Mit fünf Schiffen brach Ferdinand Magellan auf, um einen Weg nach Indien von Westen her zu finden.

Mit fünf Schiffen brach Ferdinand Magellan auf, um einen Weg nach Indien von Westen her zu finden. Nur die Victoria kehrte heim nach Spanien, beladen mit Gewürzen. Ein Nachbau des Schiffes ist in Punta Arenas, Chile, zu sehen.

Erste Anläufe die Welt zu umrunden, gab es schon früh. Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan versuchte sein Glück 1519. Damals war Portugal die größte Kolonialmacht. Einige Jahre zuvor, 1489, erreichte Vasco da Gama Indien auf dem östlichen Seeweg. Die Portugiesen segelten noch weiter nach Osten und besetzten schließlich die Molukken, die Gewürzinseln, und eröffneten hier 1512 erste Handelsniederlassungen. Von den Inseln versprachen sie sich einen enormen Gewinn im Gewürzhandel: Die Muskatnuss wuchs damals nur auf den Molukken ebenso wie die Gewürznelke.

1519 machte sich Ferdinand Magellan mit einer Flotte von fünf Schiffen auf den Weg. Der Portugiese stand im Dienst des spanischen Königs Karl V. und suchte in dessen Auftrag einen westlichen Seeweg nach Indien und zu den Gewürzinseln. Diesen Plan entwickelte Magellan wahrscheinlich, als er im portugiesischen Seefahrtsarchiv eine geheime Karte entdeckte, auf der in Südamerika eine Durchfahrt zum Pazifischen Ozean eingezeichnet war. Magellan segelte an der südamerikanischen Ostküste entlang und suchte diese Durchfahrt. Er fand sie zwischen Patagonien und der vorgelagerten Insel Feuerland.

Die Magellanstraße

Ferdinand Magellan, Bild: wikimedia.org
Ferdinand Magellans Reise bewies, dass die Erde tatsächlich eine Kugel ist. In seine Heimat kehrte der Seefahrer jedoch nicht zurück. Bild: wikimedia.org

Nach ihm wurde sie später auch benannt: die Magellanstraße. Das weite, ruhige Meer, das vor ihm lag, nannte er den Stillen oder Pazifischen Ozean. Trotz dieses Erfolges sollte Magellan nicht mehr nach Spanien zurückkehren. Auf hoher See erkrankten einige Männer an Skorbut und erreichten nach langer Fahrt endlich die Philippinen. Beim Versuch die Einheimischen zum Christentum zu bekehren, wurde Magellan getötet. Seine Männer erreichten aber die Gewürzinseln und nahmen mehrere Tonnen Gewürze an Bord.

Nur eins von Magellans Schiffen, die Victoria, kehrte nach drei Jahren mit dieser reichen Beute wieder heim nach Spanien. Auch wenn Magellan selber nicht nach Europa zurückkehrte, gilt er als erster Weltumsegler. Damit war auch endgültig bewiesen, dass die Erde eine Kugel ist. Den Umfang der Erdkugel, den man vorher viel kleiner geschätzt hatte, erkannte man nun ebenfalls richtig. Dadurch erwies sich die westliche Seeroute allerdings auch als unpraktisch und viel zu weit.

Reiseschriftstellerin Ida Pfeiffer

Ida Pfeiffer, Bild: wikimedia.org
Als erste Frau umrundete die Reiseschriftstellerin Ida Pfeiffer allein die Welt. Bild: wikimedia.org

Als erste Frau umrundete im 19. Jahrhundert die erfolgreiche Reiseschriftstellerin Ida Pfeiffer allein die Welt. 1842 brach die damals 44-Jährige zu ihrer ersten großen Reise von Wien nach Konstantinopel auf. 1846 ging sie schließlich auf ihre erste Weltreise. Ihre Etappen waren dabei unter anderem Brasilien, Chile, Südindien, China, Armenien und Griechenland. Auf ihren langen Reisen legte sie insgesamt 240.000 Kilometer zur See und 32.000 Kilometer auf vier Kontinenten zurück. Damit war sie als Frau in der Zeit des Biedermeier eine viel beachtete Ausnahmeerscheinung.

Doch nicht nur zur See waren Menschen rund um den Globus unterwegs. Der Zeppelin LZ 127 umrundete 1929 als

erstes und bis heute einziges Luftschiff die Erde. Die Blütezeit der Zeppeline, benannt nach ihrem Erfinder Ferdinand Graf von Zeppelin, war von 1900 bis 1940. Sie wurden zur Personenbeförderung, aber auch militärisch eingesetzt. Die deutsche Technik setzte dabei Maßstäbe. Deshalb wird der Begriff Zeppelin häufig als Gattungsname für „Starrluftschiff“ verwendet.

Nach dem ersten Weltkrieg wurden die Luftschiffhallen als Folge des Versailler Vertrags geschlossen. Mit einem US-Auftrag gelang es, die deutsche Produktion in den 1920er-Jahren wieder anzukurbeln. Um die Werbetrommel für den ehemaligen Technologieführer zu rühren, wurde der neue Zeppelin LZ 127 zu spektakulären Demonstrationsfahrten eingesetzt (sehen Sie dazu hier ein Video von 1928). Der Zeppelin war ein Gigant: Er hatte eine Länge von 236,6 Meter und ein Traggasvolumen von bis zu 105.000 m³. Der „Graf Zeppelin“ umrundete im August 1929, gesponsert unter anderem vom amerikanischen Medienmagnaten William Randolph Hearst, die Erde.

Erster Ein-Mann-Flug um die Erde

Der amerikanische Milliardär Steve Fossett, Flugpionier und Regattasegler, war leidenschaftlicher Rekorde-Sammler. 1995 vollendete er als erster Mensch die Überquerung des Pazifischen Ozeans in einem Ballon. Doch das sollte nur der Anfang sein. Sein größter Erfolg war seine Ein-Mann-Weltumrundung 2005.

In seinem Flugzeug „Global Flyer“ benötigte Fossett dafür drei Tage. Die 35 Meter breite Global Flyer bestand aus Kohlefasern, hatte ein winziges Cockpit mit Düsentriebwerk und einer kleinen Heizung. 80 Tonnen Treibstoff waren an Bord, dennoch musste Fossett in großer Höhe fliegen, um sich von den Jetstreams, den Rückenwinden treiben zu lassen und so Treibstoff zu sparen. Am 3. März 2005 startete er in Selma, Kansas. Nach genau 76 Stunden, einer Minute und zehn Sekunden erreichte der Flugpionier nach 36.912 zurückgelegten Kilometern seinen Ausgangspunkt.

Entdecker Steve Fossett im Flugzeug Global Flyer, Bild: wikimedia.org
Steve Fossett nutze seine gigantischen finanziellen Ressourcen für abenteuerliche Rekordversuche, unter anderem im Spezial-Flugzeug „Global Flyer“. Bild. wikimedia.org

Als erstes Objekt im Weltall umrundete der sowjetische Satellit Sputnik 1 (Begleiter), im Oktober 1957 die Welt. Die Sputnik-Satelliten waren die ersten ihrer Art, welche die Erdumlaufbahn erreichten. Sputnik bewegte sich zunächst in etwa 96 Minuten einmal um die Erde. 92 Tage nach dem Start verglühte er beim Eintritt in tiefere Schichten der Atmosphäre.