Entmistungsroboter: sauberer Stall auf Knopfdruck 1

Dies soll Landwirten und Zuchtbetrieben helfen Betriebskosten zu sparen.

Bereits vor zwei Jahren hat Schauer Agrotronic, ein Unternehmen für Stalltechnik mit Sitz in Prambachkirchen, erstmals den Prototypen des Entmistungsroboters Enro, der gemeinsam mit der Fachhochschule Wels in Oberösterreich entwickelt wurde, präsentiert. Der Roboter sorgt für einen sauberen Stall und beseitigt Infektionsquellen für Klauenkrankheiten. Er bewegt sich selbstständig durch die Laufgänge, plant seine Routen automatisch und übermittelt seine Reinigungs-Protokolle per WLan. Nun ist der Entmistungsroboter zur Serienreife weiterentwickelt worden.

Computer-Simulation stieß an Grenzen

Aufbauend auf den Erfahrungen dieses Vorprojekts entwickelten die Unternehmen Schauer Agrotronic, Dataformers und Kutek das neuartige Produktsystem. Es umfasst die Komponenten Ladestation, Fahrroboter, Werkzeugmodul, Betriebssystem, Programmier- und Bediensoftware.

„Aus dem Vorprojekt haben wir gelernt, dass dieses Produkt teilweise extremen Bedingungen im Arbeitsalltag ausgesetzt sein wird. Diese hohen Anforderungen, gepaart mit „tierischer“ Unberechenbarkeit, sind im Computer so gut wie nicht simulierbar“, erzählt Mag. Christoph Weiermayer vom Designbüro Weiermayer Industrial Design, der das Projektteam im Bereich Projektmanagement und Produktdesign unterstützte. Das Projektteam entschloss sich deshalb bereits sehr früh zum Bau eines ersten – sehr einfach gehaltenen – Funktionsmusters für umfangreiche Praxistests.

Entmistungsroboter

Der Roboter im Einsatz.

Parallel zur technischen Entwicklung entstanden in einem professionellen Designprozess das modulare Fertigungskonzept und das äußere Kleid des Produktes. Mit innovativer Kunststofftechnik gelang es, eine dynamische Erscheinungsform in Verbindung mit allen Anforderungen an Stabilität, Dichtheit und Schmutz- und Chemikalienresistenz umzusetzen. Das modulare Konzept stellte sich als wesentlicher Vorteil gegenüber dem Mitbewerb heraus. So sind auch weitere Produktvarianten – wie ein automatisierter Futterschieber – möglich.

Der Kunststoff-Cluster (KC) ist mit rund 400 Unternehmen und einem Gesamtumsatz von ca. 16,2 Mrd. Euro die größte Cluster-Initiative in Österreich. Die Mitgliedsbetriebe kommen aus allen Branchensegmenten der Wertschöpfungskette: Rohstoffe und Rezyklate, Kunststoff-Verarbeitung, Kunststoff-Maschinenbau, Formen- und Werkzeugbau, kunststofftechnische Dienstleistungen, F&E und Ausbildung. www.kunststoff-cluster.at

Der Mechatrionik-Cluster (MC) vereint 320 Unternehmen aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Geräte- und Apparatebau, Komponentenfertigung, Technologie-entwicklung, F&E- und Bildungseinrichtungen. Die Forcierung von Kooperationen und Wissenstransfer zischen den Unternehmen sowie Internationalisierung sind Schwerpunkte des Clusters. www.mechatronik-cluster.at