Messeeingang, Bild: Hamburg Messe und Congress/Stephan Wallocha

Bild: Hamburg Messe und Congress/Stephan Wallocha

Aber auch umweltfreundliche Antriebstechnologien spielen eine zunehmend wichtige Rolle.

Gleich vorweg: Die diesjährige SMM steht unter dem Motto Trends in SMMart Shipping. Vieles wird sich also, wie auch in anderen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus, um die Digitalisierung sowie die intelligente Vernetzung drehen. Dabei wird die Schifffahrtsbranche aktuell von den Themen gebeutelt, die auch andere Branchen aus dem Maschinen- und Anlagenbau betreffen: Neben der Digitalisierung, Big Data, Cybersecurity und Robotik sind das disruptive Märkte und vor allem: strengere Umweltschutzauflagen. Genug brennende Herausforderungen also für vier ausgefüllte Messetage.

Logo, Bild: Hamburg Messe
Bild: Hamburg Messe und Congress/Stephan Wallocha

Alle zwei Jahre findet die SMM statt. Auch 2018, genauer gesagt vom 4. bis zum 7. September, ist es wieder so weit. In diesem Jahr werden über 2.200 Aussteller aus aller Welt ihre Produkte und Lösungen in 13 Messehallen und auf 90.000 Quadratmetern präsentieren.

Strengere Umweltregularien

Ausstellungsstück, Bild: Hamburg Messe und Congress/Stephan Wallocha
Auch solche seltenen Ausstellungsstücke gibt es zu sehen: Ein 111 Jahre alter Dieselmotor von MAN, der während der SMM 2016 das Freigelände vor der Halle A3 schmückte. Bild: Hamburg Messe und Congress/Stephan Wallocha

„Wir wollen der Branche konkrete Antworten auf ihre drängenden Fragen bieten und freuen uns auf Aussteller, Fachbesucher und Konferenzteilnehmer aus über 120 Ländern, wenn Hamburg für vier Tage wieder zum Mittelpunkt der maritimen Welt wird“, sagte Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH, zum Abschluss der Voraus-Pressekonferenz zur SMM. Konkrete Antworten in puncto alternative Antriebstechnologien, einem wichtigen Schwerpunkt im Schiffbau, werden die Besucher in der Halle A5 finden, die sich exklusiv diesem Thema widmen wird. Weil ab dem 1. Januar 2020 die 0,5 Prozent-Grenze für den Schwefelanteil im Schiffsbrennstoff gilt, sind die Reedereien gefordert. Eine Möglichkeit, diese Vorgabe zu erfüllen ist Flüssigerdgas (auf Englisch: liquefied natural gas, abgekürzt: LNG).

Laut SMM Maritime Industry Report (MIR) ziehen bereits 44 Prozent der Reeder Flüssigerdgas als Brennstoff für ihre Neuanschaffungen in Erwägung. Auch Hybridlösungen in Kombination mit Marinediesel stehen hoch im Kurs. Die Zulieferindustrie räumt LNG mit 49 Prozent die größten Chancen ein. „An der maritimen Energiewende geht kein Weg vorbei. Die zunehmenden Bestellungen und Nachrüstungen zeigen, dass sich LNG mehr und mehr durchsetzt. Die Zukunft der emissionsarmen Schifffahrt hat längst begonnen“, sagt Dr. Reinhard Lüken, Hauptgeschäftsführer des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik. Weil LNG so in den Fokus gerückt ist, werden die in der Halle A5 vertretenen Aussteller neben anderen alternativen Antriebstechnologien auch ihre jüngsten Innovationen im Bereich von Flüssigerdgas zeigen. Als Ansprechpartner werden Interessierte unter anderem auch LNG-Lieferanten sowie Hersteller und Anbieter von LNG-Bunkerschiffe und -Bunkerstationen, -Ladestationen und –Landstromanlagen vorfinden.