IKU Pokal, Bild: Kruppa/IKU

Alle zwei Jahre wird der Preis verliehen, der mit insgesamt 125.000 Euro dotiert ist. Bild: Kruppa/IKU

Deutschland, das ist bekanntlich Maschinenbauerland. Deutschland ist aber zugleich das Land, das für sich beansprucht, bei den Themen Klima- und Umweltschutz spitze zu sein. Das unterstreichen zahlreiche Wettbewerbe, bei denen deutsche Ingenieure zeigen, mit welchen Ideen sie diesem Anspruch gerecht werden. In der Begründung für den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt heißt es folgerichtig: Der Preis richte sich an deutsche Unternehmen, die Maßstäbe im Wettbewerb mit der Konkurrenz setzen wollen, Innovationen ermöglichen und klima- und umweltverträgliche Technologie erschaffen möchten.

"Der Fokus auf Produkte und Technologien macht diesen Preis besonders spannend für Maschinen- und Anlagenbauer. Bewerben kann man sich zum Beispiel in der Kategorie Prozessinnovationen für Klimaschutz oder mit umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen. Auch für den Transfer von Umweltschutztechnologien in Entwicklungsländer existiert eine eigene Kategorie“, so Judith Herzog, Referentin für Nachhaltigkeit im VDMA.

Gerade mit Blick auf die Hannover Messe sollten Unternehmen aufmerksam ihr Portfolio durchforsten. Dort findet, wie auch schon in den vergangenen Jahren, eine Sonderschau zu Energiethemen in Halle 12 statt, diesmal unter dem Titel "Digital Energy". Auch 2017 sollen dort wieder intelligente und innovative Lösungen für energieeffiziente Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau gezeigt werden. Mit dem Schwerpunkt auf digitale Energie trägt man dort den Möglichkeiten Rechnung, die es durch die Digitalisierung auch in der Energiewirtschaft und beim Thema Energieeffizienz geht. Und um genau solche Lösungen geht es auch bei der Suche nach dem Preisträger des Innovationspreises für Klima- und Umwelt.

Politik fördert Umwelttechnologie

Die Politik fördert entsprechende Bemühungen seit Jahren, um so die selbstgesteckten Ziele im Bereich Klima- und Umweltschutz zu erreichen. Seit 2014 treibt die deutsche Bundesregierung deshalb die Energiewende voran. Zu der Doppelstrategie gehört zugleich die Verbesserung im Bereich der Energieeffizienz, festgeschrieben im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE). Dabei folgt sie ihrem Leitsatz: "Die umweltfreundlichste und günstige Kilowattstunde ist die, die wir gar nicht erst verbrauchen." So verwundert es kaum, dass auch das Bundesumweltministerium zu den Förderern des Deutschen Innovationspreises für Klima und Umwelt gehört.

In der Jury des Preises sitzen Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Industrie und Wissenschaft mit entsprechender Expertise. So sitzen neben Klaus Töpfer, dem ehemaligen Bundesumweltminister, auch Rainer Hundsdörfer, Geschäftsführungsvorsitzender bei ebm-papst wie auch der Präsident des ZVEI Michael Ziesemer.

Die Kriterien lassen sich wie folgt unterteilen: Zunächst soll die Innovationsleistung bewertet werden. Hier wird geklärt, inwiefern die vorgestellte Technologie sich im Vergleich zum aktuellen Stand der Technik abhebt. Kernfrage ist, welchen Beitrag die Bewerber zum Klima- und Umweltschutz leisten kann. Dabei muss es sich nicht um energieeffiziente Lösungen handeln, auch Konzepte zur Vermeidung gefährlicher Stoffe, zum Bodenschutz oder ressourcenschonenden Arbeiten werden in die Beurteilung miteinbezogen. Darüber hinaus fließen beispielsweise mögliche Vorteile für die Endabnehmer wie auch das Marktpotenzial des Konzeptes und mögliche Synergieeffekte mit in die Bewertung ein.

Mitmachen lohnt sich

Dabei sein ist auch hier nicht alles, mitmachen lohnt sich allerdings in jedem Fall. Denn neben der versprochenen öffentlichkeitswirksamen Präsentation der Preisträger kommen hier Unternehmen zusammen, die unter Innovation tatsächlich neue und umweltverträgliche Produkte verstehen und sich über diese austauschen. Einen Überblick verschaffen die Erfolgsgeschichten auf der Webseite des Preises. So reiht sich neben Goßprojekte, wie der Energieversorgung durch Ampa-City ein Mittelständler aus der schwäbischen Provinz mit einem C-Teil, einer Mutter in Leichtbauweise. So können mobile Maschinen bei der Konstruktion mit einer solchen Mutter bis zu 30 Prozent Material einsparen und so auch leichter bauen.

Und das zeigt: Der deutsche Maschinenbau treibt den Umweltschutz voran. Als wichtige Branche der Exportnation schützt das langfristig auch das globale Klima.