• Bagger_IOSB 1 klein

    Beim autonomen Bagger ‚IOSB.BoB’ ersetzt eine Toolbox auf dem Dach den Menschen in der Kabine. Die Algorithmen-Toolbox für autonome mobile Robotersysteme ermöglicht es, in unwegsamem Gelände zu navigieren, Hindernissen auszuweichen und Manipulatoren zu steuern – damit etwa eine Baggerschaufel auch tatsächlich verseuchtes Material aufnimmt und an der gewünschten Stelle wieder ablädt, so das IOSB. Bild: Fraunhofer IOSB

  • kit_fraunhofer_robdekon_ kletterroboter 2

    Der am ‚Institut für Technologie und Management im Baubetrieb’ und ‚Karlsruher Institut für Technologie’ (KIT) entwickelte Kletterroboter und Manipulator misst die radioaktive Belastung von Oberflächen, dekontaminiert sie und misst dann erneut, sodass die belasteten Areale schließlich freigegeben werden können. Bild: Patrick Kern und KIT

  • Telepräsenz und Leitstand am DFKI Robotics 3

    Telepräsenz und Leitstand am DFKI Robotics Innovation Center: Damit können laut DFKI Roboter Dekontaminationstätigkeiten selbstständig durchführen, während Menschen von einem sicheren Leitstand aus die Arbeiten koordinieren, überwachen und bei schwierigen Aufgaben ferngesteuert eingreifen. Bild: DFKI

  • FZI_AR-und-VR 4

    Der FZI-Roboter Lauron des ‚Forschungszentrums Informatik’ läuft auch durch unwegsames Gelände und soll Risiken erkennen, einschätzen und je nach potenziellem Nutzen bewusst eingehen. Foto: Forschungszentrum Informatik

  • ardea_LRU_2016_1440x810 TOP 1

    Ardea ist ein Micro Aerial Vehicle (MAV), welches von Grund auf am DLR entwickelt wurde. Zu den Hauptaufgaben den MAVs zählt die Exploration von unbekannten Umgebungen und die Hilfestellung von Rettungsteams in Katastrophengebieten. Bild: DLR

  • Crawler_2008_Mars-Szenario_16_9_1440x810 Top 2

    Im Hinblick auf den zukünftigen Einsatz beinbasierter Explorationsroboter dient der DLR Krabbler als Experimentalsystem für den Test verschiedener Gang-, Regel- und Navigationsalgorithmen. Der Roboter nutzt hierbei die Finger der DLR Hand II als Beine, welche neben leistungsstarken Antrieben eine einzigartige Sensorausstattung bieten. Bild: DLR

  • LRU2_on_Aetna_ROBEX_2017_back_1440x810 Top 3

    Die Lightweight Rover Unit (LRU) ist der Prototyp eines mobilen Roboters zur Exploration in unbekanntem, unwegsamem und schwer zugänglichem Gelände. Die Forschungsarbeiten zur Teilautonomie dienen als Vorbereitung für zukünftige planetare Explorationsmissionen und terrestrische Katastropheneinsätze. Bild: DLR

  • Quelle Bundeswehr  Jane Schmidt tEODor

    Der Manipulatorroboter wiegt gut 360 Kilogramm. Ausgestattet mit mehreren Kameras und einem Manipulatorarm, kommt tEODor mit seinen Gummiketten auch im Gelände oder auf Stufen zurecht. Zusätzlich zum Greifarm kann der Roboter mit einer Schrotflinte oder dem Richmond RE70, einem Bolzenschussgerät, ausgestattet werden. „Damit können wir eine Wasserladung, Holz- oder Stahlbolzen verschießen, um gegen Kampfmittel zu wirken”, erklärt Hauptmann Florian Hanol vom Ausbildungsstützpunkt Kampmittelabwehr in Stetten am kalten Markt. Bild: Bundeswehr

  • Bundeswehr rabe Quelle Bundeswehr Wilke Sebastian

    Scharfes Auge: Dieses Minikettenfahrzeug ist mit Kameras zur Rundumsicht, einer Funkverbindung sowie einer Schwachlichtkamera für den nächtlichen Einsatz ausgestattet. Überdies überwindet RABE Hindernisse wie Treppen oder unwegsames Gelände mühelos und ist quasi unzerstörbar. Man kann ihn durch ein Fenster werfen oder aus einer Höhe von 5 Metern fallen lassen, ohne dass er gravierend beschädigt wird. Sollte er auf dem Rücken landen, richtet er sich selbstständig wieder auf und ist direkt einsatzbereit. Bild: Bundeswehr

  • robot_igorek_00

    Auf der Militärmesse ‚Army 2018’ im August 2018 stellte der russische Rüstungskonzern Kalaschnikow mit ‚Igorek’ einen neuen Kampfroboter vor: Laut Anbieter sei, "Igorek ein einzigartiger anthropomorpher Marschkomplex, der zur Lösung verschiedener Kampf- und sogar Ingenieuraufgaben verwendet werden kann". Bild: English Russia

  • Top 4 Aerial_Manipulation_1440x810 Autonomer Doppelrotor-Hubschrauber mit Roboterarm beim Flugversuch

