Flüssigknete, Bild: Screenshot verlinktes Video, New Scientist

Die Flüssigknete ist dank der Nanoschicht so stabil, dass sie sogar in Stücke geschnitten werden kann. Bild: Screenshot verlinktes Video, New Scientist

Der Trick bei der Flüssigknete gelingt Forscher Xiaoguang Li und sein Team von der Tongji-Universität mit Hilfe von 20 Nanometer großen Partikeln aus Siliziumdioxid. Diese werden dadurch hergestellt, indem ein Silikagel auf einer Glasscheibe trocknet.

Die winzigen Teilchen bilden an der Oberfläche der Wassertropfen eine Schicht, die an den meisten Stellen nur ein Teilchen dick ist. Der Tropfen wird formstabil, indem die Teilchen sich zusammen ballen und ineinander verkeilen. So ist der Tropfen mit hydrophoben Werkzeugen knet- und formbar. Löst man die Teilchen wieder voneinander, zerfließt dieser.

Die Flüssigknete im Video des New Scientist

Anwendungsgebiete erforschen

Ähnliche Projekte gab es schon Anfang 2000. Damals produzierten Wissenschaftler "flüssige Murmeln", indem sie eine Flüssigkeit mit einem stark wasserabweisenden Pulver in Berührung brachten. Dabei entstanden kugelrunde Objekte mit pudriger, undurchsichtiger Hülle.

Flüssigknete formbar, Bild: Screenshot verlinktes Video, New Scientist
Die Flüssigknete kann auch beliebig geformt und verbunden werden. Ein mögliches Einsatzgebiet wäre als Behälter für chemische Reaktionen. Bild: Screenshot verlinktes Video, New Scientist

Das Ziel von Li und seinen Kollegen war es, dass Phänomen zu verstehen, zu verbessern und anwendungstauglich zu machen. Eine Idee ist die Flüssigknete als Behälter für chemische Reaktionen einzusetzen oder sie zu Kanälen zu formen, in denen Flüssigkeiten transportiert und gemischt werden. Auch als Linse könnte die Flüssigknete möglicherweise zum Einsatz kommen. Dafür würde sprechen, dass die Hülle aus Siliziumdioxid durchsichtig ist.