Abdelghani Khaldi, Produktmanager Mobile Robotics bei Kuka. - Bild: Kuka
Abdelghani Khaldi, Produktmanager Mobile Robotics bei Kuka. - Bild: Kuka

Abdelghani Khaldi, Produktmanager Mobile Robotics bei Kuka

Kann der KMR iiwa in jeder Umgebung, beispielsweise Lagerhallen eingesetzt werden ohne entsprechende Voraussetzungen zu erfüllen?

Die Navigations-Software ermöglicht das autonome Navigieren des KMR iiwa. Die Software dient zur autonomen Navigation, Steuerung, Verwaltung und Überwachung von mobilen Plattformen und das ohne jegliche Kollisionsgefahr. Und das ohne die Notwendigkeit von künstlichen Markierungen in der Umgebung. Die Software erfasst die Daten der Sicherheitslaserscanner und Radsensoren und erstellt aus ihnen mithilfe der Slam-Methode (Simultane Lokalisierung und Kartierung) eine entsprechende Umgebungskarte. Anhand dieser Karte kann sich die Plattform in Echtzeit lokalisieren. Das System reagiert auf Umgebungsveränderungen, die bei einem flexiblen Logistiksystem ständig vorkommen.

Wurden die Mitarbeiter auf den Roboter vorbereitet?

Standardmäßig müssen Mitarbeiter auf jede neue Maschine geschult werden. Dies wurde auch beim Einsetzen dieser Automatisierungslösung umgesetzt.

Welche zukünftigen Einsatzgebiete sind für den KMR iiwa geplant?

Die heutigen Kundenanforderungen an moderne Produkte führen zu höherer Individualisierung und kürzeren Produktlaufzeiten und stellen damit die Automatisierungstechnik vor neue Herausforderungen. Insbesondere wird die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine immer wichtiger. Für eine nachhaltige Produktionsautomatisierung reicht die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) alleine allerdings nicht aus. Roboter müssen in naher Zukunft immer mehr mobil einsetzbar sein. Die Einsatzmöglichkeiten sind dabei sehr vielfältig. Sie reichen von Hol- und Bring-Diensten, über flexible Fertigung von kleinen Stückzahlen an mehreren Arbeitsstationen und flexible Maschinenbestückung bis hin zu komplexen und flexibel gestaltbaren, automatischen Fertigungsabläufen. Auch im Bereich der Qualitätssicherung kann die Kombination aus Sensitivität des LBR iiwa und Mobilität des KMR iiwa wertvolle Dienste leisten.

Die Fragen stellte Andrea Hecht, Redaktion