Supermann ist für besondere Heldenleistungen bekannt. Auch manche Maschinenelemente leisten Besonderes. Bild: Fotolia – strels

Supermann ist für besondere Heldenleistungen bekannt. Auch manche Maschinenelemente leisten Besonderes. Bild: Fotolia – strels

Konstrukteure, die Maschinen und Anlagen für Hygienebereiche konstruieren, stehen vor einer herausfordernden Aufgabe. Denn sie müssen jegliches Risiko, dass die von ihnen eingesetzten Komponenten die herzustellenden Güter mit Mikroorganismen oder Schmutz kontaminieren ausschließen.

GN 20, Bild: Arno Arnold
GN 20, Bild: Arno Arnold

Das bedeutet, dass sämtliche Elemente und Oberflächen entsprechend ausgelegt sein müssen. Verschmutzungen dürfen sich nicht festsetzen und müssen leicht entfernbar sein. Neulinge aus einer Normelementefamilie im Hygienic Design unterstützen die Konstrukteure bei dieser Aufgabe.

Besonderheiten des Stellfußes GN 20:

Den Jungspund aus Edelstahl gibt es ohne oder mit Befestigungsbohrungen. In der letzteren Variante ist er bereits nach den neusten EHEDG-Richtlinien zertifiziert. Geeignet ist er für den Einsatz in hygienisch sensiblen Bereichen, wo er eine leichte und schnelle Reinigung ermöglicht. Dabei ist er totraumfrei durch funktionale Dichtungen.

GN 20, 2, Bild: Arno Arnold
GN 20, Bild: Arno Arnold

Der Helden-des-Alltags-Verdienstorden gebührt dem Stellfuß GN20 für die folgende Leistung:

Durch seine spezielle Konstruktion trägt er zur Nachhaltigkeit bei, indem er die Umwelt und den Geldbeutel schont. Dank des selteneren und kürzeren Reinigungsaufwands, der bis zu 25 Prozent der Produktionszeiten betragen kann, steht mehr Zeit für Produktion zur Verfügung, wird weniger Frischwasser benötigt, fällt der Energiebedarf geringer aus, benötigt man weniger Reinigungsmittel und fällt weniger Abwasser an.

GN 20, 3, Bild: Arno Arnold
GN 20, Bild: Arno Arnold

So schaffen die Saubermänner ihre Leistung:

Bei Elementen, die in Hygienic Design ausgeführt sind, haben Dichtungen die zentrale Funktion, Toträume, Spalten und Ritzen vor dem Eindringen von Reinigungsflüssigkeiten oder Produktresten zu schützen. Dazu ist eine definierte Vorspannung und Pressung der Dichtungen für die zuverlässige und dauerhafte Dichtheit im montierten Zustand notwendig. Innerhalb der Produktfamilie Hygienic Design sind deshalb Dichtungseinbauräume sowie Dichtungsquerschnitte per Simulationssoftware so berechnet und ausgelegt, dass bei der Montage die nötige Flächenpressung erreicht wird und gleichzeitig der Dichtungswerkstoff nicht überbeansprucht wird.

Grafik 1, Bild: Arno Arnold

Die Dichtungen im Einzelnen:

Sie unterscheiden sich grundlegend in statische und bewegliche Dichtungen. Die statischen Dichtungen des Stellfußes, oben zur Montagefläche hin (Dichtring) und unten zur Aufstellfläche (Bodendichtung), werden bei der Montage durch Festziehen entsprechend dicht gespannt. Dabei sollte der Konstrukteur sicherstellen, dass alle mit den Dichtungen in Kontakt stehenden Flächen eine Oberflächengüte von mindestens Ra 0,8 μm aufweisen. Die beweglichen Dichtungen an der Verstellhülse (Stangendichtung) sowie an der Gelenkkugel (Gelenkdichtung) des Fußes sind so gestaltet, dass sie eine Anpassung in Höhe und Winkel zulassen. Auch bei ihnen gewährleistet der Einbauraum zusammen mit dem Dichtungsquerschnitt eine spaltfreie, vorgespannte Abdichtung.

Grafik 2, Bild: Arno Arnold

Konstrukteure und Ingenieure, die ihren persönlichen Stellfuß konfigurieren möchten, können dies so:

Auf die Homepage www.ganter-griff.de gehen, dann auf „Normelemente in Hygienic Design“ klicken, danach auf „Hier finden Sie die Stellfüße GN 20 in Hygienic Design!“ gehen.

Name: Stellfuß GN 20

Herkunft: aus dem Hause Ganter Griff

Kennzeichen und Fähigkeiten: Der Hygiene-Stellfuß GN 20 ist für den Einsatz in Hygienebereichen vorgesehen. Die hohe Oberflächengüte verhindert das Anhaften von Schmutz und erleichtert die Reinigung. Der Dichtring oberhalb der Verstellhülse ermöglicht eine totraumfreie Befestigung. Die beweglichen Komponenten sind durch die Stangen- und Kugeldichtung gegenüber der Umgebung abgedichtet.

Charakter: Spindel, Verstellhülse und Fußteller bestehen aus nichtrostendem Edelstahl 1.4301. Dieser Stahl ist gegen Wasser, Wasserdampf, Luftfeuchtigkeit, Speisesäuren sowie schwache organische und anorganische Säuren beständig und eigent sich deshalb für Anwendungen in der Nahrungsmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie und der Medizintechnik. Seine blauen Dichtungen sind FDA-konform. Dabei besteht der statisch flachdichtende Dichtring, der die Verstellhülse gegen die Montagefläche abdichtet, aus Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR) und verfügt über eine Härte von 70 Shore A (plus/minus 5 Shore). Die drehbare und axial verschiebbare Stangendichtung aus Thermoplasturethan (TPU) mit einer Hörte von 95 Shore A (plus/minus 5 Shore) dichtet die Verstellhülse gegen den Spindelschaft ab. Der in zwei Ebenen schwenkbare Gelenkdichtring aus Hydriertem Acrylnitrilbutadien-Kautschuk (H-NBR), der zwischen Kugel und Spindel abdichtet, verfügt über eine Härte von 85 Shore A (plus/minus 5 Shore). Die statisch flachdichtende Bodendichtung aus Silikon dichtet den Fußteller gegen die Aufstellfläche ab. Sie ist durch eine Härte von 85 Shore A (plus/minus 5 Shore) gekennzeichnet.

Darauf sollte der Konstrukteur achten: Beim Stellfuß mit Befestigungsbhohrungen sind hygienegerechte Befestigungsmittel und eine lagerichtige Einbringung der Montagebohrungen zwingend erforderlich.

Urkunde EHEDG-Richtlinien, Bild: Arno Arnold
Die Stellfüße GN 20 mit Befestigungsbohrungen sind nach den neuesten EHEDG-Richtlinien zertifiziert. Das European Engineering & Design Group (EHEDG) ist ein europäisches, gemeinnütziges Konsortium. Bild: Arno Arnold