Symbolbild Brexit, Bild: Pixabay.com

Der deutsche Maschinenbau hat keine Angst vor dem Brexit. Nur 28 Prozent der Maschinenbauer erwarten Umsatzrückgänge. Bild: Pixabay.com

Die Umsatzerwartungen der Maschinenbauer für die nächsten zwölf Monate haben indes ein neues Rekordniveau erreicht: Für die Gesamtbranche gehen die Befragten im Maschinenbau-Barometer aktuell von einem Wachstum von 3,8 Prozent aus. Für das eigene Unternehmen sind sie mit durchschnittlich 6,7 Prozent sogar noch optimistischer. „Diese Spitzenwerte verdanken wir einer stabilen Entwicklung zu Jahresbeginn“, erläutert Dr. Frank Schmidt, Leiter des Bereichs Industrielle Produktion bei PwC. „Jedes vierte befragte Unternehmen konnte seine Gewinnmarge steigern, zwei Drittel haben sie auf konstantem Niveau halten können. Zudem registrieren wir eine Wende im Auslandsgeschäft.“ Rund die Hälfte der befragten Unternehmen konnte die Auslandsaufträge in den ersten drei Monaten des Jahres steigern. Lediglich zwei Prozent waren mit sinkender Auslandsnachfrage konfrontiert.

Trotz dieser insgesamt positiven Entwicklung stagniert der erwartete Anteil des Auslandsgeschäfts am Gesamtumsatz seit einem Jahr unter der 50-Prozent-Marke. „Dies ist für eine so exportorientierte Branche wie den deutschen Maschinenbau zu wenig“, kommentiert Schmidt. „Andererseits spiegeln sich in unseren Umfragewerten natürlich auch politische Unsicherheiten und internationale Krisen wider.“

Vor Brexit keine Angst

Dem bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU sieht die Mehrheit der deutschen Maschinenbauer hingegen weitgehend gelassen entgegen: 54 Prozent der Entscheider erwarten keine nennenswerten Auswirkungen auf ihr Geschäft, lediglich 28 Prozent befürchten einen Umsatzrückgang. Insgesamt rechnen die Befragten mit nur leichten Umsatzeinbußen von 0,4 Prozent. Eine Verlagerung von Standorten als Reaktion auf den Brexit erwägen nur drei Prozent der Unternehmen.

„Viel entscheidender für die Branche wird die weitere Entwicklung in den Vereinigten Staaten sein“, sagt Schmidt. „Sollte die vom US-Präsidenten angekündigte Steuerreform die Reindustrialisierung der USA weiter vorantreiben, müssen auch die deutschen Maschinenbauer ihre jeweiligen Produktions- und Vertriebsstrukturen auf den Prüfstand stellen.“ hei