P4-Rollenkette - Bild: Igus

Auf der SMM stellt Igus die neue Generation der P4-Rollenkette vor. Optional lässt sich die E-Kette mit einer neuen Sensorik ausrüsten. So kann beispielsweise der Verschleiß gemessen werden. Bild: Igus

ke NEXT: Herr Schneebeck, was genau zeigt Igus auf der Messe?
Tim Schneebeck: Auf der SMM stellen wir unsere neue Generation der P4-Rollenkette vor. Durch unsere Erfahrung mit Hochleistungskunststoffen haben wir die Energiekette weiter optimiert, um die Anlagensicherheit und Anlagenverfügbarkeit wesentlich zu steigern. Optional kann die E-Kette mit einer neuen Sensorik ausgerüstet und so beispielsweise der Verschleiß gemessen werden. Ohnehin steht die SMM für uns im Zeichen der Smart Plastics und intelligenter Systeme, die die eingesetzten Energieketten und Leitungen permanent überwachen und so vorausschauende Wartung ermöglichen. Zusätzlich zeigen wir Neues aus dem Shorepower-Bereich. Modulare Systeme wie der E-Chain-Dispenser und die E-Spool versorgen beispielsweise Kreuzfahrtschiffe beziehungsweise Containerschiffe sicher am Hafen mit Energie und Daten.

Tim Schneebeck - Bild: Igus
Tim Schneebeck ist als Branchenmanager Offshore / Oil & Gas beim Kölner Kunststoffspezialisten Igus tätig. Bild: Igus

ke NEXT: Welche Erwartungen haben Sie an die Messe?
Tim Schneebeck: Die SMM ist eine sehr internationale Veranstaltung, hier zeigt sich, was die Branche bewegt. So erhält man beispielsweise einen Einblick in die neusten Trends rund um die Digitalisierung von Werften und den Schiffbau sowie in das Thema der umweltfreundlichen Energieversorgung von Schiffen in Häfen.

Die Messe bietet uns darüber hinaus die Möglichkeit, unser weltweites Netzwerk auszubauen, Kunden auf der ganzen Welt mit neuen Kunststofflösungen anzusprechen und auch für unsere Produktentwicklung wichtiges Feedback einzuholen.

ke NEXT: Wie sehen Sie den Markt im Bereich Schiffbau?
Tim Schneebeck: Generell lässt sich sagen, dass Energieführungssysteme aus Hochleitungskunststoffen in diesem Umfeld immer mehr zum Standard werden. In Produktionsanlagen, Offshoreplattformen, Kranen und Werften, in denen lange Festoonings oder Stahlketten eingesetzt wurden, überzeugen wir inzwischen mit unseren Energieketten und konfektionierten Leitungen. Denn die Vorteile liegen klar auf der Hand: Bei Hafenkränen mit Festoonings sind die Leitungen den Witterungsverhältnissen stark ausgesetzt und es besteht die Gefahr, dass sich Schlaufen verheddern und einen teuren Betriebsstillstand verursachen. Energieketten hingegen sorgen für eine wesentlich verlässlichere Leitungsführung – selbst bei Verfahrwegen von mehreren hundert Metern. Auch gegenüber Energieketten aus Stahl können unsere Produkte überzeugen, denn sie bestehen aus robusten Hochleistungskunststoffen, sind besonders leicht und natürlich korrosionsbeständig. Wir selbst merken zudem, dass der Schiffbau-Markt weltweit sich immer weiter durch die Digitalisierung verändert. Die Hightech-Ausstattung der Häfen und Werften nimmt zu. Genau hier setzen wir mit den Smart Plastics an, um Kunden eine intelligente und vorausschauende Instandhaltung zu ermöglichen.

Schiffbau

Zum Kerngeschäft deutscher Werften gehören Kreuzfahrtschiffe, Yachten, Marienschiffe und Forschungsschiffe, während die großen Frachter und Containerschiffe meist in Asien gebaut werden. Dazu kommen Offshore-Windparks und Offshore-Bohrinseln. Vibration, Salzwasser, Temperaturschwankungen – in wenigen Branchen sind die Anforderungen an Komponenten und Systeme so hoch wie hier.

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