Erdacht hat das Mecanumrad der schwedischen Erfinder Bengt Ilon im Jahr 1973. Kern der Erfindung: Auf die Lauffläche eines Rades werden mehrere tonnenförmige Rädchen in einem von der Laufrichtung abweichenden Winkel angebracht. So ist es möglich Körper ohne Lenkbewegung diagonal und senkrecht zur Laufrichtung zu bewegen.

Diese originäre Form des omnidirektionalen Rades wird heute in der Industrie vielfältig angewendet. Kuka bietet beispielsweise im Segment Mobility Lösungen im Bereich Indoor-Schwerlasttransporte oder bei Arbeiten mit großen Bauteilen, wie Windkrafträdern oder Großgetrieben. Auch die badische Firma Imetron hat das Mecanumrad im Portfolio und stellt verschiedene Mobilitäts- und Assistenzsysteme zur Verfügung. Der Hersteller stellt die Vorteile der Technologie damit heraus, dass gerade bei beengten Raumverhältnissen in allen Achsen beweglich gesteuert werden kann. Diese Antriebstechnologie ist also ausgereift präsent in der modernen Industrie. 

RAD 2.0 - Das Mecanumrad von Omniroll

Omnibase auf Hannover Messe
Der Omnibase auf der Hannover Messe. Bild: ssc

Die Schweizer Ingenieure von Omniroll behaupten nun aber das Mecanumrad neu erfunden zu haben. Das Problem der bisher konstruierten Räder? Durch den Polygloneffekt, der zu einem schlechten Ablaufverhalten führt, kann es beim klassischen Mecanumrad zu ungenauen Positionierbarkeit und unruhigem Fahrverhalten kommen. Diesen Effekt haben die Schweizer Tüftler nun in mehrjähriger Entwicklungsarbeit, nach eigenen Aussagen, eliminiert. Ziel war es eine genaue Steuerbarkeit zu realisieren und die Laufruhe des Mecanumrades weiter zu verbessern. Dies entpuppte sich jedoch als Herausforderung. Gelöst wurde das Problem schlussendlich durch die Positionierung von mindestens zwei nebeinander liegenden Radkränzen. Der Vorteil: Durch diese Anordnung liegen immer mehrere Rollen parallel auf der Unterlage auf, so dass Unebenheiten ausgeglichen werden können.

Im Vergleich zu den bisher handelsüblichen Mercanumrädern ergibt sich ein nahezu erschütterungfsfreies Rollverhalten. Auch auf die Positionierbarkeit soll sich diese Konstruktion positiv auswirken. Basierend auf diesen Erkenntnissen realisierten die Schweizer daraus mit der Antriebsplattform Omnitrax und der Antriebseinheit Omnibase zwei neue verbesserte Mecanumradapplikationen für die Industrie.

Durch die parallelen Radkränze wird ein Gleiteffekt erzielt. Video: Omniroll

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