• EDAG Engineering zeigt sein Konzeptfahrzeug Light Cocoon als Deutschlandpremiere auf der IAA in Frankfurt. - Bild: EDAG Engineering

    EDAG Engineering zeigt sein Konzeptfahrzeug Light Cocoon als Deutschlandpremiere auf der IAA in Frankfurt. - Bild: EDAG Engineering

  • Das EDAG Konzeptfahrzeug Light Cocoon zeigt, wie bionische Strukturen den Leichtbau einfach in die Automobilindustrie bringen kann. Die Karosserie wurde einem Pflanzenblatt nachempfungen und nicht als geschlossene Fläche entworfen, sondern als intelligent verzweigtes Skelett mit robustem Stoffhautüberzug. - Bild: EDAG Engineering

    Das EDAG Konzeptfahrzeug Light Cocoon zeigt, wie bionische Strukturen den Leichtbau einfach in die Automobilindustrie bringen kann. Die Karosserie wurde einem Pflanzenblatt nachempfungen und nicht als geschlossene Fläche entworfen, sondern als intelligent verzweigtes Skelett mit robustem Stoffhautüberzug. - Bild: EDAG Engineering

  • Um autonome Fahrzeuge zu entwickeln, schließen sich Universitäten zusammen. Die LoCo genannten smart Karts dienen etwa dazu, Routenplanungen für Flottenfahrzeuge und Anforderungen an die Logistik zu erforschen. - Bild: LocMotion

    Um autonome Fahrzeuge zu entwickeln, schließen sich Universitäten zusammen. Die LoCo genannten smart Karts dienen etwa dazu, Routenplanungen für Flottenfahrzeuge und Anforderungen an die Logistik zu erforschen. - Bild: LocMotion

  • Der LM_SF_01 ist das Ergebnis einer neuen Fahrzeugplattform für elektrische Sportwagen. - Bild: LocMotion

    Der LM_SF_01 ist das Ergebnis einer neuen Fahrzeugplattform für elektrische Sportwagen. - Bild: LocMotion

  • Im im Juli 2015 eröffneten Ann Arbos MCity in den USA werden autonom fahrende Autos getestet. Das Testgelände erweckte bereits das Interesse von Apple. - Bild: MCity

    Im im Juli 2015 eröffneten Ann Arbos MCity in den USA werden autonom fahrende Autos getestet. Das Testgelände erweckte bereits das Interesse von Apple. - Bild: MCity

  • Im Projekt TUM Create haben Entwickler aus 20 unterschiedlichen Nationen das Elektrotaxi Eva entwickelt, speziell für tropische Megactites. Der Kompaktwagen mit Steilheck ist 4,32 Meter lang, 1,79 Meter breit, und 1,68 Meter hoch. Eva wurde bereits auf der Straße erprobt. - Bild: TU München

    Im Projekt TUM Create haben Entwickler aus 20 unterschiedlichen Nationen das Elektrotaxi Eva entwickelt, speziell für tropische Megactites. Der Kompaktwagen mit Steilheck ist 4,32 Meter lang, 1,79 Meter breit, und 1,68 Meter hoch. Eva wurde bereits auf der Straße erprobt. - Bild: TU München

  • Das australische Unternehmen EVX Ventures hat sich zur Aufgabe gemacht, ein Solarstrom-betriebenes Fahrzeug zu entwickeln, das sich immer selbst mit Solarenergie und Strom versorgt. - Bild: EVXVentures

    Das australische Unternehmen EVX Ventures hat sich zur Aufgabe gemacht, ein Solarstrom-betriebenes Fahrzeug zu entwickeln, das sich immer selbst mit Solarenergie und Strom versorgt. - Bild: EVXVentures

  • Mit einzelnen Leichtbau-komponenten lässt sich viel Gewicht sparen. Das zeigt EDAG mit seinem hybriden Leistungselektronik- Gehäuse. - Bild: EDAG Engineering

    Mit einzelnen Leichtbau-komponenten lässt sich viel Gewicht sparen. Das zeigt EDAG mit seinem hybriden Leistungselektronik- Gehäuse. - Bild: EDAG Engineering

