Servicerobotik, Bild: Messe München

Roboter als fleißige Helfer des Menschen, die komplexe Routinehandlungen übernehmen und dabei flexibel und autonom arbeiten: Die Servicerobotik war eines der Top-Themen auf der Automatica 2016. Bild: Messe München

Die Robotik boomt: Mit einer durchschnittlichen Roboterdichte von 74 Einheiten pro 10.000 Mitarbeitern hat der globale Durchschnitt in der Fertigungsindustrie einen neuen Rekord erreicht. Dies geht aus dem vom International Federaton of Robotics veröffentlichten World Robotics Report 2017 hervor. Dabei belegt Deutschland mit 309 Einheiten beim Ranking der am höchsten automatisierten Länder der Welt hinter Südkorea und Singapur Platz drei. Dieser Boom wird sich auch auf der diesjährigen Automatica widerspiegeln und Cobots und Mensch-Roboter-Kollaborationen werden bei Roboterherstellern aus aller Welt im Mittelpunkt stehen.

Infografik, Grafik: Messe München
Die Infografik verdeutlicht, wie die Nachfrage nach Industrie- und professionellen Servicerobotern bis 2020 nach Prognosen zufolge weiter zunehmen wird. Im Jahr 2016 jedenfalls belegte Deutschland in puncto Nachfrage nach Industrierobotern den fünften Platz. An der Spitze: China. Grafik: Messe München

Doch kurz vorweg: Was wären Roboter ohne ihre Komponenten? Deshalb wird es auch intelligente Elememente zu sehen geben. So wird beispielsweise Sick zeigen, was das Unternehmen unter Sensorintelligenz versteht. Und Schunk wird intelligente, vernetzte und feinfühlige Greifsysteme präsentieren. Doch zurück zu den Protogonisten: Kukas Roboter LWRiiwa soll künftig nicht mehr nur im industriellen Umfeld assistieren, sondern sich zum alltäglichen Begleiter des Menschen entwickeln. Auf der Messe wird der Hersteller neue Lösungen zeigen, die den Bereich der Cobots für industrielle wie allgemeine Anwendungen abdecken.

Wegweisende Entwicklungen

APAS-Produktionsassistent, Bild: Messe München
Der APAS-Produktionsassistent unterstützt Unternehmen auf dem Weg zur flexiblen Fabrik, beispielsweise durch seinen Einsatz bei der Ad-hoc-Kleinserienfertigung. Bild: Messe München

Bei Fanuc wird die Fabrik von heute und morgen im Mittelpunkt stehen. Im Rampenlicht dabei: die neue Scara-Serie, die ganze Welt der kollaborativen Roboter sowie Robotermodelle wie der Weltredkordhalter M-2000iA. Bei Yaskawa glänzen am Stand zwei hybride Roboter, zwei Motoman HC10, die sich sowohl für Standardapplikationen als auch für kollaborative Anwendungen einsetzen lassen. Bei Epson wird der Launch des WorkSense-W-01-Doppelarmroboters im Fokus stehen, der sich besonders für die Produktion individueller Produkte in niedriger Stückzahl eignet. Noch ist dieser Dualarm-Roboter, der auf der Automatica Premiere feiern wird, zwar nicht für Mensch-Roboter-Interaktion geeignet, dies lässt sich jedoch dank der multisensorischen Fähigkeiten bei entsprechender Nachfrage schnell umsetzen. Wem bei so viel illustrer, technischer Gesellschaft unbehaglich wird, kann sich auf der vom VDMA-Fachverband Robotik + Automation veranstalteten Sonderschau „Der Mensch in der Smart Factory“ mit den Fragen befassen: Wie kann der Mensch im Mittelpunkt bleiben? Welche Rolle spielt der analoge Mensch in der digitalen Fabrik? Denn klar ist, auch wenn die Robotik Vorteile wie die geforderte Null-Fehler-Qualität bringt und Arbeitsplätze ergonomischer als jemals zuvor werden: Die „Fingerfertigkeit und Adaptivität des Menschen werden unerreicht bleiben“, wie Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer, VDMA-Fachverband Robotik + Automation sagt.

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