Android der Zukunft, Bild: Pixabay.de

Technik beeinflusst die Gesellschaft nachhaltig. Aktuelle Game-Changer sind die Robotik, die Industrie 4.0 und das Internet der Dinge. Bild: Pixabay.de

Verschiedene Technolgien wie die Industrie 4.0 oder Entwicklungen in der Robotik werden auf unsere Art zu arbeiten massive Auswirkungen haben. Robert Gögele, Geschäftsführer bei Avanade Deutschland, Spezialist in den Bereichen Unternehmenstechnologie, Cloud und Managed Services, zeigt seine drei Top-Prognosen für das Jahr 2016.

Wir kommen in die Ära der digitalen Transformation

Die Ära der digitalen Transformation wurde schon lange ausgelobt, doch nun ist sie da. In der zweiten Hälfte dieser Dekade wird das Motto lauten "Digitalisieren oder Untergehen". Nur so können Unternehmen ihre Produktivität steigern, ihre Agilität erhöhen und sich von Mitbewerbern unterscheiden beziehungsweise am Markt bestehen. Viele Unternehmen haben ihren Weg zur digitalen Transformation im Rahmen von Projekten rund um das Thema Kundeninteraktionen in den verschiedenen Kanälen begonnen – um jedoch wirklich digital zu sein müssen Unternehmen nicht nur nach außen hin sondern auch innerhalb vollständig digital sein und auch ihre Produkte immer stärker um digitale Funktionen erweitern.

HMI, Bild: Mesago
2016 werden Unternehmen vermehrt digitale Arbeitsplätze für ihre Mitarbeiter schaffen. Bild: Mesago

In 2016 werden Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zunehmend weit mehr als elementare Kollaborations-Plattformen wie E-Mail bieten und implementieren. Sie werden stattdessen einen wirklichen digitalen Arbeitsplatz implementieren, um die Produktivität voranzutreiben und die "Knowledge Worker" in ihren Organisationen mit Möglichkeiten auszustatten und die Vorteile der digitalen Welt zu erschließen. Im kommenden Jahr werden Unternehmen sich darauf fokussieren, benutzerfreundliche Technologien für Social, Mobile, Analytics und Cloud Computing zusammenzuführen, um einen digitalen Arbeitsplatz zu schaffen. Jeder einzelne Mitarbeiter wird damit die Informationen erhalten, die er benötigt – zu jeder Zeit, an jedem Ort und über jedes Endgerät.

Eine neue Belegschaft aus Menschen, Maschinen und intelligenter Software wird entstehen

2016 werden Unternehmen vermehrt mit einer vermischten Belegschaft zu tun haben, in der sich Menschen, Maschinen und intelligente Software ergänzen. Eine vermischte Belegschaft wird viele der manuellen Prozesse automatisieren, die heute noch Menschen durchführen – aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden deswegen nicht weniger gebraucht. Ganz im Gegenteil, im zunehmenden Kampf um Talente und kluge Köpfe wird dieser Prozess den Menschen die Freiheit geben, sich auf geschäftskritische Themen und Innovationen zu konzentrieren.

Laut einer Studie von Avanade glauben 91 Prozent der Befragten, dass die heutigen Teenager in Rollen und Aufgaben arbeiten werden, die es heute noch gar nicht gibt. Solche neuen Tätigkeitsfelder werden zum Beispiel in den Bereichen Sicherheit, Identitätsmanagement und Datenanalyse entstehen. Zunehmend werden die Mitarbeiter sich mit künstlicher Intelligenz und Machine Learning in der Cloud beschäftigen; ein völlig neues Gebiet für ganz viele Menschen, die sich mit den enormen Datenmengen im Zeitalter der digitalen Kunden und dem Internet der Dinge auseinandersetzen.

Forschen für die Arbeitswelt 4.0 (Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)

Auch völlig neue Berufe wie Digital Humanists werden wir sehen – ihre Aufgabe wird es sein, Unternehmen ethisch in Bezug auf die Nutzung digitaler Technologien zu beraten. Derartige Veränderungen in den Berufsfeldern hat es in der Geschichte immer wieder gegeben, aber digitale Technologien bringen größere und schnellere Entwicklungen mit sich als wir es jemals zuvor erlebt haben. Während wir uns weiterbewegen hin zu dem was Gartner die ‚Algorithm Economy‘ nennt, müssen Unternehmen des DACH-Raums verstärkt auf digitale Arbeitsplätze für Knowledge Worker setzen. Damit reagieren sie auf den Informationsbedarf ihrer Mitarbeiter in ein komplett digitalisierten Umgebung, und um auch im Kampf um Talente in einer vernetzten Welt wettbewerbsfähig zu bleiben.“

IoT: Nicht länger ein Hype – es ist Teil der Wertschöpfung für Unternehmen

Internet der Dinge, Bild: Pixabay.de
Das Internet der Dinge wird 2016 zum Schlüsselfaktor für Unternehmen. Bild: Pixabay.de

Das Internet der Dinge oder Internet of Things – kurz IoT – wird 2016 zum Schlüsselfaktor für Unternehmen. Die Kosteneffektivität der Cloud und die zunehmende Leistung bei Lösungen zur Datenanalyse machen es einfacher, aus Daten unterschiedlichster Geräte und Systeme verwertbare Informationen zu machen – für ein Mehr an Produktivität. Avanade arbeitet bereits mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen um einen Mehrwert aus den ständig zunehmenden Datenquellen zu generieren und auch um mit neuen Produkten und Dienstleistungen erfolgreich zu sein, welche die Möglichkeiten von IoT nutzen.

Avanade hat zum Beispiel eine IoT-Lösung mitentwickelt, mit deren Hilfe ein Kunde großeDatenmengen von unterschiedlichen Systemen und Geräten auswerten kann, unter anderem auch Bilder von Drohnen. Diese Informationen werden genutzt, um den Anbau von Pflanzen zu optimieren und so die Erträge zu steigern. Kunden aus allen Branchen  berichten uns von dem großen Potenzial, das sie in IoT sehen, um ihre Produkte weiterzuentwickeln und um zusätzliche Dienstleistungsangebote anzubieten. Die Nutzung intelligenten Data Minings und vorausschauender Analysefähigkeiten zur Selektion relevanter Informationen wird 2016 eine der Schlüsselprioritäten für Unternehmen sein.