Photovoltaik-Anlage, Bild: Pixabay.de

Die Photovoltaik ist eine Zukunfstechnologie, die einen erheblichen ökologischen und ökonomischen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Bild: Pixabay.de

Der globale Erfolg der Solartechnik beruht auf den enormen Kostensenkungspotentialen, deren Verlauf analog der fertigungstechnisch ähnlichen Halbleiter- und Displaytechnologie ist. Die Photovoltaik bietet heute eine der wirtschaftlich attraktivsten Formen der Stromerzeugung. Die Produktionstechnologie für diese zukunftsweisende Spitzentechnologie stammt nach wie vor größtenteils aus Deutschland, auch wenn die Produktion der Solarzellen und Module überwiegend in anderen Ländern stattfindet. Es ist daher Aufgabe der Politik, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Photovoltaik-Produktion auch künftig am Standort Deutschland halten zu können.

Was wurde bisher erreicht?

Die Investitionen in die Entwicklung von Materialien, Prozesse und Anlagen für die Photovoltaik haben dazu geführt, das die Produktionskosten von Photovoltaikmodulen, die über die Hälfte der Kosten einer Solaranlage ausmachen, mit jeder Verdoppelung der weltweiten Produktion im Schnitt um 21,5 Prozent sinken.

Die Photovoltaik-Industrie in Deutschland mit ihren Material-, Zell-, Modul- und Anlagenherstellern sowie unsere starke Forschungslandschaft haben den größten Teil der Entwicklung geleistet. Die Exportquote für Anlagen und Maschinen aus Deutschland liegt bei mehr als 80 Prozent und der Marktanteil weltweit bei mehr als 50 Prozent. Die Herstellkosten von Solarmodulen sind in den letzten fünf Jahren um gut 60 Prozent gesunken. Bei einer weltweiten Solarinstallation von 227 Gigawatt bis Ende 2015 und einer im Zeitraum 2016-2020 erwarteten Installation von weiteren 387 Gigawatt ist mit einer Halbierung der Kosten bis 2021 zu rechnen.

Die momentanen mittleren Kosten für Si-Module am Spotmarkt betragen 0,52 Dollar pro Wattpiek ($/Wp) die maximalen Kosten erreichen 0,7 $/Wp. Anti-Dumping-Maßnahmen der EU verhindern momentan die Einfuhr solch günstiger Module aus China. In Deutschland liegen die Modulpreise bei 0,57 €/Wp [4] und damit quasi am Antidumping-Limit von 0,56 €/Wp. Die Maschinen und Anlagenbauer setzten sich für die Abschaffung der Reglementierung ein, da sie den Markt verzerrt.

Die entstehenden Stromgestehungskosten liegen 2016 im Bereich von 0,04-0,09 $/kWh und sinken bis 2016 auf 0,03-0,06 $/kWh. EEG-Ausschreibungen vom April 2016 zeigen jetzt schon sehr niedrige Stromgestehungskosten von unter 0,07 €/kWh in Deutschland. In den sonnenreichen Arabischen Emiraten erreicht bei der Ausschreibung die Kilowattstunde Strom aus PV-Kraftwerken indes schon 0,03 $/kWh. Die Stromgestehungskosten der Solarenergie liegen damit heute schon vielfach unter den Kosten für Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen.

Die EEG-Vergütung für Solarstrom ist zudem schneller als bei allen anderen Erneuerbaren Energien gesunken, in den letzten zehn Jahren von 0,5 €/kWh auf 0,12 €/kWh. Ausschreibungen sorgen für deutlich niedrigere Kosten. Jedes zusätzlich installierte PV-Kraftwerk senkt die EEG-Umlage pro produzierte Kilowattstunde. Die Kosten der mittels Photovoltaik produzierten kWh in einem Batteriespeicher gespeichert betragen 0,18 €/kWh, bei einer 20-jährigen Abschreibung und vier Prozent Kapitalkosten.

PV-Strom belastet die Netze nicht

2014 wurden drei Viertel der Photovoltaik-Leistung als Dachanlagen installiert und wiederum 60 Prozent davon mit Leistungen kleiner 40 kWp. Das heißt, die Erzeugung von Solarstrom ist weit verstreut über Deutschland, was die Anforderungen an den Netzausbau für PV-Strom reduziert. Weitere Netzstabilisierung kann durch Batteriespeicher erreicht werden.

Daten der Bundesnetzagentur zeigen, dass die Netzstabilität mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien zugenommen hat. In diesem Jahr gab es bereits Tage mit 80 Prozent (15.05.16), beziehungsweise sogar 95 Prozent (08.05.15) Anteil des Stroms aus Erneuerbaren Energien und das Stromnetzt blieb stabil. hei

Stromerzeugung in Deutschland bis 2014, Bild: Statista
Bruttostromerzeugung in Deutschland aus Energieträger in den Jahren 2000 bis 2014 in Terrawatstunden. Bild: Statista