    Forscher der DLR Flugroboter-Gruppe haben einen industriellen Leichtbauroboter mit sieben Freiheitsgraden in einen autonomen Doppelrotor-Helikoper integriert. Mit dem System kann ein mobiler Serviceroboter mit magnetischen Rädern - der für die Pipeline-Inspektion und Wartung in für Menschen gefährlichen oder unzugänglichen Gebieten eingesetzt wird - automatisch abgesetzt und gewartet werden. Bild: DLR

  • Nabtesco ^1

    Robotic Drilling Systems (RDS) hat ein System aus mehreren vollautomatischen Bohrrobotern entwickelt, die selbstständig als Team auf Bohrinseln zusammenarbeiten. Bild: RDS und Nabtesco

  • Nabtesco ^2

    Für die Bohrinsel-Roboter benötigte RDS besonders leistungsfähige Antriebslösungen – und verwendet daher Getriebe von Nabtesco. Bild: RDS und Nabtesco

Die Welt durchläuft eine Arbeitsplatzrevolution, die das Zusammenspiel von Menschen mit Maschinen und Algorithmen revolutioniert. So das Fazit einer Studie des Weltwirtschaftsforums von Ende 2018. Bis zum Jahr 2025 werden mehr als die Hälfte aller laufenden Aufgaben am Arbeitsplatz von Maschinen oder Robotern erledigt werden, gegenüber heute 29 Prozent.

In Bereichen, in denen Roboter Menschen nicht nur entlasten, sondern auch besonders anstrengende, riskante und sogar lebensgefährliche Arbeiten komplett übernehmen sollen, hat dieser Prozess längst begonnen. Beispiele gefällig? 

Dekontamination: Roboter sollen schon bald in kerntechnischen Anlagen helfen, die Entsorgung von Altlasten übernehmen und dabei Dekontaminationsarbeiten ausführen. Menschen hingegen sollen solchen Gefahrenzonen künftig fernbleiben können. An der Verwirklichung dieser Vision arbeitet das neue vom BMBF geförderte Kompetenzzentrum Robdekon (Robotersysteme für die Dekontamination in menschenfeindlichen Umgebungen) unter Leitung des ‚Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung’ (IOSB).

Planetenerkundung: Fernab unserer Erde haben Roboter wie der autonome Rover Curiosity ihre Arbeit längst aufgenommen. Das ‚Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz’ (DFKI) und die Uni Bremen beschäftigen sich derweil mit der Entwicklung von intelligenten Robotern zur extraterrestrischen Erkundung. Im Mittelpunkt steht hier die Entwicklung von Robotersystemen für schwer zugängliches und steiles Gelände auf Basis biologisch inspirierter, innovativer Lokomotionskonzepte.

Mobile Roboter als Helfer bei Katastrophen

Katastrophenfälle: Auf der Erde können mobile Roboter bei Katastrophen unterstützen, indem sie Bilder und Karten erstellen und so helfen, Situationen einzuschätzen, ohne dadurch Menschen in Gefahr zu bringen. In solchen Katastrophenszenarien hilft eine lokale Autonomie zur Entlastung der Rettungskräfte bei der Steuerung der Systeme. Mehrere kooperierende Systeme steigern darüber hinaus die Effizienz der Arbeit.

Für diese Szenarien arbeitet das ‚Institut für Robotik und Mechatronik’ des ‚Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt’ (DLR) an Multikoptern, Rovern und Krabblern. Alle Systeme nutzen Stereobildverarbeitung und Inertialmesssysteme (IMUs) als Sensoren, um 2,5D- oder 3D-Karten zu erstellen, eine On-board-Pfadplanung durchzuführen und zu navigieren. Dadurch können sowohl fliegende als auch bodengebundene Systeme autonom ohne GPS durch unbekanntes, raues Gelände zu benutzerdefinierten Zielpunkten navigieren.

Roboter-Systeme können aber auch für Inspektions- und Wartungsarbeiten in für Menschen gefährlichen oder ansonsten unzugänglichen Gebieten eingesetzt werden. Um Menschen aus den Gefahrenzonen von Bohrplattformen zu holen, hat Robotic Drilling Systems beispielsweise ein System aus vollautomatischen Bohrrobotern entwickelt, das den kräfteraubenden und sehr gefährlichen Job des Bohrrohr-Platzierens und Werkzeug-Handelns übernehmen soll.

Kampfgebiete: Kampfmittelabwehrspezialisten der Bundeswehr setzen auf geschützte Transportfahrzeuge wie den Manipulatorroboter tEODor (Telerob Explosive Ordnance Disposal and observation robot). Seit 2018 bewähren sich außerdem nahezu wartungsfreie Roboter in der Truppe: Obwohl sie nicht fliegen können, werden sie RABE genannt: Roboter zur Aufklärung, Beobachtung und Erkundung im Orts- und Häuserkampf. Einige Spezialeinsatzkommandos der deutschen Polizei sowie die US-Streitkräfte sind ebenfalls mit diesem Roboter ausgestattet.