Superbolt-Spreizbolzen

Superbolt-Spreizbolzen an der Flaschkupplung des Getriebes. Diese kompakte Lösung verursacht kaum zusätzliches Gewicht. Bild: Nord-Lock

Schraubenverbindungen sind ein nicht unerheblicher Kostenfaktor – hier können Wartungskosten reduziert und die Verfügbarkeit der Anlage gesteigert werden.

Vibrationen und Materialermüdung sind Probleme, die bei allen Windenergieanlagen häufig auftreten. Auch für Schraubenverbindungen der gesamten Anlage inklusive des Turms bedeuten die extremen dynamischen Belastungen und Vibrationen, die an ihnen wirken, enorme Belastungen. Klassische Schraubenverbindungen bieten zwar eine Reihe von Vorteilen, einen hohen Standardisierungsgrad, schnelle Montage und die Möglichkeit, eine Verbindung etwa für die Wartung von Bauteilen zu öffnen und wieder zu schließen. Aufgrund der beschriebenen Kräfte besteht aber immer die Gefahr, dass sich solche Verbindungen lösen.

Einen weiteren Gefahrenherd stellt Ermüdungsversagen aufgrund zu niedriger Vorspannung, Schlupf oder Lösen der Schraubenverbindung dar. Die mögliche Folge: der Stillstand der gesamten Anlage. Eine ausreichende Vorspannung lässt sich aber nicht immer zuverlässig erzeugen, vor allem dann, wenn Schrauben sehr groß sind oder Materialien verwendet werden, die im Laufe der Zeit ihre Spannung verlieren – etwa Kunststoff-Verbundstoffe. Studien haben gezeigt, dass sich die mit dem Betrieb und der Wartung verbundenen Kosten auf etwa ein Drittel der Lebenszykluskosten einer Windturbine belaufen. Diese Kosten betreffen elektrische Komponenten, Pitchsysteme, Getriebe und Generatoreinheiten.

Die Senkung der Kosten für Installation und Wartung ist bei vielen Schraubenverbindungen allerdings schwierig, denn viele von ihnen befinden sich an sicherheitskritischen Hauptverbindungspunkten einer Windenergieanlage. Hier haben sich Verschraubungslösungen der Nord-Lock-Gruppe wie die hydraulischen Vorspannwerkzeuge von Boltight, Superbolt-Spannelemente und Nord-Lock Keilsicherungsscheiben bewährt.