  • Der Solarsportwagen Immortus verspricht laut Hersteller EVX Ventures eine unbegrenzte Reichweite an sonnigen Tagen. Das Fahrzeug ist fünf Meter lang, nur ein Meter hoch und wiegt 250 Kilogramm. Angetrieben wird er von zwei Radnabenmotoren mit 20 kW Maximalleistung, Solarzellen auf dem Dach und einer 10 kWh starken Batterie. - Bild: EVX Ventures

    Der Solarsportwagen Immortus verspricht laut Hersteller EVX Ventures eine unbegrenzte Reichweite an sonnigen Tagen. Das Fahrzeug ist fünf Meter lang, nur ein Meter hoch und wiegt 250 Kilogramm. Angetrieben wird er von zwei Radnabenmotoren mit 20 kW Maximalleistung, Solarzellen auf dem Dach und einer 10 kWh starken Batterie. - Bild: EVX Ventures

Ein Raunen ging durch die Branche, als die Firma Local Motors aus Phoenix, Arizona vor gut einem Jahr den Strati das erste Mal auf die Straße schickte. Viele der insgesamt nur 49 Komponenten des Fahrzeugs wie Chassis, Rahmen, Außenkarosserie und einige Teile des Interieurs waren innerhalb von 44 Stunden dem 3D-Drucker entsprungen. Die mechanischen Komponenten, elektrischer Antriebsstrang und Verkabelung stammten von Renaults Twizy. Doch welche Chancen hat diese Fertigungstechnologie in der Automobilindustrie?

Fragt man Local Motors, dann ergibt sich ein vollkommen neuer Ansatz. Ziel der Firma ist es, gemeinsam mit einer wachsenden Community aus Hobby-Innovatoren und professionellen Designern umweltfreundliche und nachhaltige Fahrzeuge zu entwickeln. Diese laufen zukünftig nicht vom Band, sondern werden kundennah in dezentralen, Micosites genannten Werkstätten montiert. Sogenannte BAAM (Big Area Added Manufacturing)-Maschinen, sechs mal zweieinhalb Meter lange und gut eineinhalb Meter hohe große Brüder von 3D-Druckern, fertigen vor Ort die benötigten Teile aus karbonfaserverstärktem ABS-Verbundmaterial mit einer Druckgeschwindigkeit von etwa 20 Kilogramm pro Stunde.

Kostenpunkt der Maschine: etwa eine Million Euro. Gearbeitet wird nach dem DDM (Direct Digital Manufacturing) Konzept, bei dem die Daten direkt aus dem Cloud-basierten CAD-Tool, in diesem Fall OnShape, an die Maschine geliefert werden. Fahrzeuge wie der Strati sollen zukünftig innerhalb von 24 Stunden gefertigt sein. Bei Verkauf durch Local Motors erhalten Entwickler je nach eingebrachtem Aufwand eine anteilige Vergütung.

Auf der Community-Seite im Web sind zahlreiche Wettbewerbe und Projekte zu finden. Bei der Urban Mobility Challenge: Berlin 2030 im Sommer dieses Jahres gewann eine Idee für einen smarten Elektro-Mini-Bus. Jüngster Coup neben der Entwicklung einer Fahrzeugplattform für elektrische Sportwägen wie den LM_SF_01 ist die Zusammenarbeit mit Universitäten zu autonomen Fahrzeugen. Die LoCo genannten Smart Karts dienen beispielsweise der Universität von Michigan dazu, Präferenzen und Erwartungen von Fahrern zu erforschen oder Routenplanungen für Flottenfahrzeuge und Anforderungen an die Logistik zu untersuchen. Getestet wird in Ann Arbors MCity, einem im Juli 2015 eröffneten, eigens für autonom fahrende Fahrzeuge eingerichteten, halbstaatlichen Testgelände, das bereits starkes Interesse seitens Apple geweckt hat. Doch nicht nur in den USA werden Schlagzeilen zum 3D-Druck im Automobilbereich gemacht.