„Es den Endkunden einfacher machen“

Enrico Krog Iversen, Bild: OnRobot
Der dänische Investor Enrico Krog Iversen ist mittlerweile ein Robotik-Spezialist. Er sieht vor allem die Cobotik als großen Wachstumsmarkt. Bild: OnRobot

Herr Krog Iversen, wie sind Sie zur Robotik gekommen?

Das war eher Zufall. Ich war mit einem anderen Projekt fertig und suchte etwas Neues, weshalb ich ein anonymes Inserat in der größten Geschäftszeitung Dänemarks platziert hatte: „Geschäftsmann mit bewiesenem Erfolg sucht Firma zum Leiten und Investieren.“ Ein Venture Capital Fonds kontaktierte mich und fragte, ob ich Interesse für das Projekt Universal Robots hätte. Ich habe die Produkte fünf Minuten angeschaut und gesagt: Ja gut, die Technik gefällt mir. Wenn ich mir vorstellen kann, etwas selber zu kaufen, dann kann ich es auch verkaufen. Also bin ich bei Universal Robots eingestiegen.

Da waren Sie lange CEO. Jetzt engagieren Sie sich bei Robotergreifern. Warum?

Nach dem Verkauf von Universal Robots suchte ich eine neue Herausforderung. Ich kannte den Gründer von OnRobot, einen ehemaligen Universal-Robot-Mitarbeiter, und als der einen Investor suchte, war es ein logischer Schritt, da einzusteigen.

Warum Greifer? Der Markt hat doch schon einige große, bekannte Player wie Schunk, Zimmer oder Schmalz.

Das kann man gut mit Universal Robots vergleichen. Da gab es auch Kuka, ABB, Fanuc und Yaskawa. Wenn man ein Extra in die Applikation bringt, wenn man extra Nutzwert für die Endkunden bringt, dann hat man auch eine große Chance als Newcomer. Man muss es den Endkunden nur einfacher machen.

Sie haben auch in andere Unternehmen in diesem Bereich investiert. Was ist hier zu erwarten? Was erwarten Sie von der Zukunft?

Ich glaube, dass wir, vielleicht nicht in drei, aber spätestens in sechs oder sieben Jahren, Roboter anders sehen werden als heute. Ein Roboter wird in vielen Bereichen ein ganz normales Werkzeug sein, wie eine elektrische Bohrmaschine. Wir werden den Einsatz von Robotern in ganz kleinen Betrieben mit vier, fünf Leuten bis hin zu den größten Unternehmen als normal erleben. Ich denke, dass Roboterarme zur Commodity werden und dass der besondere Nutzwert in Greifern und Sensorik liegt. Entsprechend habe ich in weitere Unternehmen investiert. Das ungarische Unternehmen OptoForce passt sehr gut dazu, weil es mit diesen Sensoren möglich wird, dass Greifer etwas fühlen. Und die Greiftechnik des amerikanischen Start-ups Perception Robotics orientiert sich unter anderem am Klebesystem von Geckofüßen, was viele neue Möglichkeiten eröffnet. wk

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