Scheffler präsentiert auf der Hannover Messe das FAG-VarioSense-Lager. Bild: Schaeffler

Scheffler präsentiert auf der Hannover Messe das FAG VarioSense Lager. Bild: Schaeffler

Das Festo Motion Terminal, Foto: Festo
Das Festo Motion Terminal, Foto: Festo

Bei Festo ist das Messehighlight nicht unbedingt winzig klein und auch ein bisschen aufwendiger, aber es soll durchschlagende Wirkung haben: Wie das Smartphone vor zehn Jahren den Markt der Mobilfunk-Endgeräte durcheinandergewirbelt hat, so möchte das Unternehmen mit seinem Motion-Terminal (siehe Aufmacherbild) die Automatisierungstechnik auf den Kopf stellen. Ein Stück Hardware soll für das Ausführen vieler verschiedener Funktionen ausreichend sein. Enthalten in nur einem pneumatischen Produkt sind Mechanik, Elektronik und Software. Der Wechsel pneumatischer Funktionen sowie die Adaption auf neue Formate werden mittels Parameteränderung über Apps gesteuert. Die integrierte intelligente Sensorik für Regelung, Diagnose und selbstlernende Aufgaben erspart Zusatzkomponenten. Zum Start stehen zehn Funktionen über Motion Apps zur Verfügung: von der einfachen Änderung der Wegeventilfunktionen bis zu energieeffizienten Bewegungen, vom proportionalen Verhalten bis hin zur Diagnose-Leckage. Das Besondere dabei: Alles funktioniert mit einer identischen Ventilhardware.

Als weiterer Pneumatikhersteller wartet auch Aventics mit einer kleinen Messeneuheit auf. In diesem Fall ein wirklich kleines Gadget. Als schwarzes Kästchen kommt es auch recht unscheinbar daher, macht aber die Dämpfungseinstellung bei Pneumatikzylindern kinderleicht. Das Kästchen muss lediglich aufgelegt werden und zeigt über grünes oder rotes Leuchten an, ob die Dämpfung für das zu bewegende Gewicht richtig eingestellt ist. Der Clou dazu: es zeigt auch gleich an, ob eine festere oder leichtere Dämpfung benötigt wird und – viel wichtiger – ob diese über Drehen nach links oder rechts erreicht wird.

Lager mit intelligentem Clou

Schaeffler versteckt seinen kleinen intelligenten Clou in seinen Wälzlagern. Für den Antriebshersteller die ideale Stelle um Daten für Condition Monitoring und Predictive Maintenance einer Anlage einzufangen, daher bietet das Unternehmen seine FAG-VarioSense-Lager (siehe Aufmacherbild) an: Die Mechatronik-Entwickler von Schaeffler haben hier mehrere Sensorelemente in ein ringförmiges Gehäuse mit nur sieben Millimetern Bauhöhe integriert. Der Bauraum des Sensorclusters entspricht damit in etwa dem eines Radialwellendichtringes. So ergibt sich eine sehr kompakte Einheit. Klein und schlau also. Was kann alles gemessen werden? Die Temperatur im Bereich von -40 bis +125°C, die Drehzahl mit bis zu 17.000 min-1 inklusive Drehrichtungserkennung, die Anzahl der Umdrehungen bzw. die Position mit 56-96 Imp./Umdrehung (baugrößenabhängig), Schwingungssignale für langfristige Trendaussagen und die maximale radiale Wellenverlagerung mit einer Auflösung von 1 µm. Eine ganze Menge Daten, die das Lager damit liefern kann.