Paul Quitzau - Bild: Universal Robots

Für Paul Quitzau, Senior Engineering Manager bei Tegra Medical, ist der Produktionsablauf nun ideal und ermöglicht die produktionssteigernde Automatisierung von repetitiven Aufgaben, auch auf engem Raum. Bild: Universal Robots

Steigende Kosten und von Kunden geforderte Preissenkungen hatten beim Medizingerätehersteller Tegra Medical zu spürbaren Gewinneinbußen geführt. Durch den Einsatz von drei kollaborierenden Roboterarmen von Universal Robots in der maschinellen Fertigung von medizinischen Instrumenten konnte der Produktionsdurchsatz verdoppelt werden. Außerdem wurden dadurch Ressourcen von elf Mitarbeitern frei, die nun für andere, anspruchsvollere Arbeiten eingesetzt werden.

Im Hauptproduktionswerk von Tegra Medical in Franklin, Massachusetts, arbeiten kollaborierende Roboter von Universal Robots direkt neben den Mitarbeitern. In einer Art Zelle werden Komponenten für ein Operationsinstrument, das in der Meniskusrekonstruktion eingesetzt wird, hergestellt, wobei Roboter und Arbeiter hier auf engem Raum zusammenarbeiten.

Kollaborierende Roboterarme automatisieren beinahe alles.

  • Einfache Programmierung
  • Schnelles Einrichten
  • Flexibler Einsatz
  • Kollaborierend und sicher
  • Schnelle Amortisationszeit

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Bei dem Roboterarm, der die Maschinenbestückung übernimmt, handelt es sich um einen UR10 von Universal Robots. Er nimmt Rohlinge aus drei verschiedenen Trichtern, legt zwei davon in Schleifmaschinen, während der Dritte an eine Drehbank gebracht wird. Hier nimmt ein integriertes Schneidwerkzeug eine Schrägkante am Ende eines Operationsinstruments für die Meniskusrekonstruktion vor. Für Paul Quitzau, Senior Engineering Manager bei Tegra Medical, ist dieser Produktionsablauf ideal: „Es ist wie beim Anrichten des Frühstücks – während das Brot in den Toaster gelegt wird, werden die Eier gekocht, damit alles gleichzeitig fertig wird.“

Erhaltung der Arbeitsplätze

„Wenn man von Robotern spricht, befürchten viele einen Jobverlust. 2014 verkündete unser CEO aber, dass unser Werk zum Robotics Center of Excellence der Tegra Medical Plattform wird – und dass keiner seinen Job an einen Roboter verlieren wird”, resümiert Hal Blenkhorn, Leiter Fertigungstechnik bei Tegra Medical.

Jene Mitarbeiter, die also durch den Einsatz von Robotern freie Ressourcen übrig hatten, wurden in andere Prozesse und Abläufe eingearbeitet, die das Unternehmenswachstum unterstützen sollen. „Wenn wir sehen, dass die Tätigkeit eines Arbeiters lediglich darin besteht, alle zehn oder 20 Sekunden ein Teil in eine Maschine zu legen, ist es uns sehr daran gelegen, ihm Aufgaben mit höherer Wertschöpfung zuzuweisen.“

How Universal Robots doubled production at Tegra Medical

Medical device manufacturer Tegra Medical deployed three collaborative robot arms from Universal Robots to tend the machines manufacturing medical instruments.The UR robots doubled throughput, freed up 11 full time positions and enabled the manufacturer to keep up with customer demand while keeping costs down.

Einfache Programmierung für eine verbesserte Produktqualität

Paul Quitzau hat die drei Roboterzellen bei Tegra Medical programmiert, einen Vorgang, den er als sehr einfach empfunden hat. Der UR-Roboter wird über einen Touchscreen programmiert, die Ausrichtung des Roboterarms erfolgt entweder über Pfeiltasten auf dem Bildschirm oder über die Teach-Funktion.

Hal Blenkhorn - Bild: Universal Robots
Hal Blenkhorn, Leiter Fertigungstechnik bei Tegra Medical, mit einem seiner Mitarbeiter. Die Bedienbarkeit des Leichtbauroboters ist einfach und intuitiv und erlaubt eine Handhabung auch ohne Programmierkenntnisse. Bild: Universal Robots

Dabei greift der Mitarbeiter den Roboterarm und lernt ihm die gewünschten Bewegungen. „Jeder, der in der Lage ist, logisch zu denken und sich vorstellen kann, wie ein Prozess ablaufen soll, kann einen UR-Roboter programmieren. Ich habe die gesamte Anwendung ohne große Probleme konfiguriert – und ich bin kein Programmierer, sondern Techniker“, sagt Quitzau.

Ferner konnte die Produktqualität erhöht werden: Da das Unternehmen die manuelle Fertigung vollkommen eingestellt hat, sind auf dem Tisch des technischen Leiters Dick Guilbert, der die Qualitätskontrollen durchführt, nur noch wenige Teile in der Ausschussbox gelandet. Tegra Medical hat bereits innerhalb eines Jahres eine Million Teile mit der ersten UR5-Zelle hergestellt.