Makerspace in Garching, Bild: ke NEXT/hei

Makerspace ist eine 1500 Quadratmeter große Hightech-Prototypen-Werkstatt für Bastler, Erfinder, Handwerker und Studierende. Bild: ke NEXT/hei

Man kann es mit einer Mitgliedschaft im Fitnessstudio vergleichen: Anmelden, Einführung an den Geräten und schon kann man so oft kommen und gehen wie man möchte, gegen eine monatliche Mitgliedsgebühr. So kann man das Konzept der Makerspace-Werkstatt ganz gut beschreiben. Auf über 1500 Quadratmeter haben Mitglieder hier Zugang zu Maschinen, Werkzeugen und Software, Dinge, die sich ein Start-up meistens nicht gleich leisten kann - oder Bastler, Erfinder, Designer, Handwerker und Studierende.

Finanziert wurde der Makerspace als Teil des Entrepreneurship Centers zu rund 60 Prozent von BMW-Großaktionärin Susanne Klatten, rund 40 Prozent der Kosten übernahm der Freistaat.

Ideen realisieren

Makerspace 3D-Druck, Bild: ke NEXT/hei
Im Makerspace gibt es verschiedene Maschinenparks: eine Holzwerkstatt, Computer-Worstations mit CAD-Software oder einen 3D-Drucker mit bis zu einem Kubikmeter Druckfläche. Bild: ke NEXT/hei

Etwa 500 Mitglieder hat die Hightech-Werkstatt im Moment. Ausgelegt ist sie auf das Dreifache. Hier sollen kreative Menschen einen Ort vorfinden, um „Ideen und Innovationen in Form von Prototypen und Kleinserien zu realisieren“, so der Wortlaut auf der Homepage. Den Mitgliedern stehen unterschiedliche Werkbereiche wie eine Maschinen-, Metall- und Holzwerkstatt sowie Textil- und Elektroverarbeitung zur Verfügung. Außerdem ermöglichen es 3D-Drucker, Laserschneider und eine Wasserstrahlschneidemaschine, neue Formen und Materialien auszuprobieren. Das Angebot ist groß mit einer CNC-Maschine, Schweißtechniken, einem Schleif- und Lackierraum, einem Elektroniklabor, einer Vakuumziehmaschine und einigen Computer-Workstations mit Grafik- und CAD-Software.

Makerspace-Hausregeln, Bild: ke NEXT/hei
Im Makerspace gelten wie in jedem Verein oder Club bestimmte Regeln. Bild: ke NEXT/hei

Bevor jedoch eine Maschine benutzt werden kann, gibt es eine ausführliche Einweisung vom Makerspace-Personal. Zusätzlich werden verschiedene Maschinenkurse und Workshops für jeden Wissensstand angeboten. Dann kann es schon losgehen.

Eine Monatsmitgliedschaft kostet zwischen 75 Euro für den vorderen Werkstattbereich, 115 Euro für Schüler und Studenten und 150 Euro für eine Einzelmitgliedschaft. Bei einer automatischen monatlichen Verlängerung sind es 65 Euro, 95 Euro und 125 Euro. Auch Firmen können Mitglieder werden, dabei ist die Mitgliedschaft auf keine Einzelperson beschränkt. Makerspace ist von Montag bis Freitag von 7:00 bis 22:00 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 9:00 bis 22:00 Uhr (Feiertags geschlossen) geöffnet.

Die Makerspace-Werkstatt im Detail

Makerspace-Plan, Bild: Makerspace
Die Makerspace-Werkstatt im Detail. Bild: Makerspace