Hand greift in additiv gefertigtes Maschennetz, Bild: Hewlett Packard

ke NEXT forscht im Webinar nach, welche Verfahren Entwickler kennen sollten und was die Technologie laut HP zu bieten hat. Bild: Hewlett Packard

Additive Fertigung oder 3D-Druck, eine junge Technologie erobert derzeit Messen, Meetings und Büros im Maschinen- und Anlagenbau. Überall hören Interessierte von den Vorteilen der Technologien und auch, wer für sein Unternehmen und seine Arbeit keine Vorteile durch die addtive Fertigung sieht, kommt nicht mehr um die Thematik herum.

Mehr Freiheiten in der Konstruktion, eine schnelle Produktion und transparentes Qualitätsmanagement, das sind die Köder, mit denen die Hersteller von 3D-Druckern, um Kunden werben. Und die Technik hat das Potenzial, die Entwicklung von Maschinen auf eine neue Ebene zu heben. Denn die Ergebnisse lassen sich mittlerweile mit den Produkten aus der herkömmlichen Produktion vergleichen und können diese in einigen Anwendungen sogar übertreffen.

Auf der Suche nach neuen Trends und aktuellen Herausforderungen der generativen Verfahren führte ke NEXT viele Gespräche mit Experten und Entwicklern der Drucker, die zukünftig den Bau von immer größeren Fertigungsanlagen unnötig machen könnten. Der 3D-Druck jedenfalls kommt langsam im Maschinen- und Anlagenbau an. Die Gespräche, die wir dafür mit potenziellen Anwendern aus den Entwicklungsbüros und Konstruktionsabteilungen der Maschinen- und Anlagenbauer auf den Messen und in den Gesprächen führten, offenbarten zugleich viele offene Fragen. Die wichtigste Frage: Was bringt die Technologie den Maschinenbau-Unternehmen?

5 Gründe für mehr 3D-Druck im Maschinenbau

1. Weniger Zeit von der Idee zum Produkt

Eben noch steht man mit den Kollegen zusammen und hat einen Einfall für das neue Projekt. Zurück am Computer stellt der Konstrukteur entnervt fest, dass sich der Gedankenblitz von eben nicht umsetzen lässt. Der Grund dafür ist oft die Fertigungslinie mit Ihren Anforderungen und Einschränkungen für neue Werkteile.

2. Potentielle Fehler werden schnell erkannt

Maschinen- und Anlagen so zusammenzufügen, dass am Ende jedes Schräubchen genau da sitzt, wo es hin soll, das ist anspruchsvoll. Wie gut, dass es für die passgenaue Auslegung gute Simulationstools gibt. Dennoch werden manche Fehler erst dann entdeckt, wenn die Teile der Maschine oder Anlage zusammengefügt werden sollen. 3D-Druck kann da helfen, denn je früher das erste fertige Teil produziert ist, desto schneller können Schwachstellen entdeckt werden.

3. Neue Konstruktionsideen durch Vernetzung
Sprechende Maschinen und vernetzte Fabriken für eine smarte Industrie werden als Ziel genannt, wenn es auf Kongressen und Messen um die Zukunft der Maschinen- und Anlagenbauer geht. In der Konstruktion bietet die digitale Vernetzung Chancen für bessere Lösung durch Austausch mit Kollegen. Communities rund um den 3D-Druck gibt es viele und nicht alles sind Bastler. Vor Jahren machte General Electric Schlagzeilen mit einer Ausschreibung für ein Flugzeug-Motorenlager: Das Ziel war es ein Motorenlager zu designen, dass durch additive Fertigung hergestellt werden sollte. Der Sieger der Ausschreibung war ein Design-Vorschlag aus Indonesien, durch den 80 Prozent des Gewichts eingespart werden konnte.