Messe SMM, Bild: HMC/Z/SMM

In diesem Jahr wird auf der SMM in Hamburg auch der Iran mit einer Ausstellungsfläche vertreten sein. Bild: HMC/Z/SMM

Bereits im Dezember 2015 war eine Delegation der Hamburg Messe im Iran auf der internationalen maritimen Fachmesse Iranimex zu Gast. Der Aufenthalt wurde genutzt, um Besucher, Aussteller und Delegationen nach Deutschland einzuladen. „Es gibt ein reges Interesse seitens der iranischen Wirtschaft an europäischen Produkten und deutschem Know-how“, sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress.

„Die SMM ist die wichtigste Plattform für Face-to-Face-Kontakte und Geschäftsabschlüsse in der maritimen Wirtschaft“, betont Hauke Schlegel, Geschäftsführer vom VDMA. Nach dem Ende der Sanktionen habe das Land einen hohen Bedarf an Innovationen und neuen Schiffen. „Wir sehen ein großes Potenzial in der Zusammenarbeit mit dem Iran“, sagt Schlegel. Das Equipment und die Technologie für den Schiffbau würden nach wie vor aus Deutschland und Europa kommen. Aus diesem Grund sei der Iran für die Zulieferbranche von zentraler strategischer Bedeutung, sagt der VDMA-Geschäftsführer.

Der Iran war viele Jahre vom Welthandel abgeschnitten. Die ersten Strafmaßnahmen waren vor mehr als drei Jahrzehnten von den USA verhängt worden. Mit der Umsetzung des Atomabkommens wurde im Januar 2016 ein Großteil der Sanktionen aufgehoben. Nach Angaben der staatlichen Reederei Islamic Republic of Iran Shipping Lines will der Iran bis zum Jahr 2020 rund 120 Milliarden Dollar investieren, um die landeseigene Schiffsflotte auszubauen.

Über die SMM

Die SMM ist mit mehr als 2100 Ausstellern die Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft. Führende Unternehmen aus rund 70 Ländern präsentieren vom 6. bis 9. September auf dem Hamburger Messegelände Innovationen, Trends und zukunftsweisende Technologien der Branche. Neben Big Data und Digitalisierung bildet in diesem Jahr das Thema Green Propulsion – alternativen und emissionsarmen Antriebstechniken wie LNG-, Methanol-, Hybrid- und Zweistoffantriebssysteme sowie Brennstoffzellen – einen Schwerpunkt der SMM.