Roboter Ironman, Bild: Pixabay.com

Wo ist es sinnvoll KI einzusetzen? Und was wird aus dem Menschen? Bild: Pixabay.com

Seit 2011 erleben Millionen von Menschen die Vorteile und Möglichkeiten von KI in ihrem Alltag. Denn hinter jeder Frage an Siri, Apples Sprachsteuerungssystem, steckt ein Machine-Learning-Tool auf Basis von künstlicher Intelligenz (KI). Nun schickt sich künstliche Intelligenz an, unsere Arbeitswelten signifikant zu verändern.

In allen Branchen, bei denen viele Daten erfasst werden, können Unternehmen von künstlicher Intelligenz profitieren, beispielsweise in der Produktion oder im Finanzdienstleistungssektor. Bei KI handelt es sich um komplexe Programme, die Tätigkeiten für bestimmten Zweck sehr schnell erlernen können. KI und Automatisierung lassen sich beispielsweise sehr leicht bei Routineaufgaben anwenden, die Zeit und Ressourcen kosten. In der Praxis nutzen momentan verschiedene IT-Plattformen künstliche Intelligenz. Infosys treibt hier mit seiner Mana-Plattform die Entwicklung voran.

Bleibt der Mensch auf der Strecke?

Gordon Mühl, Bild: Infosys
Gordon Mühl, Vice President Industrie 4.0 bei Infosys. Bild: Infosys

Ziel von KI ist es nicht, Menschen zu ersetzen, sondern repetitive Aufgaben zu erlernen und zu übernehmen. Gerade bei häufig auftretenden IT-Problemen ist das hilfreich. Das menschliche Gehirn, Bewusstsein oder Kreativität sind jedoch einzigartig.

Zentral geht es bei KI noch um die Frage, welche Einsatzgebiete betroffen sind und welche Konsequenzen es für Arbeitnehmer geben wird. Deshalb wurde Ende 2015 der Industrieverband OpenAI ins Leben gerufen: Er beschäftigt sich mit der Erforschung von KI-Technologien und macht die daraus resultierenden Einblicke gemäß dem Open-Source-Prinzip öffentlich zugänglich. Neben einer Vielzahl an Investoren zählt auch Infosys zu den Unterstützern des Projekts.

Wie die aktuelle Studie von Infosys zeigt, sind sich junge Arbeitnehmer – vor allem aus den Industrienationen – noch nicht einig darüber, ob sie künstlicher Intelligenz positiv oder negativ gegenüberstehen sollen. Demnach könnten sich rund 40 Prozent der Befragten vorstellen, dass eine Maschine mit KI-Funktionen im Laufe der nächsten zehn Jahre ihren Job vollständig übernehmen könnte. Das Analystenhaus Gartner jedenfalls prognostiziert im Bericht „Top Strategic Predictions for 2016 and Beyond“, dass bis zum Jahr 2018 Maschinen rund 20 Prozent der Geschäftsinhalte erstellen werden. Heute schon erstellen KI-Algorithmen die Texte für den Wetterbericht und Kursverläufe von Aktien. Laut Bericht wird zu diesem Zeitpunkt die Hälfte der am schnellsten wachsenden Unternehmen weniger Mitarbeiter haben als Maschinen mit KI-Features.

Tatsächlich geht es bei KI jedoch darum, die Jugend mit diesen technologischen Fähigkeiten auf die Arbeitsplätze der Zukunft vorzubereiten.

Der Arbeitsplatz der Zukunft

Eine Vielzahl der Befragten glaubt, dass Technologiekenntnisse zu einer Bastion der Elite werden könnten. Es besteht die Sorge, dass sie nicht die richtigen Fähigkeiten haben und – noch schlimmer – auch nicht fähig sind, diese zu erlernen. Ebenso fürchten sie, dass diese Wissenslücke eine Barriere für die Zukunft sein könnte. Ein akademischer Abschluss in Informatik wird nicht umsonst als bester Bildungsweg angesehen, um sich einen Arbeitsplatz zu sichern.

Unabhängig davon sind sich die Teilnehmer der Studie darüber im Klaren, dass ihre Karrieren und ihr Leben durch Technologie komplett andere Wege einschlagen könnten als die der vorhergehenden Generationen. Was laut Studie außerdem zählt, sind Interesse an digitalen Fähigkeiten wie dem Erstellen von Webseiten sowie ein Verständnis für Technologietrends in den Bereichen Big Data, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen.

Die Mehrheit junger Menschen ist der Ansicht, dass diejenigen mit den intensiveren IT-Kenntnissen über bessere Karriereaussichten verfügen. Außerdem ist die Mehrheit der Befragten überzeugt davon, dass sie durch diese Kenntnisse in der Arbeitswelt mehr Erfolg haben werden – auch in einer Welt in der KI eine wesentlich größere Rolle spielt. hei

Der ke NEXT TV Technology Slam zum Thema Roboter (Quelle: ke NEXT TV)