Eingang Messe Hamburg Wind 2016

In Hamburg diskutiert die Branche 2016 parallel auf Messe und Konferenz. Bild: HMC/WA/WindEnergy

Logo Messe Hamburg WindEnergy 2016
Bild: HMC/WindEnergy

Die WindEnergy startet 2016 zum zweiten Mal mit Themen, Projekten und Produkten rund um die Windkraft. Im Mittelpunkt der diesjährigen Messe stehen intelligente Energieversorgungssysteme. Beim Veranstalter sieht man den Wandel im Strommarkt als Chance. Auf der Messe werden sich die Fragen um Themen wie Arbeitssicherheit und Finanzierung drehen. Im Vordergrund stehen jedoch die Komponenten für Windkraftanlagen genauso wie innovative Konzepte zur Energiegewinnung, Netzauslegung und für Speichersysteme. Die Herausforderung bei der Umstellung zu mehr erneuerbaren Energiequellen liegt in deren dynamischer Einspeisemöglichkeiten. Zugleich soll eine zuverlässig stabile Energieversorgung gewährleistet werden.

Anders als die Husum blickt die Messe in Hamburg auf den globalen Markt. Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung Hamburg Messe und Congress weiß dazu: „Die WindEnergy ist das Schaufenster für hunderte Unternehmen, die an Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit ganz wesentlich beteiligt sind — Klimawandel, Kohlenstoffdioxid-Reduzierung und der wirtschaftlich machbare Umbau der Energiemärkte. Auf der Weltleitmesse werden zudem die wesentlichen Kontakte in neue Industriebereiche geknüpft und die Weichen für die Weiterentwicklung der Windbranche gestellt.“

Auf der WindEnergy in Hamburg werden alle führenden Unternehmen der Branche vertreten sein. So stellt Siemens ein Projekt in den Niederlanden vor, bei dem eine voll integrierte Power-to-Gas-Anlage mit zwölf Megawatt installiert werden soll. In Kooperation mit Partnerfirmen wird das Projekt realisiert. So will man in Zukunft Strom aus Wind- und Solarkraft einsetzen, der nicht direkt verbraucht wird. Mit dem durch die Power-to-Gas-Anlage gewonnenen hochenergetischen Wasserstoff, wie auch mit den Synthesegasen, kann zukünftig die chemische Industrie versorgt werden.

Bei Maxwell Technologies sieht man sich als Vorreiter für Ultrakondensatortechnik, die durch ihre schnelle Reaktionsfähigkeit hervorstechen. Die dort entwickelten Systeme sind im Stande Lade- und Entladezyklen mit hohen Strömen im schnellen Wechsel auszuführen. Einsatzgebiet für die Technologie: Die Aufrechterhaltung des Spannungspegels und die Frequenzregelung im Stromnetz, relevant in Kombination mit moderner Speichertechnologie. Dr. Franz Fink, Vorstandsvorsitznder von Maxwell meint dazu: "Angesichts der raschen weltweiten Zunahme der regenerativen Stromerzeugungskapazität ist die Einführung verschiedene Energiespeichermethoden äußerst wichtig für die Aufrechterhaltung der Stromqualität und der Netzstabilität."

Geparkte Windkraft auf Storage-Tour

Beim Ausbau der erneuerbaren Energien rücken Speichertechnologien in den Mittelpunkt. Gut zu sehen ist das auf der diesjährigen Wind Energy Messe am entsprechenden Themenschwerpunkt. Die Veranstalter haben sich deshalb etwas Besonderes ausgedacht und bieten interessierten Besuchern die Möglichkeit, sich auf der Storage Tour passgenau zum Thema zu informieren. Unternehmen, die solche Speicherlösungen anbieten, lassen sich in einer eigenen Rubrik einfach über die App der Messe oder im Messekatalog finden. Bei großer Nachfrage sind außerdem geführte Rundgänge geplant. Vorgestellt werden  neben der Power-to-Gas-Technologie, verschiedene Projekte aus den Bereichen virtuelle Kraftwerke, Off-Grid-Lösungen zur stromnetzunabhängigen Stromversorgung und Verbesserung der Netzstabilität. Auch intelligente, elektrische Mobilitätslösungen werden als Teil der erneuerbaren Energieversorgung vorgestellt.

Austausch auf der Konferenz WindEurope

Parallel zur Messe findet 2016 erstmals die WindEurope-Konferenz im Congress Centrum Hamburg statt. Dort tauschen sich Entwickler, Forscher und Entscheider zur Zukunftstechnologie Windkraft aus. Auch hier wird das Thema Speicherlösungen diskutiert. Ebenso werden neue Design und Konzepte für Turbinentechnologien in niedriger Umgebungstemperatur vorgestellt, wie auch neue Rotordesigns und Konzepte zur Stromumwandlung. Auch rechenintensive Aerodynamische Ideen und Projekte werden besprochen, ebenso wie schwimmende Windkraftanlagen.

Geländeplan der WindEnergy 2016
Vom Südeingang sind die Hallen B5 Getriebe, B6 Elektrische Komponenten und B7 Werkstoffe gut zu erreichen. Bild: HMC/WindEnergy