringeren Kosten und trägt dadurch seinen Teil zum Erfolg und der Attraktivität dieser Systeme auf dem Speichermarkt bei.

Hybrid-Storage kombiniert Leistung und Kapazität

Stehen Leistung und zugleich hohe Kapazitäten im Mittelpunkt, spielen hybride Storage-Systeme ihre Stärken aus. Sie kombinieren die Kapazitäten von Festplatten mit der Leistungsfähigkeit von Flash-Speichern, die in diesen Systemen als intelligenter Cache fungieren.

Ein Anwendungsgebiet sind beispielsweise VDI-Infrastrukturen: Um die kurzfristigen Lastspitzen während eines Bootstorms abzudecken, steht Flashperformance zur Verfügung, während im Standardbetrieb die Performance klassischer Festplatten in Verbindung mit intelligenten Caching- und Schreibalgorithmen völlig ausreicht.

Storage-Tiering verbindet alle Vorteile

Sollen zeitgleich unterschiedliche Storage-Anforderungen bedient werden, bieten sich Storage-Tiering-Systeme an. Die Daten werden hier in Abhängigkeit der Zugriffshäufigkeit auf unterschiedlich schnellen Speichermedien (Tier) abgelegt. Häufig benötigte Daten liegen auf dem schnellsten Speichermedium, selten benötigte auf dem langsamsten.

Die Verteilung der Daten übernimmt eine intelligente Management-Lösung, die das Zugriffsverhalten überwacht. Wenn bestehende Systeme in ein neues Speicherdesign integriert werden sollen, bietet sich der Einsatz von Storage-Tiering im Rahmen eines Software-Defined-Storage-Konzepts an.

Server-based-Storage ist skalierbar

Server-based-Storage ist in zwei voneinander unabhängigen Szenarien einsetzbar: Ist er Teil eines Hypervisors, spricht man von einem hyperkonvergenten System. Für alle, die eine integrierte, einfach zu orchestrierende virtuelle Infrastruktur als private Cloud aufbauen wollen, ist solch ein System die erste Wahl.

Im zweiten Anwendungsfall dient Server-based-Storage als Basis für viele Software-Defined-Storage-Lösungen, die Speicherservices auf Standard-Hardware zur Verfügung zu stellen, wodurch eine nahezu beliebige horizontale Skalierung (Scale-out) von Server-based-Storage möglich ist.

Cloud-Storage punktet durch Wirtschaftlichkeit

Cloud-Storage stellt aus wirtschaftlicher und technischer Sicht eine interessante Alternative zu On-Premise-Storage dar, da die Abbildung der Flexibilität, Agilität und Skalierbarkeit einer Public-Cloud in der Private-Cloud nur mit sehr hohem Ressourcenaufwand möglich ist.

Da mittels Gateways eine einfache Verbindung zwischen der internen Infrastruktur und der Cloud zur Verfügung steht, gibt es vielfältige Einsatzszenarien, in denen Public-Cloud-Storage Unternehmen neue Skalierungs-, Wartungs- und Disaster-Recovery-Konzepte ermöglicht.

Unterstützung eines Dienstleisters suchen

"Wann welche Storage-Architektur zum Zuge kommen sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten", betont Jürgen Waiblinger, Solution Manager Infrastructure bei transtec in Reutlingen.

"So ist eine hybride Cloud als Erweiterung der eigenen Infrastruktur zur periodischen Lastabdeckung eine valide Lösung. Anwendungen, die beispielsweise auf einer Real Time Analytics Engine beruhen, werden eher auf einer Flash-Architektur konzipiert, während Backup-Kopien in der Public Cloud gut aufgehoben sind. Hinsichtlich der Auswahl und Implementierung ist jedoch die Unterstützung durch einen kompetenten externen Dienstleister zu empfehlen." hei

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