Norelem lud zum Pre-Event der Formula Student ein. Bild: Norelem

Norelem lud zum Pre-Event der Formula Student ein. Bild: Norelem

Das zweitägige Event fand vom 28.bis 29. Juni 2016 in der Firmenzentrale in Markgröningen und auf der Rennstrecke in Bopfingen statt. Während des Race Camps hatten die Teams die Möglichkeit, sich mit den anderen von Norelem gesponserten Teams auszutauschen und zu vergleichen, die statischen Disziplinen zu üben sowie die Fahrzeuge auf Herz und Nieren zu testen. Am Norelem Race Camp nahmen acht Teams der Formula Student teil, die in der bisherigen Saison Produkte des Unternehmens im Rahmen eines Sponsorings erhielten wie Wellengelenke, Rillenkugellager, Sechskantschrauben oder Gewindeeinsätze.

Bei dem internationalen studentischen Wettbewerb bauen und konstruieren Studenten verschiedenster Studiengänge ihren eigenen Formelrennwagen. Außerdem dabei war das Solarcar-Team aus Bochum, die Ihren Thyssenkrupp Sunriser präsentierten. Auch von weiter her sind Teams angereist: Aus Paderborn, Zwickau und sogar Graz kamen die Teilnehmer teilweise (gefühlt) mitten in der Nacht an um dabei zu sein.

Am ersten Event-Tag in Markgröningen erwartete die Teams die Prüfung der statische Disziplinen. Diese sind in die drei Unterkategorien Engineering Design, Business Plan und Cost Report gegliedert. Juroren, die den Studenten auf den Zahl fühlten, setzten sich zusammen  aus Mitarbeitern, Alumni der Formula Student und Freunde des Unternehmens. Befanden sich die Teams gerade nicht in der Präsentation der statischen Disziplinen, nutzen sie die Zeit, um mit anderen Teams ins Gespräch zu kommen und sich deren Formelrennwagen und Konstruktionslösungen genauer anzuschauen.

Gegen Nachmittag fuhren die Teilnehmer nach Bopfingen. Bevor es zum gemütlicheren Teil des Tages überging, wurde am Abend die Strecke abgesteckt und verschiedene Slaloms und Schikanen eingebaut. Das verhindert, dass die Fahrzeuge zu schnell werden und fordert das Können der Fahrer heraus. Zur späten Stunde waren die Fahrzeuge immer noch Gesprächsthema Nummer eins. Manche Teams nutzten außerdem die halbe Nacht, um weiter an Ihren Fahrzeugen zu basteln, zu schweißen und zu tüfteln. Wir waren begeistert mit welchem Enthusiasmus und Engagement die Studenten an diesem Projekt mitwirken.

Erfahrungsaustausch mit anderen Teams. Bild: Norelem
Erfahrungsaustausch mit anderen Teams. Bild: Norelem

Am zweiten Event-Tag war es dann so weit: die Teams konnten auf die Rennstrecke kräftige Spuren auf dem Asphalt hinterlassen. Am Vormittag wurde zum größten Teil die dynamische Disziplin Acceleration (Beschleunigung aus dem Stand über eine 75 Meter lange Gerade) getestet. Gespannt haben sich die Teams beäugt und aufmerksam ihre Zeiten verglichen. Diese waren zum Teil sehr beachtlich. Im Anschluss fuhren die Teams komplette Runden. Teilweise auf Zeit, später verschieden lange Testrunden, bei denen die Teams verschiedene Setups zum Beispiel bei der Gewichtsverlagerung getestet haben. Der Tag war geprägt von röhrenden Verbrennermotoren, quietschenden Reifen und summenden Elektromotoren. Besonders die Fahrer legten sich richtig ins Zeug und waren am Ende ganz schön erschöpft. „Die Kartstrecke hat uns neue Erkenntnisse vor allem im Bereich Fahrertraining gebracht“, so Uwe Heidel vom WHZ Racing Team.

Das Solarcar-Team der Hochschule Bochum testete Ihr Fahrzeug auf einem separaten Streckenabschnitt. „Wir nutzten die Rennstrecke zur Vorbereitung auf die European Solar Challenge. Speziell unseren Boxenstopp mit dem Aufbocken des Fahrzeuges, das Abnehmen des Daches oder den Reifenwechsel konnten wir bei bestem Wetter üben“, freut sich das Team.

Leider lief nicht immer alles glatt. Manche Teams mussten kräftig schrauben und reparieren, während eine gebrochene Antriebswelle ein Team sogar zum Abbruch des Trainings zwang. Trotzdem konnten die Fahrzeuge am Ende des Tages eine ordentlich Kilometerzahl vorweisen. „Wir hatten zwei Klasse Tage und sind stolz drauf, wie unser eSleek4x4 performed hat. Neben den Dynamics gab es auch die Gelegenheit, die Statics durchzusprechen und so konnten wir schon viel Feedback für unser erstes Event in Italien sammeln“, zieht das Team der DHBW Engineering als Fazit.  jl