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Der Bau neuer Windkraftanlagen hängt, laut VDMA, wesentlich von den bestimmten Ausbaupfaden der Politik ab: Mit gesetzlichen Regelungen, wie dem 10-H-Gesetz in Bayern und der Neufassung des erst 2014 erlassenen EEG, steht Deutschland als Leitmarkt und Innovationstreiber der erneuerbaren Energien auf dem Spiel. Bild: Siemens AG

Der Nettozubau der Windenergie an Land in Deutschland liegt im ersten Halbjahr nach dem Pariser Klimaabkommen bei einer Leistung von 1892 Megawatt. Offshore wurden 258 Megawatt zugebaut. Die Zahlen für die Windkraft an Land aus dem ersten Halbjahr 2014 wurden damit um 11 Prozent übertroffen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 wurden sogar 64 Prozent mehr Windkraftanlagen installiert. Offshore zeigt sich hingegen ein rückläufiger Trend. Nur 15 Prozent der zugebauten Leistung aus dem Vorjahr sind dort installiert

Eastside to Westside

In keiner Region weltweit steht mit 176.000 Megawatt mehr Leistung aus Windenergieanlagen als in Asien zur Verfügung. Nur im Offshore-Bereich gibt es in Europa mehr Leistung aus Windkraft. Mit insgesamt über 11.000 Megawatt liegt man hier auf dem Wasser an erster Position. Gesamt kommen die Europäer auf 144.000 Megawatt Leistung. Die Asiaten haben hingegen einen Großteil ihrer Anlagen auf dem Land installiert. Offshore sind es gerade einmal zehn Prozent der europäischen Offshore-Leistung. Nordamerika liegt mit 87.000 Megawatt insgesamt auf Platz 3.

Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2015 6013 Megawatt zugebaut, sodass sich ein Bestand von knapp 45.000 Megawatt Leistung ergibt. Mehr Zubau schafften im gleichen Zeitraum lediglich China mit 30.753 und die USA mit 8598 Megawatt. Europaweit waren 2015 132.699 Megawatt Onshore installiert, hinzu kommen 1083 Megawatt Offshore-Leistung. Global sind das rund 428.000 Megawatt installierte Leistung. Das zeigt die Bedeutung des europäischen Markts. Kritik von Verbandsseite hagelte es bisher für die EEG-Neuerung. Der VDMA bemängelte die geringe Weiterentwicklung der Windkraft an Land und die fehlende Regelung für den Offshoremarkt, die die Industrialisierung und so die potenzielle Kostensenkung in den nächsten Jahren verhindere. ssc

Die größten Hersteller im globalen und nationalen Markt

Goldwind mit 12,5 Prozent, Vestas mit 11,8 Prozent und GE Wind mit 9,5 Prozent vereinen als Hersteller von WEAs mehr als ein Drittel der 2015 neu installierten Leistung auf sich. In Deutschland führt hingegen Enercon die Liste mit rund 28 Prozent der installierten Leistung an. Zusammen mit Siemens Wind Power mit 25,6 Prozent, Vestas mit 16,1 Prozent und Senvion mit 13,6 Prozent decken diese Unternehmen mehr als vier Fünftel des Deutschen Marktes ab.