Smartphone in der Medizin, Bild: Messe Düsseldorf

Tragbare medizinische Geräte werden vermehrt mit Smartphones eingesetzt. Bild: Messe Düsseldorf

Patienten müssen oft Wochen auf das Ergebnis medizinischer Tests warten. Doch Not macht angeblich erfinderisch und in der Zwischenzeit hat sich bei medizinischen Tests und Probenanalysen eine rapide Weiterentwicklung vollzogen. Auch im Bereich der medizinischen Diagnostik wurden große Fortschritte gemacht. Ein Teil dieser Fortschritte ist den Verbesserungen bei wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akkus zu verdanken, die es medizinischen Geräten ermöglicht haben, den Sprung in den Sektor der tragbaren Geräte zu schaffen.

Dies bietet Vorteile für Ärzte, Rettungsdienste und Patienten. Es konnten viele Leben gerettet werden und die Lebensqualität von Patenten konnte verbessert werden. In letzter Zeit hat ein Trend auf dem Markt für Verbraucherprodukte jedoch Bedenken ausgelöst. Da bei unserem ständigen Begleiter, dem Mobiltelefon, die Produktentwicklungszyklen äußerst kurz sind, kommt alle sechs bis zehn Monate ein neues Modell auf den Markt.

Die verstärkte Abhängigkeit von unseren Smartphones hat zur Einführung zahlreicher tragbarer medizinischer Geräte geführt, die eine direkte Verbindung zum Smartphone herstellen können. Mithilfe einer App können dann sofort Diagnosen erstellt werden. Geräte zur Überwachung von Herzfrequenz und Blutdruck werden bereits häufig in Verbindung mit Smartphones und Tablets eingesetzt. Komplexere Geräte für Patienten mit chronischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Blutzuckermessgeräte für Diabetiker, Pulsoxymetrie- und Niereninfektionsgeräte sowie Ultraschallsonden und intelligente Fitnesskontrollgeräte überschwemmen den Markt.

Zuverlässigkeit ist entscheidend

Auf den ersten Blick scheint dies eine positive Innovation zu sein. Bei genauerer Untersuchung lassen sich jedoch Probleme erkennen. Isoliert betrachtet hat die Einführung neuer Technologien für Verbraucher zu größerer Transparenz bei der Gesundheitsüberwachung geführt. In Wirklichkeit kann die Konvergenz professioneller tragbarer Ausrüstung, die von Ärzten verwendet wird, und preiswerter, für den Hausgebrauch bestimmter Geräte zu einer Situation führen, in der die ungeregelte Selbstdiagnose von Patienten an der Tagesordnung ist. Potenziell gefährliche und unzuverlässige Geräte könnten zur Selbstdiagnose und Eigenbehandlung verwendet werden. Trends auf dem Verbrauchermarkt haben zwangsläufig einen Dominoeffekt. Sie haben Auswirkungen auf den professionellen Markt, wo die Verbreitung problematischer Geräte Leben gefährden könnte.

Das Kernproblem ist die Stromversorgung. Im Notdienst tätige Sanitäter prüfen normalerweise vor Beginn einer 24-Stunden-Schicht, ob die Geräte aufgeladen und einsatzbereit sind. Im Verlauf des Tages werden die Geräte mehrmals ein- und ausgeschaltet und müssen den Stößen und Schlägen im praktischen Einsatz in unseren Städten standhalten.

Tragbares Trike eRanger

Bei medizinischem Personal in Schwellen- und Entwicklungsländern wie dem ländlichen Malawi und Sudan vervielfältigt sich dieser Effekt. Mobile Ärzte verwenden das eRanger, ein tragbares Trike, um von einem Dorf zum nächsten zu fahren. Die Stromversorgung ist unzuverlässig, die Straßen befinden sich in einem schlechten Zustand und die Temperaturen schwanken stark. Das alles belastet die Fähigkeit des Akkus, das Gerät mit Strom zu versorgen.

Der Ausfall eines Akkus während des Einsatzes kann im medizinischen Bereich buchstäblich lebensgefährlich sein. Ein fehlerhafter Lithium-Ionen-Akku wird möglicherweise nicht sofort bemerkt. Er kann jedoch im Verlauf der Zeit unzuverlässig werden, da ein Überladen und Überhitzen zu einem Ausfall oder sogar einer Entzündung des Akkus führen kann. Das kommt bei unzulänglich getesteten Akkus, die sich an Privatverbraucher richten, relativ häufig vor, bei für den professionellen Markt entwickelten Smartakkus ist es jedoch äußerst unwahrscheinlich.

Akkulösung

Tragbare Smartakkus, Bild: Accutronics
Kreditkartengroße Akkus für medizinische Geräte. Bild: Accutronics

Accutronics hat sich proaktiv um eine Lösung bemüht und Entellion eingeführt, eine Reihe von gründlich getesteten, ab Lager lieferbaren, tragbaren Smartakkus. Diese flachen kreditkartengroßen Lithium-Ionen-Akkus bieten aufgrund ihrer höheren gravimetrischen und volumetrischen Energiedichte längere Laufzeiten in Verbindung mit intelligenter Überwachung.

Im Gegensatz zu den kurzen Produktlebenszyklen von Smartphones werden medizinische Geräte oftmals fast ein Jahrzehnt lang eingesetzt, ohne weiterentwickelt zu werden. Tatsächlich ist die in solchen Geräten verwendete Akkutechnologie veraltet, lange bevor das Produkt aus dem Betrieb genommen wird. Wenn das medizinische Risiko ausgeschaltet werden soll, ist es wichtig, dass Akkus bereits in das Produktkonzept integriert werden, anstatt nachträglich eine Lösung zu finden.

Sichere Lithium-Ionen-Akkus

Hersteller können in allen Phasen von Konzept, Entwurf und Fertigung mit Accutronics zusammenarbeiten. Aufgrund unseres holistischen Entwicklungsansatzes profitieren OEMs von Anwendungunterstützung und Beratung beim Entwurf und können so kürzere Entwicklungszeiten und größere Kosteneinsparungen erzielen.

Die zunehmende Verwendung tragbarer medizinischer Geräte löst auch im regulatorischen Umfeld Besorgnis aus. Für Lithium-Ionen-Akkus sind strikte Tests vorgeschrieben, die gewährleisten sollen, dass sie während des Transports, der Lagerung, Aufladung, Entladung und selbst bei unsachgemäßem Umgang mit Elektrik oder Mechanik sicher bleiben. Alle Lithium-Ionen-Akkus von Accutronics erfüllen oder übertreffen die erforderlichen IEC- und UN-Standards.

Smartphones werden nicht verschwinden und der Einsatz tragbarer medizinischer Geräte ist eine ernst zunehmende Entwicklung. Anstatt diesen Trend zu bekämpfen, sollten wir die Vorteile beider Produkte nutzen und die jeweiligen Nachteile minimieren.