Künstliche Intelligenz (KI) - Trends 2020. Bild: Pixabay/frei

Wie wird KI unser Denken und Handeln bestimmen? Bild: Pixabay/frei

| von Dr. Kay Knoche, Pegasystems
Aktualisiert am: 23. Jan. 2020

1. KI wird besser verstanden

Der KI-Nebel lichtet sich zunehmend. In den vergangenen Jahren wurde von vielen Anbietern alles als KI bezeichnet, was auch nur im Entferntesten mit intelligenter Software zu tun hatte. Durch die wachsende Erfahrung der Geschäftsanwender mit KI sind sie nun aber zunehmend in der Lage, zwischen KI und Nicht-KI zu unterscheiden. Das wird es ihnen ermöglichen, sich im kommenden Jahr bewusst mit ihren unterschiedlichen Disziplinen wie Machine Learning (ML), Decisioning, Natural Language Processing (NLP) oder neuronalen Netzen auseinanderzusetzen.

2. Das Vertrauen in KI wächst...

KI wird in Unternehmen zur Normalität. Nach einigen initialen Fehlschlägen ist der Einsatz von KI für Unternehmen inzwischen berechenbarer geworden und sie liefert dort auch immer bessere Ergebnisse. Das Vertrauen der Unternehmen wächst deshalb kontinuierlich an. 2020 Jahr werden sie die Best Practices von KI immer besser verstehen und sie in der Folge auch in zunehmender Breite nutzen.

Künstliche Intelligenz: Wie intelligent sind Roboter schon? - Quelle: next Robotics

3. Machine Learning: Wo Potenziale liegen...

Machine-Learning-Marktplätze werden erwachsen. So werden immer mehr Unternehmen etwa Machine Learning einsetzen. Die meisten von ihnen verfügen allerdings nicht über die erforderlichen Experten dafür. Marktplätze wie Amazon Sagemaker, die Machine Learning „as a Service“ zur Verfügung stellen, werden deshalb 2020 massiv an Bedeutung gewinnen. Die Unternehmen können damit vorgefertigte KI-Modelle passgenau in ihre Architekturen einbinden, ohne dafür eine ganze Armee an Data Scientists zu benötigen.

Was ist künstliche Intelligenz? - Kurz-Definition

Die künstliche Intelligenz (Abk. KI, E artificial intelligence, Abk. AI) ist ein Teilgebiet der Informatik, welches sich mit der Erforschung von Mechanismen des intelligenten menschlichen Verhaltens befaßt (Intelligenz). Dieses geschieht durch Simulation mit Hilfe künstlicher Artefakte, gewöhnlich mit Computerprogrammen auf einer Rechenmaschine. (Quelle: https://www.spektrum.de)

4. Warum Mitarbeiter ihre Vorteile gegenüber KI ablegen...

Die Mitarbeiter legen ihre Ängste ab. Viele Mitarbeiter befürchten, dass sie durch KI-Technologien ihre Arbeitsplätze verlieren könnten. Diese Ängste werden sie nun nach und nach ablegen, da sie immer mehr persönliche Erfahrungen mit KI sammeln und zunehmend die Vorteile verstehen, die sie auch ihnen selbst bietet: nämlich effizienter und erfolgreicher arbeiten zu können und damit auch ihre eigenen Karrieren voranzubringen.

5. Diskussion um Ethik und KI nimmt Fahrt auf

KI-Governance wird zur neuen Disziplin. Im Jahr 2019 gab es viele Diskussionen über die Vertrauenswürdigkeit, das Verantwortungsbewusstsein und die Ethik von KI. Besonders viele konkrete Folgen haben sich daraus bislang aber nicht ergeben. Das wird sich 2020 ändern. KI-Governance wird im nächsten Jahr zu einer echten Disziplin werden, teilweise getrieben durch automatisierte Tests in KI-basierten Softwarelösungen.

6. Chatbots werden empathisch

KI im Kundenkontakt wird empathisch. Eine große Herausforderung beim Einsatz von KI im Kundenservice ist ihre mangelnde Einfühlsamkeit. So empfinden viele Kunden etwa Chatbots als zu profitorientiert und bevorzugen deshalb weiterhin Gespräche mit echten Menschen. Im nächsten Jahr werden sich viele Unternehmen daran machen, das zu ändern, indem sie Empathie in ihre KI-basierten Kundeninteraktionen einbetten.

„Bei ihrem Einsatz in der Unternehmenswelt hat die Künstliche Intelligenz inzwischen viele Kinderkrankheiten abgelegt und ist nun zunehmend auf dem Weg zu einem Normalzustand“, fasst Dr. Kay Knoche, Solution Consultant Next Best Action Marketing bei Pegasystems, zusammen. „Dabei sind aber nach wie vor große Herausforderungen zu bewältigen. Allen voran gilt es, Künstliche Intelligenz mit Ethik und Empathie auszustatten, um sie noch menschentauglicher zu machen.“ 

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